Thorsten Maß (rechts) und Gunar Krause stellten das Konzept für den Adventsmarkt auf der Freilichtbühne in Zeiten der Pandemie vor. Foto: Alexandra Prokofev
Thorsten Maß (rechts) und Gunar Krause stellten das Konzept für den Adventsmarkt auf der Freilichtbühne in Zeiten der Pandemie vor. Foto: Alexandra Prokofev
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Werne. Die Entscheidung fiel den Mitgliedern der Freilichtbühne nicht leicht. Doch der traditionelle Adventsmarkt soll auch in diesem Jahr am 28. und 29. November von 12 bis 20.30 Uhr stattfinden – mit verändertem Programm. „Wir wollen den Leuten was anbieten, ein bisschen weihnachtliche Stimmung in dieser schweren Zeit“, sagt Thorsten Maß, Vorsitzender des Förderkreises der Freilichtbühne.

Und das mit Sicherheit: Die Besucher können sich für verschiedene Zeitfenster je zwei Stunden anmelden. Ohne eine Anmeldung ist der Eintritt nicht möglich. Erwachsene müssen drei Euro Eintritt zahlen, Kinder bis 14 Jahren zahlen zwei Euro. „Wir können die Tickets nicht umsonst anbieten, damit sich nicht Leute anmelden, die dann doch nicht kommen“, erklärt Maß. Karten gibt es auf der Internetseite der Freilichtbühne (www.freilichtbühne-werne.de). Im Notfall können auch Karten am Kassenhäuschen erworben werden. „Wir bitten die Besucher aber, sich online anzumelden. Dann können die Kontaktdaten sofort erfasst werden“, sagt Gunar Krause vom Förderkreis. Auf dem gesamten Gelände gilt Maskenpflicht und auch die Abstandsregeln müssen eingehalten werden.

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Der Adventsmarkt hat seit 22 Jahren Tradition und ist für die Freilichtbühne eine wichtige Einnahmequelle. „Außerdem können die Mitglieder wieder tätig werden, die sind schon eingerostet“, so Krause. Über 50 Mitglieder sind an der Planung und Gestaltung beteiligt. Auch die eingeladenen Handwerker und Händler seien froh, nach der Pandemiepause wieder aktiv werden zu können. Ein Drechsler, eine Glasbläserin, ein Buchbinder und ein Schmied werden, wie in den Vorjahren, ihr Handwerk präsentieren. Zahlreiche handgemachte Schmuck- und Kunstartikel werden wieder ausgestellt. Die Stände sollen im System einer Einbahnstraße aufgebaut werden.

Auf die Puppenspielerin und das Weihnachtscafé müssen die Besucher in diesem Jahr verzichten. Auch der Jugendraum, in dem Kinder in den letzten Jahren betreut wurden, muss entfallen. Denn Veranstaltungen in geschlossenen Räumen seien in diesem Jahr unmöglich. „Wir versuchen aber einige dieser Stände in einen Außenbereich zu übertragen“, so Maß. Trotz Maskenpflicht müssen die Besucher nicht aufs Schlemmen verzichten: In einem speziellen Verzehrbereich darf die Maske abgenommen und gemütlich ein Glühwein getrunken werden.

Obwohl das Hygienekonzept steht, kann eine Absage der Veranstaltung nicht ausgeschlossen werden. „Man weiß nicht, wie sich die Pandemie entwickelt. Vor kurzem durfte man noch in Zehnergruppen rumlaufen, heute nur maximal zu fünft“, schildert Maß. Auch die maximale Anzahl an Besuchern kann noch nicht festgelegt werden. Die Veranstalter peilen vorerst 300 Besucher pro Zeitfenster ein. Im Falle einer Absage erhalten die Besucher das Geld für Ihre Tickets, minus einer Bearbeitungsgebühr, erstattet. Doch die Veranstalter sind zuversichtlich. „Wir machen doch keinen Bruch nach 22 Jahren“, ist sich Krause sicher.

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