Freitag, Oktober 7, 2022

Tag des offenen Denkmals: Vorträge, Rundgänge und kleine Detektive

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Wer­ne. „Kul­tur­spur. Ein Fall für den Denk­mal­schutz“ lau­tet das Mot­to des Tags des offe­nen Denk­mals. Nach zwei­jäh­ri­ger Pau­se bedingt durch Coro­na ist die Stadt Wer­ne zum 23. Mal mit dabei und wird am Sonn­tag (11. Sep­tem­ber) auf Spu­ren­su­che gehen und die Denk­ma­le unter die Lupe neh­men. Denk­ma­le sind Zeu­gen ver­gan­ge­ner Geschich­ten, ihrer Bewoh­ner und Erbauer.

Ein­blick in die Bonen­stra­ße 8

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Um 14 Uhr wird der Archi­tekt Lothar Stein­hoff einen Ein­blick in die Geschich­te und bau­li­chen Maß­nah­men des Hau­ses geben. Im Anschluss sei­nes Vor­trags wird das Erd­ge­schoss des Hau­ses zu besich­ti­gen sein.

Rund­gang Spu­ren­su­che Gründerzeit

Ab 15 Uhr wird Karl-Heinz Schwar­ze in einem Rund­gang zu den noch erhal­te­nen Spu­ren der Grün­der­zeit füh­ren. Treff­punkt ist der Brun­nen vor dem Gebäu­de Bonen­stra­ße 8. Dazu schreibt Schwarze:

„Nach 1900 ent­stan­den in Wer­ne zahl­rei­che Gebäu­de, die mit rei­chem und viel­fäl­ti­gem Dekor geschmückt waren, und zwar im Stil der Neo­go­tik, der Neo­re­nais­sance, des Neo­ba­rock und schließ­lich im Jugend­stil. Vie­les ist im Lau­fe der Zeit einem ungu­ten Moder­ni­sie­rungs­wil­len zum Opfer gefal­len. Doch an man­chen Gebäu­den sind schö­ne Details erhal­ten geblie­ben. Dazu gehö­ren etwa engels­glei­che Frau­en­köp­fe, Teich­land­schaf­ten, Volu­ten, Roset­ten, Gir­lan­den, Agraf­fen. Die Spu­ren­su­che geht der Fra­ge nach, wel­che Lebens- und Denk­wei­sen zu die­sen archi­tek­to­ni­schen For­men geführt haben. Schwar­ze erläu­tert, wie die­se Gebäu­de und ihre Gestal­tung den dama­li­gen Zeit­geist spie­geln. War­um ist vie­les abge­baut oder abge­ris­sen wor­den? Ist mit dem Ver­lust auch ein Ver­lust an Lebens­qua­li­tät ver­bun­den? Es ist unbe­dingt gebo­ten, so mei­nen Denk­mal­schüt­zer, das noch vor­han­de­ne kul­tu­rel­le Erbe zu bewah­ren. Die­ses kann mit sei­ner gestal­te­ri­schen Viel­falt Iden­ti­tät stif­ten, Krea­ti­vi­tät för­dern und ein Hei­mat­ge­fühl vermitteln.“

Pro­gramm für klei­ne Detek­ti­ve im Museum

Par­al­lel fin­det im Muse­um das Fami­li­en­pro­gramm statt: Klei­ne Detek­ti­ve von fünf bis zehn Jah­ren kön­nen sich auf die Suche nach dem Geld machen, das der ver­rück­te Indus­trie­ba­ron in den 1870ern ver­steckt hat. Wenn sie genau hin­schau­en, ‑hören und rät­seln, fin­den sie alle Hin­wei­se und Schlüssel!

Beginn ist jeweils um 14 Uhr, 14.30 Uhr, 15 Uhr und 15.30 Uhr. Dau­er: je eine hal­be Stun­de, Teil­nah­me kos­ten­los, Vor­anmel­dung not­wen­dig: 02389/780 773 oder museum@werne.de.

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