Dienstag, Februar 7, 2023

„Ein Funken Hoffnung“: Treckerfahrt der Extraklasse in Werne (mit Video)

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Wer­ne. Es ist immer wie­der ein abso­lut beein­dru­cken­des Ereig­nis, wenn sich 78 weih­nacht­lich deko­rier­te gro­ße Trak­to­ren in Bewe­gung set­zen. Am Sonn­tag­abend war es wie­der so weit.

Die bunt beleuch­te­ten und blin­ken­den Schlep­per mach­ten sich am Sonn­tag­abend auf den Weg und sorg­ten auf 24 Kilo­me­ter Weg­stre­cke zwi­schen Sto­ckum und Wer­ne für eine Licht­er­fahrt der Extra­klas­se. Mit die­ser Akti­on, die unter dem Mot­to „Ein Fun­ken Hoff­nung“ steht, wol­len die Land­wir­te einer­seits den Men­schen eine advent­li­che Freu­de berei­ten, ande­rer­seits aber auch auf sich und ihre wich­ti­ge Rol­le für die Gesell­schaft auf­merk­sam machen.

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„Der poli­ti­sche Cha­rak­ter der Lich­ter-Demo soll­te ein­deu­tig klar wer­den”, erklärt Orga­ni­sa­tor Fer­di­nand Schul­ze Fro­ning: „Wir ste­hen alle jeden Mor­gen ger­ne auf, um unse­re Mit­men­schen zu ernäh­ren. Aber die Last der Auf­la­gen, Kon­trol­len und Ein­schrän­kun­gen gefähr­det nicht nur unse­re Exis­tenz, son­dern die gesam­te hei­mi­sche Ernährung.“ 

Gro­ße Begeis­te­rung herrsch­te am Stra­ßen­rand bei den inter­es­sier­ten Zuschau­ern. Foto: Isa­bel Schütte

Die Fahrt star­te­te um 17 Uhr am Ost­holt­weg in Sto­ckum, dann ging es über die Haupt­stra­ße nach Wer­ne, wo rund zwei Dut­zend Stra­ßen von dem Tre­cker-Kor­so ange­fah­ren wur­den. Vie­le Zuschau­er säum­ten die Stra­ßen­rän­der. Ein gro­ßer Vor­teil war hier eine Lis­te, die im Vor­feld ver­öf­fent­licht wor­den war. Hier konn­te man die Stra­ßen mit den geplan­ten Uhr­zei­ten ein­se­hen. Die Schlep­per-Kolon­ne umfass­te 1.500 Meter. „Alles lief plan­mä­ßig. Ein Fahr­zeug ist kurz­zei­tig lie­gen geblie­ben, weil es zu wenig Luft auf dem Rei­fen hat­te. Doch hier konn­te schnell Abhil­fe geschaf­fen wer­den”, so Schul­ze Fro­ning weiter. 

Bei der Licht­er­fahrt waren an den Trak­to­ren Pla­ka­te befes­tigt. Die Land­wir­te kri­ti­sier­ten unter ande­rem die Ein­schrän­kun­gen im Rah­men der neu­en Dün­ge­ver­ord­nung für NRW, die jetzt in Kraft getre­ten ist. „20 Pro­zent weni­ger Dün­ger, 30 Pro­zent weni­ger Pflan­zen­schutz sowie kein Pflan­zen­schutz in Schutz­ge­bie­ten, die 25 Pro­zent der land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­che in Deutsch­land aus­mach­ten“, zäh­len sie auf. Nach­voll­zieh­bar sei das alles nicht – und dra­ma­tisch für die hei­mi­sche Land­wirt­schaft. Ver­teue­rung von Nah­rungs­mit­teln, Impor­te von frag­wür­di­ger Qua­li­tät und Hun­ger sei­en die Fol­gen. „Die Mes­sa­ge kommt hof­fent­lich bei den Men­schen an“, so der ein­hel­li­ge Tenor der Landwirte. 

Die Schlep­per hat­ten am Schluss ledig­lich 20 Minu­ten Ver­spä­tung, da der Tross nicht mit acht, son­dern mit sie­ben km/h durch die Stadt tucker­te, erklärt Schul­ze Fro­ning. Doch das stör­te an dem Abend nie­man­den. Im Gegen­teil. Die bunt beleuch­te­ten Trak­to­ren brach­ten vie­le Augen zum Leuch­ten. Ein gro­ßes Dan­ke­schön gaben die Orga­ni­sa­to­ren auch an die Poli­zei in Wer­ne wei­ter, die den Umzug beglei­tet und für aus­rei­chend Sicher­heit gesorgt hatte.

Eine Foto­stre­cke zur Licht­er­fahrt der Trak­to­ren fin­den Sie hier.

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