Mittwoch, Oktober 5, 2022

Feuerwehr: Rötliche Färbung der Horne birgt keine akute Gefahr

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Wer­ne. Die röt­lich­brau­ne Ver­fär­bung des Hor­ne­was­sers rief einen Bür­ger auf den Plan, der die Feu­er­wehr Wer­ne informierte.

„Ihm war die Ver­fär­bung im Bereich des Stadt­hau­ses zwi­schen der Burg­stra­ße und dem Kon­rad-Ade­nau­er-Platz auf­ge­fal­len”, schil­der­te Tobi­as Tenk, Spre­cher der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Werne. 

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Die hin­zu­ge­zo­ge­ne Unte­re Was­ser­be­hör­de stell­te einen leich­ten Befall mit Bur­gun­der-Blut­al­gen in dem Bereich fest. Plank­to­thri­x­ru­bescens gehö­ren zu den Blau­al­gen, die im Som­mer manch­mal mas­sen­haft in Seen vor­kom­men. Die­se Blut­al­gen fär­ben das Was­ser rosa bis lila­far­ben – wie in die­sem Fall in der Hor­ne, klär­te Feu­er­wehr-Chef Tho­mas Tem­mann aus.

Die­se Algen­art rührt von der Schlacht bei Mur­ten (Schweiz) im Jahr 1476 her. Karl der Küh­ne, Her­zog zu Bur­gund, zog gegen die Eid­ge­nos­sen zu Fel­de. Im nahen Mur­ten­see kam es immer wie­der zu blut­ro­ten Ver­fär­bun­gen durch Algen. Die Men­schen aber glaub­ten, das Blut der Bur­gun­der habe den See dort rot gefärbt. Der grie­chi­sche Name Plank­to­thrix rubescens heißt frei über­setzt „im Was­ser her­um­ir­ren­des röt­li­ches Haar” und bezieht sich auf die Zell­fä­den der Burgunderblutalge.

Die von den Algen aus­ge­schie­de­nen Toxi­ne sind zum Teil in ste­hen­den Gewäs­sern hoch­gif­tig und kann bei Lebe­we­sen bei einer hohen Kon­zen­tra­ti­on die Leber oder die Ner­ven angrei­fen. Die Sym­pto­me rei­chen von Durch­fall und Erbre­chen bis hin zu Krämp­fen und zen­tral­ner­vö­sen Stö­run­gen. Da es sich bei der Hor­ne jedoch um ein flie­ßen­des Gewäs­ser han­delt, dürf­te die Dosis nicht all zuhoch sein, heißt es in der Mit­tei­lung der Feu­er­wehr weiter.

Da von den Algen kei­ne unmit­tel­ba­re Gefahr aus­geht, bestand weder durch die eben­falls anwe­sen­de Poli­zei, des Ord­nungs­am­tes sowie der Feu­er­wehr kein aku­ter Hand­lungs­be­darf am Bach­bett der Hor­ne. Die Ein­satz­stel­le wur­de an das Ord­nungs­amt übergeben.

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