Dienstag, Februar 7, 2023

Großes Interesse an Bürgeranhörung zum Surfpark im Kolpingsaal

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Wer­ne. Auf gro­ße Reso­nanz stieß die soge­nann­te Bür­ger­an­hö­rung zum Dop­pel­pro­jekt SURFWRLD//SCNCWAVE am gest­ri­gen Don­ners­tag (19.01.2023) im Kol­ping­saal. Rund 250 Inter­es­sier­te folg­ten der Ein­la­dung der Stadtverwaltung.

In der mehr als drei­stün­di­gen Ver­an­stal­tung gaben Exper­ten Ein­bli­cke in ihre bis­her gül­ti­gen Gut­ach­ten zu Lärm, Natur­schutz oder Ver­kehr. Viel Raum bestand auch für eine aus­führ­li­che Dis­kus­si­on, die zahl­rei­che Bürger/innen für ihre kri­ti­schen Fra­gen nutzten.

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Und so viel vor­weg: Trotz vie­ler kri­ti­scher Fra­gen und Anmer­kun­gen zu The­men wie Ver­kehrs- und Lärm­be­las­tung oder Umwelt- und Arten­schutz aus dem Publi­kum schlug das Applaus-Baro­me­ter schließ­lich ein­deu­tig zu Guns­ten der Rede­bei­trä­ge der Befür­wor­ter aus. Deut­lich wur­de aber auch, dass gera­de bei den The­men Ver­kehrs- und Lärm­be­las­tung noch Hand­lungs­be­darf besteht.

Die SURFWRLD mit zwei gro­ßen Was­ser­be­cken und ste­hen­de Wel­len von zwei Metern Höhe brin­ge Frei­zeit- und Sport­an­ge­bo­te, ein Hotel, Geschäf­te, Wohn­mo­bil­platz, eine tol­le Gas­tro­no­mie sowie eine neue Zufahrt von der Kame­ner Stra­ße zum Gelän­de, umriss Pro­jekt­lei­ter Dr. Micha­el Dete­ring die Pla­nun­gen für das Was­ser­sport- und For­schungs­zen­trum, das der Stadt Wer­ne ein inter­na­tio­na­les Allein­stel­lungs­merk­mal besche­ren soll, in einer kur­zen Einführung.

Pro­jekt­ent­wick­ler Dr. Micha­el Dete­ring stell­te den Surf­park vor und sich kri­ti­schen Fra­gen aus dem Publi­kum. Foto: Wagner

Im Win­ter kom­me mit der SCNCWAVE der Bereich For­schung zum Zuge. „Das ist eine Groß­for­schungs­an­la­ge, die aus­sieht wie ein Surf­park“, skiz­zier­te der Inge­nieur aus Wer­ne, der seit 15 Jah­ren im Bereich Was­ser­bau tätig ist, das Groß­pro­jekt. „Strö­mungs­ver­hält­nis­se sind kom­plex, da gibt es vie­le Unbe­kann­te und Tur­bu­len­zen, die sich nicht am Rech­ner simu­lie­ren lie­ßen, erläu­ter­te er und beton­te: „Das ist Grund­la­gen­for­schung für Küs­ten- und Hochwasserschutz“.

Neben den wis­sen­schaft­li­chen Part­nern der Uni­ver­si­tä­ten RWTH Aachen und der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Köln ste­hen wei­te­re Unis aus Müns­ter oder Ham­burg-Har­burg auf der War­te­lis­te. „Das hat bun­des­wei­te Strahl­kraft für die For­schung“, so Dete­ring auch zur Koope­ra­tio­nen und prak­ti­schen Syn­er­gie­ef­fek­ten in der Zusam­men­ar­beit vor­han­de­ner Was­ser­bau-For­schungs­stand­or­te. So koope­rie­re man auch mit dem For­schungs­stand­ort am Wel­len­ka­nal Hannover.

Mehr­wert für die Stadt Wer­ne: Die seit Jah­ren stark ver­kehrs­be­las­te­te Kreu­zung Kame­ner Straße/ Süd­ring sol­le dann, so das Ziel, mög­lichst mit einem Kreis­ver­kehr oder mit einer Ampel­an­la­ge gere­gelt wer­den. Die Ent­schei­dung hier lie­ge bei Stra­ßen-NRW und dem Bund, so Bür­ger­meis­ter Lothar Christ zu den Gesprä­chen mit den zustän­di­gen Behör­den. Außer­dem soll der Zechen­rad­weg über das Gelän­de an die Innen­stadt ange­bun­den werden.

„Ich freue mich rie­sig“, kom­men­tier­te Bür­ger­meis­ter Lothar Christ das gro­ße Inter­es­se von Wer­ner Bürger/innen, aus­wär­ti­gen Gäs­ten und Medi­en an der öffent­li­chen Bür­ger­an­hö­rung und die Bereit­schaft der Teil­neh­men­den, sich aktiv in die Dis­kus­si­on um das Für und Wider des Groß­pro­jekts einzubringen.

Es han­de­le sich noch nicht um fer­ti­ge und unver­än­der­li­che Pla­nun­gen, mach­te der Wer­ner Ver­wal­tungs­chef klar, viel­mehr gehe es dar­um, Ein­wen­dun­gen, Kri­tik und Anre­gun­gen auf­zu­neh­men, zu bewer­ten und gege­be­nen­falls aufzunehmen.

Zum aus­ge­klü­gel­ten Plan­ver­fah­ren gehö­re neben dem Ein­ho­len der Gut­ach­ten die Ände­rung des Flä­chen­nut­zungs­pla­nes (FNP), die Auf­stel­lung des Bebau­ungs­pla­nes, das Erstel­len eines städ­te­bau­li­chen Ver­tra­ges und schließ­lich die zwei­ten Offen­la­ge der Pla­nun­gen. Dann hät­ten die Bürger/innen erneut Gele­gen­heit, sich zu Wort zu mel­den. Schluss­end­lich, so der Bür­ger­meis­ter, sei es Sache der gewähl­ten Rats­mit­glie­dern, abzu­wä­gen und zu entscheiden.

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