Donnerstag, Mai 19, 2022

Mitreißende Opern im OHRENforum der Fabi Werne

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Wer­ne. Bereits zum zwölf­ten Mal fin­det in der Fami­li­en­bil­dungs­stät­te das außer­ge­wöhn­li­che For­mat des OHREN­fo­rums statt, in dem die Teil­neh­mer in ent­spann­ter Atmo­sphä­re das Wesen der Oper, näm­lich ihre fes­seln­de Musik, bewuss­ter wahr­neh­men können.

Vier Opern wer­den zu hören sein, die der am Ende des 19. Jahr­hun­derts auf­kom­men­den Strö­mung des sog. „Veris­mo“ fol­gen. Dort ste­hen kei­ne Göt­ter oder Köni­ge mehr im Mit­tel­punkt, son­dern viel­mehr das „Wah­re“ (ital. „vero“) mit „nor­ma­len“ Men­schen des Alltags.

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Den Anfang macht Pie­tro Mas­ca­g­nis „Caval­le­ria rusti­ca­na“, in der die Prot­ago­nis­ten der dörf­li­chen Bau­ern­schaft Sizi­li­ens auf dra­ma­ti­sche Wei­se von Lie­be und Eifer­sucht singen.

Der Titel des neu­en OHREN­fo­rums „La commedia è fini­ta – Die Komö­die ist zu Ende!“ ist Rug­ge­ro Leon­ca­val­los „Pagliac­ci“ (Der Bajaz­zo) ent­nom­men. Hier pral­len Thea­tra­lik und uner­bitt­li­che Rea­li­tät in einem fol­gen­schwe­ren Spiel von Schein und Sein aufeinander.

Im real-his­to­ri­schen Ambi­en­te von Umber­to Gior­da­nos „Andrea Ché­nier“ wer­den neben dem Pri­va­ten auch gesell­schaft­lich-poli­ti­sche Umstän­de ver­han­delt, wenn im Paris der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on bio­gra­fi­sche Fak­ten des Dich­ters (1762–1794) ver­ar­bei­tet wer­den und packen­de Musik ihn auf sei­nem tra­gi­schen Weg zur Guil­lo­ti­ne begleitet.

Veris­mo pur bie­tet auch das Schick­sal der fran­zö­si­schen Schau­spie­le­rin Adria­na Lecou­vreur (1692–1730), der Fran­ces­co Cilea 1902 ein Opern­denk­mal setzte.

Die „real­tà del­la vita“, die „Wirk­lich­keit des Lebens“ auf der Opern­büh­ne mit authen­ti­schen Emo­tio­nen in vol­ler Aus­drucks­pa­let­te der Gesangs­me­lo­dik und effekt­vol­ler Orches­ter­spra­che ermög­licht die­sem OHREN­fo­rum eine wei­te­re Erleb­nis­di­men­si­on lei­den­schaft­li­cher „ita­lia­ni­tà“.

Die musi­ka­li­sche Ver­mitt­lung über­nimmt wie­der Dozen­tin und Musi­ke­rin Andrea Kne­fel­kamp-West. Ihre Live-Klang­bei­spie­le am Kla­vier sowie per CD und Video bie­ten eine „Anlei­tung zum Hören“, so dass beim ers­ten oder nächs­ten Opern­be­such die Musik (noch mehr) genos­sen wird! Noten- oder ande­re musi­ka­li­sche Vor­kennt­nis­se sind nicht erforderlich.

Ter­mi­ne:

diens­tags 15., 22., 29. März und 5. April

jeweils 18.00–20.15 Uhr (inkl. 1 Pause),

Gesamt­ge­bühr 60,00 Euro

Anmel­dung ab sofort unter 02389–400210 oder www.fbs-werne.de

Andrea Kne­fel­kamp-West, stu­dier­te Akkor­deo­nis­tin, Pia­nis­tin und Musik­wis­sen­schaft­le­rin, war lang­jäh­ri­ge Dra­ma­tur­gin am Thea­ter Dort­mund. In zahl­rei­chen Kon­zert- und Opern­ein­füh­run­gen konn­te sie dem Publi­kum musi­ka­li­sche Sach­ver­hal­te in leben­di­ger Wei­se veranschaulichen.

Wei­te­re Infos: www.tutto-concerto.de

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