Für den Streetart-Wettbewerb „Kinderrechte schaffen Zukunft“ haben (von links) Dagmar Reuter, Bettina Stilter, Maik Rolefs und Monika Frantzmann die Materialpakete mit Kreide in allen Regebogenfarben, Flyern, Plakaten und Info-Broschüren geschnürt. Foto: Gaby Brüggemann
Für den Streetart-Wettbewerb „Kinderrechte schaffen Zukunft“ haben (von links) Dagmar Reuter, Bettina Stilter, Maik Rolefs und Monika Frantzmann die Materialpakete mit Kreide in allen Regebogenfarben, Flyern, Plakaten und Info-Broschüren geschnürt. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Weil der Weltkindertag am kommenden Sonntag, 20. September, wegen Corona diesmal nicht mit einem großen Fest rund um das Bunte Haus des Familiennetzes gefeiert werden kann, haben sich Jugendamt, Familiennetz und vom freien Träger Jugendhilfe Werne als Alternative den Malwettbewerb „Kinderrechte schaffen Zukunft“ ausgedacht. Er richtet sich an Kita-Gruppen, Grundschulklassen und die fünften und sechsten Klassen der weiterführenden Schulen.

Die können gemeinsam in ihren Klassen und Gruppen kreativ werden und vom 16. bis 25. September auf ihren Schulhöfen und Freiplätzen aufmalen, was sie sich für eine kinderfreundlichere Stadt Werne so wünschen. Von den fertigen Kunstwerken werden dann Fotos gemacht und von einer Jury begutachtet und prämiert. Den besten Ideen winken Preise für kleine Erlebnis-Aktionen wie Eisessen oder Minigolf, hieß es am Montag im Pressegespräch im Jugendamt. Auch wird versucht, eine Ausstellung der Fotos zu organisieren.

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Leiter Maik Rolefs und Dagmar Reuter vom Jugendamt, Bettina Stilter vom Familiennetz und Monika Frantzmann von der Jugendhilfe hatten reichlich Anschauungsmaterial dabei. Flyer, Plakate und jede Menge Kreide sind bereits geordert und werden in den nächsten Tagen an Kindertagesstätten und Schulen verteilt. Anschauliche Hilfestellung in Sachen Kinderrechte für Kinder, aber auch für die Pädagogen, die sie anleiten, liefert außerdem die ZDF-Broschüre „Die Rechte der Kinder – von logo einfach erklärt“. In dem von Familienministerium geförderten Heft werden die Rechte der Kinder altersgerecht und in einfacher Sprache erklärt.

In den vergangenen Monaten seien gerade die Kinder oft Leidtragende der Einschränkungen des Alltag gewesen. Deshalb sei es zum Weltkindertag wichtig, jedem Kind eine hör- und ,sichtbare´ Stimme zu geben und hinzuhören, was sie zusagen haben, hieß es im Pressegespräch. Und in Werne will sich Bürgermeister Lothar Christ anschließend genau anhören, was die Kinder zu sagen haben. „Die Kinder wissen, er ist der Chef der Stadt“, erklärte Dagmar Reuter, dass die Vorschläge, Gedanken und Assoziationen der Kinder zu ihren Rechten gefragt sind.

So funktioniert der Streetart-Wettbewerb: 1. Es wird Straßen-Kreide zum Malen an eure Kitas & Schulen verteilt. 2. Ihr überlegt, was ihr euch für Werne wünscht. 3. Diese Ideen malt ihr bis zum 25. September mit euren Lehrerinnen oder Erzieherinnen draußen auf. 4. Fotografiert eure Kunstwerke und schickt die Fotos bis zum 25. September an: jugendverwaltung@werne.de. Wichtige Angaben, die in der Mail stehen sollte: Name der Einrichtung, Klasse/Gruppe, Name des Ansprechpartners und die Telefonnummer. Auf den Fotos dürfen aus Datenschutzgründen keine Kinder zu sehen sein. 6. Ihr könnt tolle Preise gewinnen. Die Klassen/Gruppen mit den besten Ideen werden vom Bürgermeister eingeladen, um ihre Wünsche vorzutragen.

Zum Hintergrund erläutert das Jugendamt: Die UN-Konvention wurde vor 31 Jahren beschlossen. Deutschland hat sie 1992 ratifiziert und sich verpflichtet sie umzusetzen. UNICEF und Deutsches Kinderhilfswerk unterstreichen damit die Forderung, dass alle Kinder ihre Rechte kennen müssen, dass sie gehört und stärker beteiligt werden müssen. Die zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen zum Weltkindertag, die in ganz Deutschland stattfinden, rücken deshalb die Lage der Kinder auf der Welt und in Deutschland in den Mittelpunkt.

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