Seit einer Woche dürfen Golf-Liebhaber in Werne unter freiem Himmel wieder ihrem Lieblingssport nachgehen. Foto: Volkmer
Seit einer Woche dürfen Golf-Liebhaber in Werne unter freiem Himmel wieder ihrem Lieblingssport nachgehen. Foto: Volkmer
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Werne. Seit einer Woche dürfen Golf-Liebhaber in Nordrhein-Westfalen auf den Golfplätzen unter freiem Himmel wieder ihrem Lieblingssport nachgehen. Die jüngsten Änderungen der Coronaverordnung sorgen dafür, dass auch auf der 15-Loch-Anlage in Werne – in geordneten Bahnen – wieder viel los ist.

Freizeitsport auf Sportanlagen unter freiem Himmel darf nach der neuen Verordnung alleine, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstands ausgeübt werden. Damit ist auch die sportliche Ausbildung im Einzelunterricht wieder erlaubt. Das sorgt bei den Aktiven und der Golfplatzbetreiber-Familie Schulze Kersting für große Erleichterung. „Die Leute sind guter Laune und freuen sich, dass sie wieder kommen dürfen“, fasst Ute Schulze Kersting die Reaktionen der ersten Woche zusammen.  

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Trotz der großen Nachfrage nach der Zwangspause seit 16. Dezember vergangenen Jahres ist es in den ersten Tagen nicht zu einem Termin-Chaos auf der Anlage am Kerstingweg gekommen. Dafür sorgte das Buchungssystem, über das Startzeiten für jeweils zwei Personen im Zehn-Minuten-Rhythmus vergeben werden. „So können am Tag rund 70 Personen verteilt auf der Anlage spielen“, erklärt Ute Schulze Kersting. Geöffnet ist derzeit nur für die 440 Mitglieder, Gäste können in Werne noch nicht abschlagen.

Das im Dezember verkündete zwischenzeitliche Aus für das Golfspielen fiel in die Nebensaison. „Da die letzten Winter aber recht mild waren, hätten wir da eine ganz normale Spielsaison gehabt, denn Golfspieler sind in der Regel das ganze Jahr aktiv. Viele haben nicht nachvollziehen können, warum sie überall Joggen und Fahrradfahren dürfen, nicht jedoch auf einer Fläche von 55 Hektar im Einbahnstraßensystem Golf spielen können“, so Ute Schulze Kersting. Hinzu kam, dass die Ausübung des Golfsports außer in NRW, Bayern und Schleswig-Holstein in allen anderen Bundesländern erlaubt war.

Fast 15.000 Unterschriften für die Online-Petition

Wegen dieser Ungleichbehandlung hatten Ute und Franz Ludwig Schulze Kersting im Dezember zunächst in einem offenen Brief an die Landesregierung darum gebeten, den Golfsport in 2er-Flights wieder zu genehmigen und dann noch eine Online-Petition zu dem Thema gestartet, mit der Begründung, dass Golf ein hygienischer, sicherer, kontaktloser Individualsport sei. Dabei kamen 14.482 Stimmen zusammen, die die Golfplatzbetreiber Ende Januar beim Düsseldorfer Landtag eingereicht haben.

In NRW gibt es rund 130.000 Golfer und fast 15.000 haben die Online-Petition „Golf während Corona in NRW in 2er Flights erlauben“ unterschrieben und sich damit für den Sport engagiert. „Das ist ein tolles Ergebnis, mit dem wir gar nicht gerechnet haben“, gibt Ute Schulze Kersting zu. Die beste Nachricht der vergangenen Monate ist aber die vom 19. Februar gewesen, als bekannt wurde, dass der Spielbetrieb auf den Golfanlagen wieder ab dem folgenden Montag möglich ist. „Zu diesem Zeitpunkt hatte keiner damit gerechnet. Das war eine echte Überraschung“, sagt die Golfplatzbetreiberin.

Welchen Bedeutungszuwachs der Golfsport in Zeiten der Corona-Pandemie in Werne gewonnen hat, lesen Sie am Dienstag bei WERNEplus.

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