Im Turm der ehemaligen St. Konrad-Kirche entsteht eine ebenerdige Kapelle, in der regelmäßig Kindergottesdienste stattfinden sollen. Foto: Max Thilmann
Im Turm der ehemaligen St. Konrad-Kirche entsteht eine ebenerdige Kapelle, in der regelmäßig Kindergottesdienste stattfinden sollen. Foto: Max Thilmann
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Werne. Die Bauarbeiten rund um die Kirche St. Konrad gehen voran. Im August/ September soll als erstes der Neubau der Zentralrendantur der Dekanate Hamm-Nord, Lüdinghausen und Werne bezogen werden können, schätzte Pfarrdechant Jürgen Schäfer von St. Christophorus am Donnerstag gegenüber WERNEplus zum Fortgang ein. Die feierliche Einweihung der Kapelle im Turm von St. Konrad steht dann am 6. November (18 Uhr) im Kalender.

„Die verschiedenen Gewerke sind an der Arbeit“, sieht der Dechant gute Fortschritte, aber auch noch eine dicht gedrängte Aufgabenliste, die es abzuarbeiten gilt. Corona-bedingt sei man allerdings um etwa drei Monate im Zeitplan zurückgeworfen worden, weil die Firmen nicht die volle Zahl ihrer Mitarbeiter einsetzen konnten. Beim ersten Spatenstich Anfang März 2019 war man von 15 bis 16 Monaten Bauzeit ausgegangen.

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Gleichwohl ist Schäfer mit den Abläufen zufrieden: „Es läuft“, sagte er und räumte aber auch ein, das täglich ein großes Pensum an Aufgaben, Abstimmungsgesprächen und Terminen anstehe. Erfreulich: Die Kostenplanung für das Projekt bleibt im gesteckten Rahmen.

Die Zentralrendantur entsteht anstelle des ehemaligen Kirchenschiffes von St. Konrad. Ein Zwischenbau mit Dach und Glaswänden wird die Verbindung zwischen Kirchturm und Rendantur, zwischen Alt und Neu bilden. Im St. Konrad-Turm ist in Zukunft die Kapelle angesiedelt, die mit 140 Quadratmetern Fläche Raum für kirchliches Leben bietet. Die faltbaren Glaswände des Zwischenbaus erlauben es außerdem, den etwa 40 Quadratmeter großen Eingangsbereich bei größeren Anlässen hinzuzunehmen.

Der Innenausbau der neuen Zentralrendantur liegt im Zeitplan, auch wenn die Corona-Krise einen schnelleren Fortgang verhindert hat. Foto: Max Thilmann
Der Innenausbau der neuen Zentralrendantur liegt im Zeitplan, auch wenn die Corona-Krise einen schnelleren Fortgang verhindert hat. Foto: Max Thilmann

Im Neubau der Zentralrendantur werden bis zu 40 Mitarbeiter und Leitung von Peter Middelhove tätig sein. Derzeit sind sie in den Räumen des ehemaligen Pfarrhauses und Teilen des Pfarrheims von St. Konrad untergebracht. Vor vier Jahren, als es um die Neustrukturierung der Zentralrendantur mit den Dekanaten Hamm, Werne und Lüdinghausen ging, hatte sich die Pfarrei St. Christophorus mit dem Projekt in St. Konrad um den Standort beworben, schilderte Jürgen Schäfer zum Hintergrund.

Für die Kinder von St. Christophorus wird die Kapelle im St.-Konrad-Turm künftig zur festen Adresse für ihre Kindergottesdienste. Die Kinderkirche St. Konrad erhält dann an jedem dritten Sonntag (10.30 Uhr) dort ihren festen Termin. Gegenwärtig wird von einigen Seelsorgern zusammen mit Verbundleitung Steffi Heider an einem Konzept für die Jüngsten gefeilt. Die verlässliche Termin-Routine an einem Ort hatten sich die Eltern für den Kindergottesdienst gewünscht und kommen mit ihren Kindern dafür gern nach St. Konrad, erklärte der Dechant. Zudem eignet sich die barrierefreie Kapelle besonders gut für diese Zwecke. Sobald sie im November eingeweiht ist, werden die Kindergottesdienste aufgenommen.

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