Max Göller (links) und Danilo Ulrich befreien ihre Umwelt von Müll und Unrat. Foto: Wagner
Max Göller (links) und Danilo Ulrich befreien ihre Umwelt von Müll und Unrat. Foto: Wagner
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Werne. Und schon wieder erspäht Max Göller eine achtlos weg geworfene Mund-Nase-Maske, einen kurzen Handgriff später landet diese mithilfe der Müllzange im Beutel. Seit dem zweiten Lockdown ist der zehn Jahre alte Schüler der Marga-Spiegel-Schule regelmäßig mit seinem Klassenkameraden Danilo Ulrich (11) in der Umgebung unterwegs, um die Umwelt vom Abfall zu befreien.

Jacken, Campingstühle, Haarspraydosen oder sogar einen Staubsauger – die Bandbreite von dem, was die Leute einfach wegschmeißen, ist enorm und erstaunt die beiden Freunde immer wieder. Von der Stadt Werne sind sie mit Zangen, Müllbeuteln und Greifzangen ausgestattet worden. Unterwegs sind sie entweder in der Innenstadt, im Grünen Winkel oder auch an der Lippe. Die vollen Beutel geben sie anschließend wieder ab.

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Ihren größten Fund haben die beiden Jungen bei einer gemeinsamen Tourt mit Uta Kurz und Olaf Steinweg von der Initiative „Natürlich Werne“ gemach: 320 Wodka-Flaschen in zwei Tüten, aufgelesen in einem Waldstück, entsorgte das Quartett.

„Wir kommen durch diese Aufgabe an die frische Luft, was in dieser Zeit besonders wichtig ist“

Max Göller, zehn Jahre alter Schüler der Marga-Spiegel-Schule

„Wir kommen durch diese Aufgabe an die frische Luft, was in dieser Zeit besonders wichtig ist“, sagt Max Göller. Und Danilo Ulrich ergänzt: „Außerdem macht es Spaß, der Umwelt etwas Gutes zu tun.“ Am liebsten finden die besten Freunde Pfandflaschen in der Umgebung. Denn die jungen Umweltaktivisten haben eine Gemeinschaftskasse, in der das Geld fließt. „Wenn genug drin ist, kaufen wir uns einen Kasten Fassbrause oder Eis“, freuen sich die beiden schon.

Auf ihren Touren sprechen sie auch oft Jugendliche an. Die werfen ihre Getränkedosen oder Flaschen dann nicht einfach weg, sondern geben sie Max und Danilo. Schon in der Grundschule haben die Fünftklässler ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein entwickelt. Daher steht für sie fest: „Wir machen auch weiter, wenn Corona vorbei ist.“

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