Mittwoch, August 10, 2022

An(ge)dacht: Urlaub – eine Zeit, die wir uns heute erlauben

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Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

da die­se Zei­len digi­tal sind, kön­nen Sie sie mit einem Klick auf der gan­zen Erde lesen. Viel­leicht sind Sie gera­de im Urlaub und genie­ßen die Zeit, viel­leicht genie­ßen Sie gera­de das schö­ne Wet­ter zu Hause.

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Wo immer wir auch sind, wir nen­nen die­se Zeit Urlaubs- oder Feri­en­zeit. In allen Spra­chen wer­den Vor­gän­ge oder bestimm­te Din­ge inter­es­san­ter­wei­se oft mit ver­schie­de­nen Namen belegt und bedeu­ten unge­fähr das glei­che. Som­mer­zeit ist Urlaubs­zeit. Urlaub ist ein ganz bestimm­tes Wort. Die­ses Wort zer­fällt in zwei Tei­le: Ur und Laub. Laub ist der glei­che Wort­stamm wie „erlau­ben“. „Ur“ bezeich­net den Vor­gän­ger oder Vor­ge­setz­ten, wie z.B. in dem Wort Urvä­ter. Ur-laub ist also die Zeit, die in frü­he­rer Zeit Vor­ge­setz­te erlaub­ten, um vom Dienst und von der Arbeit fern­blei­ben zu kön­nen. Urlaub – eine Zeit, die wir uns heu­te erlauben.

„Feri­en“ haben einen ganz ande­ren Wort­stamm. Der Begriff kommt von dem latei­ni­schen Wort „feri­ae“. „Feri­ae“ bezeich­net Fest- und Fei­er­ta­ge, die arbeits­frei sind. Schon im alten Rom wur­den ver­schie­de­ne Fest- und Fei­er­ta­ge unter­schie­den: Es gab staat­li­che, pri­va­te und reli­giö­se Fei­er­ta­ge. Im Begriff „Feri­ae“ schwingt aber immer das fest­li­che Bege­hen die­ser Tage mit. Wenn wir bei­de Begrif­fe für ein- und das­sel­be ver­wen­den, wird der Begriff „Urlaub“ oder „Feri­en“ noch ein­mal inhalts­tie­fer und bun­ter. Die­se Zeit, die wir also gera­de genie­ßen, ist eine Zeit, in der wir uns erlau­ben, arbeits­frei zu sein und ein­mal die See­le bau­meln zu las­sen. Eben­so hat sie etwas Fest­li­ches, ja gera­de­zu Fei­er­li­ches, da vie­le Men­schen sich über Mona­te nach die­sen Tagen sehnen:

Genie­ßen Sie die­se Zeit und tun Sie auch Ihrer See­le in die­ser Zeit etwas Gutes.

Genie­ßen Sie die Natur, wo immer Sie auch sind und den­ken Sie dar­an, dass es die Schöp­fung Got­tes ist. Besu­chen Sie in Ihrem Urlaub die vie­len kunst­his­to­risch bedeu­ten­den Kir­chen und Kathe­dra­len, tau­chen Sie ein in die­se wun­der­ba­re Kul­tur­welt und las­sen Sie Ihre See­le atmen. 

Und viel­leicht zün­den Sie vor einem Hei­li­gen­bild eine Ker­ze für lie­be Men­schen und für sich selbst an. Ich wün­sche Ihnen daher Got­tes Segen für die­se wun­der­schö­ne Zeit.

Und neben­bei: Wuss­ten Sie, dass der Hei­li­ge Chris­to­pho­rus, unser Pfarr­pa­tron, der der Legen­de nach das Jesus­kind durch die Flu­ten getra­gen hat, der Patron der Rei­sen­den ist? In die­sem dop­pel­ten Sinn: Sei­en Sie geseg­net und behütet

Ihr

Pfarr­de­chant Jür­gen Schäfer

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