Donnerstag, Mai 26, 2022

Feuerwehr Werne rettet Mann aus brennender Wohnung

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Wer­ne. Zu einem Brand in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus an der Lüne­ner Stra­ße eil­te die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr am Mon­tag­abend um 20.58 Uhr. Ein Rauch­mel­der hat­te aus­ge­löst und damit auch die Ein­satz­kräf­te alar­miert. Gera­de noch rechtzeitig.

Der Ret­tungs­dienst aus Wer­ne, der zuerst vor Ort war, bestä­tig­te über Funk einen Woh­nungs­brand und betreu­te bereits meh­re­re Per­so­nen, die das Haus selbst­stän­dig ver­las­sen hatten.

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Feu­er­wehr­leu­te beka­men von Anwoh­nern den Hin­weis, dass sich ver­mut­lich noch eine Per­son in der Brand­woh­nung im Erd­ge­schoss befin­den wür­de. „Noch wäh­rend der ers­ten Erkun­dung lie­fen noch wei­te­re Bewoh­ner der obe­ren Eta­gen durch das ver­rauch­te Trep­pen­haus ins Freie“, schil­der­te Brand­in­spek­tor Tobi­as Tenk die Lage.

Auch auf mehr­ma­li­ges lau­tes Rufen und Klop­fen an der Brand­woh­nung sowie auf das Pie­pen des Rauch­mel­ders reagier­te nie­mand. Der ers­te Angriffs­trupp des Hil­fe­leis­tungs­lösch­fahr­zeu­ges leg­te bereits auf der Anfahrt Umluft unab­hän­gi­gem Atem­schutz an. Inner­halb weni­ger Sekun­den nach dem Ein­tref­fen ging die­ser mit der Wär­me­bild­ka­me­ra und einem Hohl­strahl­rohr aus­ge­rüs­tet zur Men­schen­ret­tung ins Gebäu­de vor. Der Trupp öff­ne­te dafür gewalt­sam die Woh­nungs­tür und begann sofort mit der Per­so­nen­su­che. Wei­te­re Kräf­te bau­ten die Was­ser­ver­sor­gung auf.

Als die Feu­er­wehr­leu­te an der Ein­satz­stel­le ein­tra­fen, befan­den sich noch Bewoh­ner im Gebäu­de. Foto: Feu­er­wehr Werne

„Da nicht aus­ge­schlos­sen wer­den konn­te, dass sich even­tu­ell eine bewusst­lo­se Per­son im ver­rauch­ten Trep­pen­haus befin­den wür­de, haben wir einen zwei­ten Atem­schutz­trupp zur Suche ins Trep­pen­haus geschickt sowie einen drit­ten Trupp als Unter­stüt­zung in die Brand­woh­nung“, so Tobi­as Tenk weiter.

Ein­satz­lei­ter und Feu­er­wehr­chef Tho­mas Tem­mann ließ vor­sorg­lich einen wei­te­ren Ret­tungs­wa­gen zur Ein­satz­stel­le ausrücken.

Nach kur­zer Suche fand der ers­te Angriffs­trupp eine männ­li­che Per­son in der ver­rauch­ten Woh­nung. Der Ret­tungs­dienst über­nahm die Erst­ver­sor­gung des Pati­en­ten, der mit einer Rauch­gas­ver­gif­tung in ein umlie­gen­des Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wurde.

Die Wehr begann mit der Brand­be­kämp­fung in der Küche der Woh­nung. Da meh­re­re Haus­be­woh­ner frie­rend im Regen vor dem Haus stan­den, kamen meh­re­re Mann­schafts­trans­por­ter zur Ein­satz­stel­le, die groß­flä­chig aus­ge­leuch­tet wurde.

Der Woh­nungs­brand ereig­ne­te sich im Erd­ge­schoss des Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses. Foto: Feu­er­wehr Werne

Um 21.08 Uhr konn­te der Leit­stel­le „Feu­er aus“ gemel­det wer­den. Mit einer Wär­me­bild­ka­me­ra such­ten die Ein­satz­kräf­te noch nach ver­steck­ten Glut­nestern im Brand­raum. Sie schal­te­ten die Woh­nung auf­grund der poten­zi­el­len Brand­ge­fahr durch beschä­dig­te Kabel strom­los. Ein Hoch­leis­tungs­lüf­ter wur­de nun direkt vor dem Ein­gang in Stel­lung gebracht, um die Woh­nung zu belüften.

Für die Dau­er der Lösch- und Ret­tungs­ar­bei­ten war die Lüne­ner Stra­ße bis 22.30 Uhr durch die Poli­zei kom­plett gesperrt. Im Ein­satz waren 28 Kräf­te der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Wer­ne mit sechs Fahr­zeu­gen, meh­re­re Strei­fen­wa­gen der Poli­zei, Ret­tungs­wa­gen aus Wer­ne und Umge­bung sowie der Not­arzt aus Wer­ne. Die Poli­zei über­nahm die Ermitt­lun­gen zur Brandursache.

„Wie­der ein­mal zeigt die­ser Ein­satz deut­lich, wie wich­tig Rauch­mel­der sind. Auf­grund der früh­zei­ti­gen Alar­mie­rung der Feu­er­wehr konn­te hier ein Gebäu­de­scha­den sowie Lebens­ge­fahr ver­hin­dert wer­den“, beton­te Tobi­as Tenk in sei­nem Bericht.

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