Die Zukunft der Traditionsgaststätte Fränzers ist ungewiss. Pächter Marcus Kocha beendet sein Engagement in Werne. Foto: Wagner
Die Zukunft der Traditionsgaststätte Fränzers ist ungewiss. Pächter Marcus Kocha beendet sein Engagement in Werne. Foto: Wagner
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Werne. Am Freitag, 28. Mai, kehrt die Traditionsgaststätte „Fränzers Schänke“ dank anhaltend niedriger Inzidenzzahlen aus dem Lockdown zurück und eröffnet den kleinen Außenbereich wieder für Gäste. Für Pächter Marcus Kocha beginnen damit zugleich die letzten Monate seines gastronomischen Engagements in der Lippestadt.

Weil sich Paul Fränzer und seine Frau Bernhardine zusammen mit ihren Söhnen aus der Gastronomie zurückzogen, übernahm Marcus Kocha am 1. Oktober 2016 als neuer Pächter die Regie über die Gaststätte im Herzen der Lippestadt. Ende März hat der Gastronom den Mietvertrag nach fünf Jahren zum 30. September gekündigt. Gespräche mit potenziellen Nachmietern habe es bereits gegeben. „Da gibt es aber noch nichts Konkretes“, verrät Kocha, der seit zehn Jahren das spanische Restaurant „La Tapa Guapa“ in Kamen betreibt.

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Das Restaurant in Kamen läuft überaus erfolgreich, 2018 erfolgte in der Sesekestadt der Umzug an den Alten Markt in deutlich größere Räumlichkeiten, die etwa dreimal so groß sind, wie das Fränzers. Doch nicht nur deshalb will sich der studierte Wirtschaftswissenschaftler künftig nur noch auf einen Standort konzentrieren: „Ich werde mit 51 Jahren im August Vater. Daher habe ich meiner Frau versprochen, künftig mehr Zeit zu haben und zwei Betriebe machen viel mehr Arbeit als einer.“

In Kamen hat Marcus Kocha am vergangenen Wochenende bereits den Außenbereich seines Restaurants „La Tapa Guapa“ wieder geöffnet. Am Freitag gibts in „Fränzers Schänke“ wieder Getränke und Snacks. Foto: Volkmer

Rückblickend sei vor allen Dingen der Start in Werne vor fünf Jahren sehr gut gelaufen. „Es sind dann mit der Zeit einige neue Betriebe neu dazu gekommen. Das haben auch die anderen Innenstadt-Gastronomen zu spüren bekommen. Da Werne nicht größer wird, ist der Kuchen dann unter mehreren aufgeteilt worden“, sagt Kocha. Auch das Interesse an Live-Veranstaltungen, für die die Gaststätte selbst außerhalb der Lippestadt bekannt war, sei recht schnell merklich geringer geworden.

Start am Freitag mit Getränken und Snacks

Während der Corona-Zwangspause hat Kocha Großteile seines Küchenpersonals verloren. „Die haben sich in der Zeit verständlicherweise anders orientiert. Das ist ja bei vielen Kollegen so gewesen“, sagt der 50-Jährige. Zum Start am Freitag um 17 Uhr wird es daher neben Getränken lediglich Snacks wie Frikadellen, Mettwurst und Nachos geben. Ob sich das kulinarische Angebot in den nächsten Monaten bis zu seinem Abschied noch ändern wird, konnte Kocha am Mittwoch noch nicht beurteilen.

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