Dienstag, Februar 7, 2023

Megabatterie in Stockum hat schon Strom ins Netz eingespeist

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Stockum/Lingen. RWE hat in nur 14 Mona­ten ein Bat­te­rie­sys­tem mit einer Gesamt­leis­tung von 117 Mega­watt (128 Mega­watt­stun­den, MWh) errich­tet, das sekun­den­schnell für rund eine Stun­de die aus­ge­leg­te Leis­tung bereit­stel­len kann. Mehr als die Hälf­te davon kommt aus Sto­ckum. Dar­über infor­miert das Unter­neh­men in einer Pressemitteilung.

Ins­ge­samt 420 Modu­le mit Lithi­um-Ionen-Bat­te­rien ver­tei­len sich auf die Kraft­werks­stand­or­te Lin­gen (Nie­der­sach­sen, 49 MWh) und Wer­ne-Sto­ckum (Gelän­de des Ger­stein­wer­kes, 79 MWh). 

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Roger Mie­sen, Vor­stands­vor­sit­zen­der der RWE Gene­ra­ti­on, wird zitiert: „Mit dem zuneh­men­den Aus­bau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien braucht es in Deutsch­land inno­va­ti­ve Spei­cher­lö­sun­gen im indus­tri­el­len Maß­stab, die ein­sprin­gen, wenn Wind und Son­ne gera­de nicht lie­fern. Was Grö­ße und Tech­nik betrifft set­zen wir mit unse­rer Mega­bat­te­rie hier­zu­lan­de Maß­stä­be. Die fer­tig­ge­stell­ten Bat­te­rie­spei­cher und unse­re Was­ser­kraft­wer­ke an der Mosel wer­den künf­tig Hand in Hand arbei­ten und so hel­fen, das Strom­netz zu stabilisieren.“

Der Bat­te­rie­spei­cher wer­de vir­tu­ell mit RWEs Lauf­was­ser­kraft­wer­ken ent­lang der Mosel gekop­pelt. Durch geziel­tes Hoch- bzw. Her­un­ter­re­geln der Durch­fluss­men­ge an die­sen Anla­gen kön­ne RWE so zusätz­li­che Leis­tung als Regel­en­er­gie bereit­stel­len. Dadurch stei­ge die zur Netz­sta­bi­li­sie­rung nutz­ba­re Gesamt­leis­tung des Sys­tems um bis zu 15 Pro­zent. Das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men für die Mega­bat­te­rie betra­ge rund 50 Mil­lio­nen Euro.

Der Bat­te­rie­spei­cher hat bereits Strom ins Netz ein­ge­speist und befin­det sich aktu­ell im Pro­be­be­trieb. Der kom­mer­zi­el­le Betrieb soll in den nächs­ten Tagen anlau­fen. Tests der von RWE ent­wi­ckel­ten Soft­ware für die intel­li­gen­te Kopp­lung mit den Mosel­kraft­wer­ken ver­lie­fen erfolg­reich. Ihr regu­lä­rer Ein­satz soll noch im Früh­jahr anlau­fen, heißt es weiter. 

Bei der Umset­zung kam RWE nach eige­nen Anga­ben ihre Exper­ti­se bei Ener­gie­spei­chern zugu­te: Pro­jekt­pla­nung, Model­lie­rung, Sys­tem­in­te­gra­ti­on und Inbe­trieb­nah­me des Pro­jekts habe das Unter­neh­men in Eigen­re­gie umge­setzt. Durch die Errich­tung der Mega­bat­te­rie auf Flä­chen an bestehen­den Kraft­werks­stand­or­ten kön­nen die Bat­te­rien Strom über bestehen­de Netz­in­fra­struk­tur ein- und ausspeisen.

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