„Mister Sim-Jü
„Mister Sim-Jü" Rainer Schulz hat die Hoffnung auf das größte Volksfest an der Lippe noch nicht aufgegeben. Archivfoto: Volkmer
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Werne. Die gerade gemeldeten Absagen des Oktoberfestes in München und der Cranger Kirmes in Herne bedeuten nicht zwangsläufig auch das Aus für kleinere Volksfeste wie die Sim-Jü-Kirmes Ende Oktober, ordnete Rainer Schulz, Kenner der Werner Traditionskirmes und Mitglied im Sim-Jü-Arbeitskreis, im Gespräch mit WERNEplus ein.

Bei der Münchner Wiesn liege der Fall gleichwohl anders. Trotz der momentan zügigen Impfkampagne könne man noch nicht sagen, ob bis Mitte September die sogenannte Herdenimmunität erreicht sei. Deshalb wolle man die Vorkosten in Millionenhöhe (insbesondere für den Auf- und Abbau der Großzelte) einfach nicht riskieren, erklärte er. Auch für die Absage der Cranger Kirmes im August sei die Entscheidung gefallen.

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Für die Werner Sim-Jü sieht er gleichwohl noch Chancen. In dieser Situation gelte es Ruhe zu bewahren, sagte er und hofft, dass das größte Volksfest an der Lippe 2021 nicht wie im Vorjahr der Corona-Pandemie zum Opfer fallen muss. Denn wenn bis zum Herbst eine Herdenimmunität erreicht werde, könnten sich die Sim-Jü-Karussells trotzdem drehen, setzt er auf das Prinzip Hoffnung.

„Wer weiß – immerhin könnten am Ende so bedeutende Volksfeste wie Oldenburgs Kramermarkt, der Bremer Freimarkt, der Hamburger Dom, die Soester Allerheiligenkirmes sowie viele kleinere normalerweise zum Saisonschluss stattfindende Volksfeste und Kirmessen doch noch die Nase vorn haben – wenn auch in vielleicht abgespeckter oder modifizierter Form.“ Auch in Münster, Bocholt, Rheine oder Bad Hersfeld habe man die Volksfeste noch nicht abgesagt, ergänzte er.

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