Donnerstag, August 11, 2022

Verkehrs-Statistik: Weniger Unfälle und mehr Verkehrstote im Kreis

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Kreis Unna/Werne. Die Kreis­po­li­zei hat zum Wochen­start die Ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik für das abge­lau­fe­ne Jahr ver­öf­fent­licht. Die Gesamt­un­fall­zahl ist dem­nach gesun­ken, die Zahl der Ver­kehrs­to­ten aber lei­der gestiegen.

„Wir haben zwar eine leich­te Ten­denz, dass die Zah­len nach unten gegan­gen sind, aber mei­ner Mei­nung nach sind die Zah­len noch immer zu hoch“, sag­te Land­rat und Behör­den­lei­ter Mario Löhr bei der Vor­stel­lung der Zah­len. Beson­ders bedau­er­te Löhr, dass die Anzahl der Ver­kehrs­to­ten um sechs Per­so­nen auf ins­ge­samt acht Men­schen – drei Senio­ren und fünf Erwach­se­ne – gestie­gen ist.

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„Das zeigt mir umso mehr, dass das The­ma Prä­ven­ti­on ein sehr wich­ti­ges ist“, so Löhr. Der Ver­kehrs­un­fall, bei dem im Jahr 2021 ein Mensch sein Leben ver­lor, ereig­ne­te sich am 3. Dezem­ber an der Fritz-Huse­mann-Stra­ße/Au­gust-Bebel-Stra­ße. Dort starb ein 31-jäh­ri­ger Berg­ka­mener, drei Men­schen wur­den teils schwer verletzt.

Poli­zei­ober­rat Ste­phan Wer­ning stell­te die Zah­len im Detail vor. Dem­nach ging die Zahl der Ver­kehrs­un­fäl­le im Kreis­ge­biet um 279 auf eine Gesamt­zahl von 7.225 zurück. Die Zahl der Schwer­ver­letz­ten lag bei 128. „Das ist ein erfreu­li­cher Tief­stand“, kom­men­tier­te der Lei­ter der Direk­ti­on Ver­kehr. 2020 hat­te die­se Zahl noch bei 136 gelegen.

Wer­ning merk­te beim Blick auf die Zah­len an, dass es sich bei 2021 um ein wei­te­res Jahr gehan­delt habe, das unter dem Ein­fluss der Coro­na-Pan­de­mie stand. „Auch wenn der Lock­down des Jah­res 2020 ein­ma­lig war, gal­ten bis Mai 2021 die Ein­schrän­kun­gen des zwei­ten Lock­downs, der eben­falls deut­li­che Aus­wir­kun­gen auf das Mobi­li­täts­ge­sche­hen und damit auf die Anzahl der Ver­kehrs­be­we­gun­gen hatte.“

Alle 73 Minu­ten ein Verkehrsunfall

Ins­ge­samt sind die Ver­än­de­run­gen in der Sta­tis­tik gering. Die Anzahl der Ver­un­glück­ten im Kreis ist von 872 auf 874 leicht gestie­gen, eben­so ist die Zahl der Leicht­ver­letz­ten von 734 auf 738 ange­wach­sen. Die Behör­de hat über­dies wie­der eine soge­nann­te Unfall­uhr erstellt. Dem­nach nahm die Poli­zei alle 73 Minu­ten einen Ver­kehrs­un­fall auf. Alle zehn Stun­den wur­de ein Mensch ver­letzt. Die­se Form der Sta­tis­tik zeigt eben­so, dass alle 62 Stun­den ein Seni­or zu Scha­den kann, alle drei Tage ein jun­ger Verkehrsteilnehmer.

61 Kin­der sind auf den Stra­ßen im Kreis­ge­biet ver­un­glückt. Das ist ein Rück­gang um 7,6 Pro­zent. Wenn Kin­der am Stra­ßen­ver­kehr teil­nah­men, weist die Sta­tis­tik eben­falls eine posi­ti­ve Ent­wick­lung auf. 2021 wur­den 25 Kin­der auf ihrem Fahr­rad im Stra­ßen­ver­kehr ver­letzt – ein Minus von knapp 29 Prozent.

Spä­ter lesen Sie bei WERN­Eplus noch mehr zur Sta­tis­tik. Dabei geht es auch um die Ver­kehrs­un­fall­ent­wick­lung in Werne.

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