Freitag, Oktober 7, 2022

Umbau Hornecenter: Rossmann und Kuhbar öffnen weiter

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Wer­ne. Der Dro­ge­rie­markt Ross­mann und die Kuh­bar wer­den auch wäh­rend des geplan­ten Umbaus des Hor­ne­cen­ters in Wer­ne geöff­net blei­ben. Das teil­te Wirt­schafts­för­de­rer Mat­thi­as Stil­ler am Diens­tag, 6. Sep­tem­ber 2022, im Aus­schuss für Stadt­ent­wick­lung, Pla­nung und Wirt­schafts­för­de­rung mit. 

Die FDP-Frak­ti­on hat­te mit Blick auf die unmit­tel­bar bevor­ste­hen­de Schlie­ßung des Nah­ver­sor­gungs­zen­trums nach­ge­fragt, wel­che Fol­gen dies für den Ein­zel­han­del und die Nah­ver­sor­gung in der Innen­stadt haben werde.

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„Was geschieht, wenn so ein Men­schen­ma­gnet weg­fällt“, hak­te der Libe­ra­le Bene­dikt Lan­ge nach, ob die Nah­ver­sor­gung wei­ter­hin gesi­chert sei. „Kann man den Han­del unter­stüt­zen?“, ergänz­te er.

Wie berich­tet, soll sich das Hor­ne­cen­ter in die „Wer­ne City Mall“ ver­wan­deln. Die Fer­tig­stel­lung der Umbau­maß­nah­men sei Anfang 2024 vor­ge­se­hen, hat­te der Pres­se­spre­cher der Core­sta­te Capi­tal Group, Tho­mas Frit­sche, gegen­über WERN­Eplus ein­ge­schätzt. Das Unter­neh­men ist nicht Besit­zer des Hor­ne­cen­ters, son­dern ver­wal­tet als ver­ant­wort­li­cher Asset-Mana­ger das Objekt.

„Eine Moder­ni­sie­rung nach 20 Jah­ren ist nor­mal“, ord­ne­te Mat­thi­as Stil­ler in der Sit­zung zunächst ein und gab eine leich­te Ent­war­nung zur Dau­er des Umbaus. „Es wird nicht bis 2024 dau­ern“, signa­li­sier­te er. Ein Bau­an­trag lie­ge aber noch nicht vor, schränk­te er ein.

Petra Göbel, Abtei­lungs­lei­te­rin Bau­ord­nung /Denkmalpflege, sag­te eben­falls eine kür­ze­re Pha­se vor­aus. „Das ist kein Hexen­werk, die Geneh­mi­gungs­pha­se ist kür­zer als ange­nom­men“, sag­te sie zum Nor­mal­fall. Zwar habe man noch kei­nen Bau­an­trag, Gesprä­che hät­ten aber bereits statt­ge­fun­den”, bestä­tig­te sie.

Die Laden­be­trei­ber aus dem Hor­ne­cen­ter, denen gekün­digt wor­den war, sind inzwi­schen in ande­re Geschäfts­lo­ka­le umge­zo­gen. Das sei ein posi­ti­ver Effekt für die Wer­ner Innen­stadt, resü­mier­te Mat­thi­as Stil­ler. Freie Laden­lo­ka­le in bezugs­fä­hi­gem Zustand sei­en aktu­ell kaum mehr vorhanden.

Mög­lich­kei­ten, die Händ­ler der Innen­stadt sei­tens des Stadt­mar­ke­tings zu unter­stüt­zen, sieht man in der Ver­wal­tung indes kaum. Das Ver­an­stal­tungs­pro­gramm sei so voll, mehr kön­ne man da nicht machen, hieß es.

Die Befürch­tung, dass wäh­rend der Schlie­ßung die Nah­ver­sor­gung nicht aus­rei­chend sei, zer­streu­te Gabrie­le Stol­brink (Bau­leit­pla­nung). Da gebe es aus­rei­chend Alter­na­ti­ven, sag­te sie zu ande­ren Stand­or­ten. Deren Erreich­bar­keit mit dem ÖPNV sei nicht so gut wie in direk­ter Nach­bar­schaft zum Bus­bahn­hof, räum­te Dezer­nent Ralf Bül­te ein.

Bei der Fra­ge von Lin­ken-Poli­ti­ker Andre­as Schüt­te, was wäh­rend des Umbaus mit dem Park­haus sei, muss­te Mat­thi­as Stil­ler pas­sen. „Wir haben kei­ne Anga­ben dazu“, sag­te er. Ross­mann brau­che aber auch Park­plät­ze, gab er zu bedenken.

Die FDP-Nach­fra­ge nach dem Stand des geplan­ten Ede­ka-Stand­orts am Bahn­hof beant­wor­te­te Bül­te. Hier sei­en über­ge­ord­ne­te Behör­den zustän­dig. Der Ball lie­ge beim Projektentwickler.

Grund­sätz­li­ches zur Kün­di­gung der Unter­mie­ter des Hor­ne­cen­ters sprach Adel­heid Hau­s­chopp-Fran­ke (SPD) an. Sie kri­ti­sier­te den Umgang mit den Mie­tern scharf. „Ver­su­che, den Inha­ber zu spre­chen, sind ins Lee­re gelau­fen, das ist kei­ne Art“, sag­te sie. Auch, dass noch kein Bau­an­trag ein­ge­gan­gen ist, stieß bei ihr auf Unver­ständ­nis. Seit 2015 habe man einen Kauf­kraft­ab­fluss in die Nach­bar­städ­te zu ver­zeich­nen, da gehe es um grund­sätz­li­che Din­ge. Der Kauf­kraft­ver­lust wer­de dra­ma­tisch sein, befürch­te­te sie. „Für die Bür­ger ist das nicht akzeptabel.“

Übri­gens: Rewe Sym­al­la hat sich mit einem gro­ßen Trans­pa­rent bei der Kund­schaft bedankt und ver­ab­schie­det. Am kom­men­den Sams­tag (10. Sep­tem­ber) öff­net das Lebens­mit­tel­ge­schäft dann ein letz­tes Mal in Wer­ne. Ab Don­ners­tag (8. Sep­tem­ber) lockt zudem eine Rabatt­ak­ti­on in den Markt. 

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