Donnerstag, Dezember 8, 2022

Affenpocken im Kreis Unna: Ein Fall in Schwerte bestätigt

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Kreis Unna. Im Kreis Unna ist ein ers­ter Fall von Affen­po­cken bestä­tigt wor­den. Infi­ziert war ein Mann aus Schwer­te. Er hat­te sich wahr­schein­lich bei einer Urlaubs­rei­se im Aus­land ange­steckt. Mitt­ler­wei­le ist der Mann gene­sen, die Gefahr, dass er wei­te­re Per­so­nen im Kreis Unna ange­steckt haben könn­te, ist äußerst gering. Das mel­det die Kreis-Pressestelle.

Der Fall ist dem Gesund­heits­amt des Krei­ses Unna am Frei­tag­mit­tag, 17. Juni gemel­det wor­den. Das Gesund­heits­amt des Krei­ses Unna hat sofort Kon­takt auf­ge­nom­men und sich ein Bild von der Lage gemacht: Die Urlaubs­rei­se des Manns liegt schon eini­ge Zeit zurück: Am 15. Mai ist er aus dem Aus­land zurück­ge­reist, am 18. Mai zeig­ten sich ers­te Sym­pto­me. Ein Haus­arzt in Dort­mund hat ihn unter­sucht und krank­ge­schrie­ben. Die Labor­un­ter­su­chung des am 3. Juni ein­ge­sand­ten Unter­su­chungs­ma­te­ri­als zeigt, dass sich der Mann mit den Affen­po­cken infi­ziert hat. Ers­te Ermitt­lun­gen hat in der Fol­ge das Gesund­heits­amt in Dort­mund über­nom­men, weil der Haus­arzt dort sei­ne Pra­xis hat.

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Anste­ckungs­ge­fahr gering

Die Inku­ba­ti­ons­zeit (also die Zeit zwi­schen Infek­ti­on und ers­tem Aus­bruch von Sym­pto­men) liegt bei Affen­po­cken in der Regel zwi­schen fünf und 21 Tagen. Anste­ckend sind infi­zier­te Per­so­nen, bis die Sym­pto­me abge­klun­gen bzw. die infek­tiö­sen Bläs­chen ver­schwun­den sind. Das dau­ert in der Regel auch cir­ca 21 Tage. Das Gesund­heits­amt kann für die­se 21 Tage auch eine häus­li­che Iso­la­ti­on anord­nen. Weil der Mann aber in der Zeit aber wie­der gene­sen war, ist kei­ne Iso­la­ti­on vom Kreis Unna aus­ge­spro­chen worden.

Es sind kei­ne wei­te­ren Fäl­le im Kreis Unna auf­ge­tre­ten. Das heißt, der Mann hat kei­ne wei­te­ren Per­so­nen im Kreis ange­steckt. Eine Kon­takt­per­son aus Her­ne ist vom Kreis-Gesund­heits­amt ermit­telt wor­den, das Gesund­heits­amt in Her­ne ist infor­miert. „Die Wahr­schein­lich­keit, dass sich die Affen­po­cken im Kreis Unna schnell aus­brei­ten, ist gering“, so Amts­arzt Dr. Roland Staudt. „Eine Über­tra­gung von Mensch zu Mensch ist sel­ten und nur bei engem Kon­takt mög­lich.“ Affen­po­cken kön­nen durch Kon­takt mit Kör­per­flüs­sig­kei­ten und den für Affen­po­cken typi­schen Bläs­chen über­tra­gen werden.

Haus­arzt berät

Im Kreis Unna ist aktu­ell kei­ne wei­te­re Per­son infi­ziert. Wer den­noch den Ver­dacht hat, dass er Kon­takt zu einer infi­zier­ten Per­son hat­te, kann sich an den Haus­arzt wen­den. Er lei­tet alle not­wen­di­gen Schrit­te ein und hat die Mög­lich­keit, eine Labor­un­ter­su­chung zu ver­an­las­sen. Die Gesund­heits­äm­ter wer­den auto­ma­tisch infor­miert, wenn ein posi­ti­ver Befund vorliegt.

Vie­le wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Krank­heit selbst sowie Emp­feh­lun­gen zum rich­ti­gen Ver­hal­ten sind unter www.rki.de/affenpocken zu fin­den. PK | PKU

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