Ulrich Grimpe, hier an der Domorgel, freut sich auf den Orgeltag Westfalen im kommenden Jahr. Foto: Bernd Heumüller
Ulrich Grimpe, hier an der Domorgel, freut sich auf den Orgeltag Westfalen im kommenden Jahr. Foto: Bernd Heumüller
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Werne/Bistum Münster (pbm/acl). Sie trägt den Titel „Königin der Instrumente“: Die Orgel ist für viele Hörerinnen und Hörer faszinierend und fremd zugleich. Häufig entfernt auf einer für Kirchenbesucher unerreichbaren Orgelempore kann sie mal aufbrausend, mal sanft erklingen. Doch was verbirgt sich hinter der oft schmuckvollen Fassade? Und wer kann der Orgel Töne entlocken und damit Gottesdienste musikalisch gestalten? All das wird beim Orgeltag Westfalen beantwortet, der am Sonntag, 13. Juni 2021, zum zweiten Mal stattfindet. 2018 hatte die Evangelische Kirche von Westfalen den Tag ins Leben gerufen, im kommenden Jahr wird er erstmals in ökumenischer Zusammenarbeit mit den (Erz-)Bistümern Essen, Münster und Paderborn veranstaltet.

Gesucht werden Pfarreien, Kirchenmusikerinnen und -musiker, die sich beteiligen und ihre Orgel der Öffentlichkeit vorstellen. Ob Orgelkonzerte, Orgelführungen für Kinder und Erwachsene, ein Probekurs an einer Orgel oder ein Gemeindefest mit Orgelschwerpunkt – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Vom historischen Kleinod in einer Dorfkapelle bis hin zur computergesteuerten Spielanlage einer Großorgel soll die gesamte Bandbreie an Instrumenten vorgeführt werden.

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Ulrich Grimpe, Leiter des Referats Kirchenmusik im Bischöflichen Generalvikariat in Münster, ruft zum Mitmachen am 13. Juni auf: „Lassen Sie uns gemeinsam die Orgel für einen Tag in den Mittelpunkt stellen. Die ‚Königin der Instrumente‘ ist faszinierend und wird es immer bleiben.“

Im Bistum Münster sind bereits die ersten Veranstaltungen zum Orgeltag Westfalen in Vorbereitung: So bietet Thorsten Maus, Regionalkantor für das Kreisdekanat Recklinghausen, in Datteln, St. Amandus einen Workshop zum Orgelbüchlein von Johann Sebastian Bach an. Ab 14 Uhr ist ein Einführungsvortrag geplant mit anschließender Erarbeitung von Choralvorspielen an der Klais-Orgel. Die Teilnehmenden erlernen unter der Leitung von Maus die Phrasierung und Artikulation der Choralvorspiele, die Gestaltung der Liedzeilen, rhetorische Figuren und erhalten Anregungen für die klangliche Umsetzung. Die Teilnahme ist aktiv und passiv möglich. Um 18 Uhr beginnt ein Orgelkonzert mit Thorsten Maus. Informationen und Anmeldung sind bei Thorsten Maus möglich, E-Mail maus-t@bistum-muenster.de.

In Ahaus, St. Mariä Himmelfahrt bietet Jan Willem Docter an, die neue Fleiter-Orgel auszuprobieren. Nach Begrüßung und Präsentation der Orgel erhalten drei Organistinnen / Organisten pro Stunde die Möglichkeit, die Orgel selbst zu spielen, Literatur vorzutragen, zu improvisieren oder mit den Anwesenden Gesänge anzustimmen. Abends ist ein Orgelkonzert mit Docter geplant.

In Bocholt trifft der Orgeltag Westfalen auf die „Bocholter Orgeltage“, die regelmäßig im Juni stattfinden. In diesem Rahmen sind zunächst eine Orgelwanderung (Besichtigung und kleine Konzerte auf den Orgeln der drei Innenstadtkirchen) und voraussichtlich eine „lange Orgelnacht“ mit Konzerten und kulinarischer Pause in der St.-Georg-Kirche geplant. Weitere Informationen und Anmeldung zu den beiden Veranstaltungen sind möglich bei Regionalkantor Werner Hespe, E-Mail hespe@bistum-muenster.de.

Die Pfarreien können ihre Veranstaltung im Internet auf www.orgeltag-westfalen.de anmelden. Dort werden alle Veranstaltungen gesammelt und anschließend gebündelt in einer Broschüre veröffentlicht und zentral beworben. Zugleich werden auch Vorlagen für die eigene Plakatierung der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

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