Bildungsdezernent Alexander Ruhe äußert sich kurz vor dem Ferienende zur Situation an den städtischen Schulen. Foto: Wagner
Bildungsdezernent Alexander Ruhe äußert sich zur Situation an den städtischen Schulen. Foto: Wagner
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Werne. Die Schulen und Kitas bleiben bis zum 31. Januar 2021 wegen der Corona-Pandemie geschlossen, hieß es am Dienstag (5. Januar) nach der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußerte sich heute in einem Radiointerview dagegen nicht eindeutig.

Er wolle an die Regelung vor den Weihnachtsferien anknüpfen, also die Präsenzpflicht aufheben. Allerdings bestünde demnach für Eltern von jüngeren Kindern (Klassen eins bis sieben) die Wahl zwischen Distanz und Präsenz. „Was Herr Laschet gesagt hat, deckt sich nicht mit dem, was am Dienstag Tenor war – also, dass die Schulen komplett geschlossen bleiben“, erklärte Wernes zuständiger Dezernent Alexander Ruhe auf Nachfrage von WERNEplus.

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Er wolle nun die Sondersitzung in NRW abwarten und am morgigen Donnerstag (7. Januar) an die Öffentlichkeit gehen, um für Klarheit zu sorgen. „Danach werden wir mit allen Leitungen der städtischen Schulen sprechen. Bis dahin halten wir uns zurück, um nicht für weitere Verwirrung zu sorgen.“ Das gleiche gelte für die Kindertageseinrichtungen.

Seit Pandemiebeginn haben alle Schulen in Werne einzelne positive Coronafälle registrieren müssen, als Infektionsherde haben sich die Einrichtungen aber nicht erwiesen. „Es ist wirklich schwierig zu entscheiden. Letztlich sind wir nur ausführendes Organ und setzen die Beschlüsse des NRW-Schulministeriums um“, so Alexander Ruhe weiter.

Die Planung von digitalem Unterricht an den Schulen gestaltet sich ohnehin schwierig, da die bestellten 272 iPads immer noch nicht eingetroffen sind. „Die Tablets sind längst bestellt und sollten vor Weihnachten eigentlich eintreffen. Wir warten tagesscharf auf die Lieferung“, berichtet der Schuldezernent weiter.

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