Freitag, Oktober 7, 2022

Werner Klostersenior P. Wolfgang Drews feiert den 90. Geburtstag

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Wer­ne. Aller guten Din­ge sind drei: Nach dem Dia­man­te­nen Pries­ter­ju­bi­lä­um im Juli und dem 65-jäh­ri­gen Pro­fess­ju­bi­lä­um im Okto­ber ver­gan­ge­nen Jah­res gibt der Seni­or des Wer­ner Kapu­zi­ner­kon­ven­tes zum drit­ten Mal bin­nen eines Jah­res Anlass zum Feiern.

Am 14. Juli voll­endet Pater Wolf­gang sein 90. Lebens­jahr und das in bes­ter geis­ti­ger Klar­heit und rela­tiv guter Gesund­heit, nach­dem er in den letz­ten Jah­ren schon eini­ge schwe­re Krank­hei­ten über­wun­den hat. Dass das so ist, dafür ist er sehr dank­bar und will das auch im Dank­got­tes­dienst am kom­men­den Sonn­tag (17.07.2022) im Kreis sei­ner Mit­brü­der, Ver­wand­ten, Bekann­ten und wei­te­rer Weg­ge­fähr­ten zum Aus­druck bringen.

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Der gelern­te Elek­tro­ma­schi­nen­bau­er Kurt Drews aus dem hes­si­schen Ober-Erlen­bach bei Bad Hom­burg lern­te im nahen Frank­furt die Kapu­zi­ner ken­nen, hol­te bei ihnen in deren Spät­be­ru­fe­nen­schu­le in Bens­heim das Abitur nach und wur­de 23-jäh­rig im süd­ba­di­schen Stüh­lin­gen mit dem Ordens­na­men Wolf­gang ins Novi­zi­at auf­ge­nom­men. Nach den phi­lo­so­phi­schen und theo­lo­gi­schen Stu­di­en in Kre­feld und Müns­ter und der Pries­ter­wei­he war er vier Jah­re als Jugend­seel­sor­ger in Kre­feld eingesetzt.

Die nächs­ten zehn Jah­re lei­te­te er die Wall­fahrts­klös­ter Ave Maria im schwä­bi­schen Deggin­gen und Maria Lin­den im mit­tel­ba­di­schen Otterswei­er und brach­te dort als jun­ger Kapu­zi­ner neue Impul­se ins Wall­fahrts­ge­sche­hen ein. In die­sen Jah­ren war er auch als Volks­mis­sio­nar quer durch Deutsch­land unterwegs.

Wenn er an seinem Schreibtisch arbeitet, braucht Pater Wolfgang nur den Kopf zu drehen und blickt auf jene Klöster, wo er in den mehr als 60 Jahren seines Ordenslebens gewirkt hat. - Foto: Schwarze
Kapu­zi­ner­pa­ter Wolf­gang Drews. Foto: Schwarze

Nach dem plötz­li­chen Tod eines Mit­bru­ders wur­de P. Wolf­gang 1977 als Pfar­rer der Lieb­frau­en­gemein­de in der Frank­fur­ter City in sein Hei­mat­klos­ter beru­fen. In die­ser Zeit hat er eini­ge jun­ge Men­schen auf ihrem Weg in einen geist­li­chen Beruf beglei­tet. Sechs Jah­re spä­ter mel­de­te er sich für einen Neu­auf­bruch ins Klos­ter Stüh­lin­gen an der Schwei­zer Gren­ze, wo er das „Klos­ter zum Mit­le­ben“ auf­bau­te und lei­te­te, das sich durch all die Jah­re gro­ßer Beliebt­heit erfreu­te, in die­sem Jahr nun aber auf­grund von Per­so­nal­man­gel zur Auf­lö­sung ansteht. Nach wei­te­ren sechs Jah­ren kehr­te P. Wolf­gang nach Deggin­gen zurück, dies­mal war ihm neben der Wall­fahrts­seel­sor­ge auch die Lei­tung der dor­ti­gen bei­den Pfar­rei­en anver­traut. Außer­dem wur­de er in den Ordens­rat, Pries­ter­rat und Diö­ze­san­rat des Bis­tums Rot­ten­burg-Stutt­gart berufen.

1998 kam P. Wolf­gang zum ers­ten Mal nach Wer­ne. Vier Jah­re wirk­te er hier als Seel­sor­ger und beglei­te­te als Pos­tu­lats­lei­ter jun­ge Män­ner, die Kapu­zi­ner wer­den woll­ten, in der ers­ten Pha­se des Ordens­le­bens. In den Jah­ren 2002 bis 2011 leb­te er abwech­selnd in den Klös­tern Die­burg und Frank­furt, wo er als Schwes­tern- und Exer­zi­ti­en­seel­sor­ger und in ver­schie­de­nen ande­ren seel­sorg­li­chen Auf­ga­ben ein­ge­setzt war. Nach dem Tod von P. Suit­bert Telg­mann kam P. Wolf­gang im August 2011 zum zwei­ten Mal nach Wer­ne, zunächst als Guar­di­an. Seit 2013 war er als Vikar stell­ver­tre­ten­der Haus­obe­re des Klos­ters. Bis ins hohe Alter hielt er Exer­zi­ti­en­kur­se und Vor­trä­ge, fei­er­te Got­tes­diens­te und hielt Pre­dig­ten und stand als Beicht­seel­sor­ger und Gesprächs­part­ner für vie­le Men­schen zur Ver­fü­gung. Bis vor kur­zem war er noch Prä­ses der Wer­ner Kolpingsfamilie.

In sei­nem gan­zen Ordens­le­ben war P. Wolf­gang Ansprech­part­ner für jun­ge Men­schen. Zahl­rei­che gesel­li­ge und reli­giö­se Frei­zei­ten und Assisi­fahr­ten beglei­te­te er mit hohem Enga­ge­ment und mit gro­ßer fran­zis­ka­ni­scher Freu­de. Im Orden waren ihm nahe­zu unun­ter­bro­chen ver­ant­wort­li­che Auf­ga­ben anver­traut. Als Guar­di­an lei­te­te er ver­schie­de­ne Klös­ter und immer wie­der wur­de er auch in den Pro­vinz­rat und damit in die Mit­ver­ant­wor­tung der gesam­ten Ordens­pro­vinz gewählt.

Nach einer schwe­ren Erkran­kung vor vier Jah­ren, von der er sich rela­tiv gut erholt hat, muss­te er kür­zer tre­ten, kann sich aber immer noch nahe­zu selbst ver­sor­gen, nimmt am Leben des Kon­ven­tes teil und fei­ert nach sei­nen Mög­lich­kei­ten die Got­tes­diens­te mit. Auch ist er immer noch begeis­ter­te Fuß­ball- und Sport­fan und ver­folgt das sport­li­che Gesche­hen am Fern­se­hen. Er gönnt sich die nöti­gen Ruhe­pau­sen, beschäf­tigt sich aber auch mit theo­lo­gi­scher und spi­ri­tu­el­ler Lite­ra­tur, ver­folgt das Tages­ge­sche­hen in der Zei­tung und löst dort die Kreuzworträtsel.

Die Wer­ner Kapu­zi­ner laden nun anläss­lich sei­nes 90. Geburts­ta­ges am Sonn­tag, 17. Juli, um 9.30 Uhr zum Dank­got­tes­dienst mit dem Geburts­tags­ju­bi­lar in ihre Klos­ter­kir­che ein. Die Fest­pre­digt hält der Prä­mons­tra­ten­ser P. Augus­ti­nus Küh­ne vom Stift Wil­ten in Inns­bruck, den P. Wolf­gang auch sei­ner­zeit auf sei­nem Beru­fungs­weg beglei­tet hat. Im Anschluss an den Got­tes­dienst besteht im Klos­ter­hof die Mög­lich­keit zur Begeg­nung mit dem Jubi­lar und zur Gratulation.

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