Torsten und Zlat Lünebrink mit den Plänen für den Neubau am Südring. Foto: Gaby Brüggemann
Torsten und Zlat Lünebrink mit den Plänen für den Neubau am Südring. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Das Werner Bestattungshaus Lünebrink verlegt seinen Stammsitz von der Burgstraße 16 voraussichtlich zum Jahresende auf das Friedhofsgelände am Südring.

Auf der bisherigen Freifläche vor der Zufahrt zur Friedhofshalle haben in diesen Tagen die Ausschachtungen für einen Neubau begonnen. Inhaber Torsten Lünebrink sowie Sohn und Juniorchef Zlat Lünebrink lassen hier auf zwei Etagen ein modernes Bestattungsinstitut errichten, das den Angehörigen künftig als Anlauf- und Beratungsstelle dienen wird.

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Im Erdgeschoss werden neben dem Empfang zwei Besprechungsräume, eine Ausstellung und das Lager angeordnet sein. Im ersten Stock werden die Büros und Sozialräume angesiedelt, erläuterten Torsten und Zlat Lünebrink im Gespräch mit WERNEplus zu den Plänen des Architekturbüros Michael Jardin. Die Umfahrt zum Trakt mit den Abschiedsräumen bleibt erhalten, an der Straße werden zudem fünf Parkplätze für das Bestattungshaus angelegt.

Mit dieser Bündelung an einem Standort werden künftig sowohl die Bestatter als auch Steinmetz und Friedhofsgärtner schnell zu erreichen sein und können die Hinterbliebenen in allen Belangen eines Sterbefalls beraten. „Die kurzen Wege bringen Vorteile für alle“, betonte Zlat Lünebrink.

Das Bestattungshaus Lünebrink wird am Jahresende umziehen: Der neue Standort ist direkt an Friedhof und Kapelle. Foto: Gaby Brüggemann

Die Umstrukturierung in dem Werner Bestattungshaus, das sei 120 Jahren an der Burgstraße ansässig ist, hatte indes schon vor genau zwei Jahren begonnen. Zum 1. Mai 2019 übernahm die Firma Lünebrink die zuvor von der Stadt Werne betriebene Friedhofskapelle und Abschiedsräume in private Hände und schloss mit dem Bistum Münster und der katholischen Kirchengemeinde St. Christophorus, der der Friedhof gehört, einen Pachtvertrag über 99 Jahre.

Seither hat sich in der Kapelle und dem rückwärtigen Trakt viel getan, schilderten die Bestatter zu ihren erheblichen Investitionen sowohl in die innere Ausgestaltung als auch in die technische Ausstattung. Mit dem neuen Beleuchtungssystem in der Kapelle, eine leistungsfähigen Akustikanlage und der Polsterung der Sitzbänke wurden wichtige Elemente für die würdevolle Gestaltung der Abschiedsfeiern umgesetzt. Als nächstes werden die beiden Ein- und Ausgangstüren ausgetauscht und auch die Glasbausteine der Seitenwand sollen ersetzt werden. Der Vorplatz der Kapelle wird ebenfalls neu gestaltet.

Die Friedhofskapelle wurde mit einem neuen Beleuchtungssystem ausgestattet. Foto: Gaby Brüggemann

Im Trakt mit den Abschiedsräumen wurde der Hygieneraum, in dem die Verstorbenen für den Abschied vorbereitet werden, mit modernen Standards auf hohem Niveau ausgerüstet. Im diesem Bereich wurden der Boden, die Klimaanlage und Fenster erneuert, ebenso die Sanitäranlagen für Mitarbeiter und Besucher.

In Sachen Energieversorgung setzt das Bestattungsunternehmen auf nachhaltige Technik. Der Energiebedarf für Kühlung, Klimaanlage und Heizung sei hoch, zudem sei man nahezu immer vor Ort, erklärte der Juniorchef. Ein Blockheizkraftwerk, die Photovoltaikanlage auf dem Dach und eine Batterieanlage zur Speicherung in der Nacht sichern den Energiebedarf. Auch der Neubau lasse sich über dieses System künftig energetisch nachhaltig mitversorgen, erklärte Torsten Lünebrink.

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