Mittwoch, August 17, 2022

Benefizkonzert: Globales Zusammenspiel gelingt virtuos

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Wer­ne. Musik ver­bin­det Men­schen. Unab­hän­gig davon, ob ihren Hei­mat­län­dern ein blu­ti­ger Krieg auf­ge­zwun­gen wur­de. Bei einem Bene­fiz­kon­zert für die Ukrai­ne tra­ten sie am Sonn­tag­abend gemein­sam in der Mar­tin-Luther-Kir­che auf: die rus­si­sche Vio­li­nis­tin Eka­te­ri­na Bara­no­va und der ukrai­ni­sche Akkor­de­on­spie­ler Rus­lan Maximovski. 

Bei­de gehö­ren zum inter­na­tio­nal besetz­ten Ensem­ble „Cuar­te­to Repen­ti­no“. Kom­plet­tiert wird es von dem Kla­ri­net­tis­ten Dri­lon Ibra­hi­mi aus dem Koso­vo und dem Bas­sis­ten Erick Pania­gua aus Bolivien.

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Im voll besetz­ten Got­tes­haus demons­trier­ten sie ein­drucks­voll und vir­tu­os, wie glo­ba­les Zusam­men­spiel gelin­gen kann. Der groo­vi­ge Sound eines ame­ri­ka­ni­schen Jazz­stücks rieb sich an der Lei­den­schaft eines argen­ti­ni­schen Tan­gos, Klezmerklän­ge schu­fen einen Gegen­pol zum „Rus­si­schen Tanz“ aus Tchai­kovs­kys Bal­lett „Schwa­nen­see“.

Der Viel­falt des Pro­gramms ent­sprach die klang­far­ben­rei­che Beset­zung. Vio­li­ne und Kla­ri­net­te into­nier­ten Dia­lo­ge, die die voll­tö­nen­de Modu­la­ti­ons­fä­hig­keit des Blas­in­stru­ments und die geschmei­di­ge Wen­dig­keit der Gei­ge aus­lo­te­ten. Das gip­fel­te in zart vibrie­ren­dem Sai­ten­spiel, das auf las­zi­ves Kla­ri­net­ten-Glis­san­do traf. Mit straf­fen und mit­rei­ßen­den Rhyth­men schmie­de­ten Akkor­de­on und Bass die not­wen­di­gen Bin­de­glie­der, umspiel­ten oder steu­er­ten gegen.

Das Publi­kum in der voll besetz­ten Kir­che spen­de­te eben­so groß­zü­gig Applaus wie Geld für die Ukrai­ne-Hil­fe. Foto: Schwarze

Die Zuhö­rer erho­ben sich mehr­mals von ihren Plät­zen, um anhal­ten­den Applaus zu spen­den. Der Anlass für das Kon­zert wur­de dar­über nicht ver­ges­sen: Zum Schluss bete­te Andre­as Bader, Pfar­rer der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de, mit den Anwe­sen­den ein Frie­dens­ge­bet – für die Men­schen in der Ukrai­ne eben­so wie für jene Men­schen in Russ­land, die es wagen, öffent­lich gegen Putin zu demons­trie­ren. Da pass­te es, dass die Musi­ker in der all­seits gewünsch­ten Zuga­be ein Duett der rus­si­schen Vio­li­nis­tin und des ukrai­ni­schen Akkor­deo­nis­ten in den Mit­tel­punkt stellten.

Das Publi­kum spen­de­te groß­zü­gig – mehr als 1500 Euro kamen zusam­men. „Wir sind sehr zufrie­den“, sag­te Pfar­rer Bader.

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