Donnerstag, August 11, 2022

Marktserie: Frisches Obst und Gemüse von Hubracht

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Wer­ne. Hät­ten Susan­ne und Micha­el Hub­racht sowie ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen Schritt­zäh­ler an den Füßen, kämen an ihrem Obst- und Gemü­se­stand auf dem Wer­ner Wochen­markt jeden Diens­tag und Frei­tag­vor­mit­tag wohl eini­ge Kilo­me­ter zusammen.

Denn von Roma­nes­co, Rüb­chen und Rha­bar­ber auf der einen Sei­te ist es – vor­bei an Spar­gel, Salat, Toma­ten oder Stiel­mus – bis hin zu den Erd­bee­ren, Äpfeln und Bir­nen auf der ande­ren eine ganz ordent­li­che Stre­cke. Dazwi­schen fin­den die Kun­den eine rie­si­ge Aus­wahl an Gemü­se- und Obst­sor­ten für den abwechs­lungs­rei­chen Speisezettel.

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„Unser Markt­tag beginnt um 1.30 Uhr“, schil­dert Micha­el Hub­racht die Zeit der unsicht­ba­ren Vor­be­rei­tun­gen, die nötig sind, bevor alles gut sor­tiert und prä­sen­tiert für die Kund­schaft bereit ist. Pro­duk­te aus regio­na­lem Anbau Ein gro­ßer Teil der Waren auf den Ver­kaufs­ti­schen stammt von Pro­du­zen­ten aus der Regi­on. „Wir haben Spar­gel und Erd­bee­ren aus Telg­te, Pflau­men aus Bönen und die Äpfel kom­men aus dem Alten Land“, berich­tet Micha­el Hub­racht im Gespräch mit WERNEplus.

Er ver­traut auf Obst- und Gemü­se­an­bau­er, mit denen er teils schon lang­jäh­ri­ge Geschäfts­be­zie­hun­gen pflegt. Dort suche er die Ware, die er mor­gens in aller Frü­he abholt, selbst aus, erklärt Hub­racht. Nicht nur die hohen Richt­li­ni­en für den regio­na­len Anbau, auch die kur­zen Wege sor­gen so für gute Qua­li­tät, Fri­sche und Halt­bar­keit der Lebens­mit­tel. „Dar­auf legen wir gro­ßen Wert“, weiß Hub­racht, dass er damit auch die Ansprü­che der Kund­schaft erfüllt.

Doch nicht nur „nahe­lie­gen­de“ Pro­duk­te, auch nicht-hei­mi­sche sind gefragt. Die habe man selbst­ver­ständ­lich auch im Sor­ti­ment. Und Sai­son­ge­mü­se wie Spar­gel sei bei­spiels­wei­se auch mal zum Weih­nachts­es­sen begehrt, dann müs­se man auf län­ge­re Lie­fer­we­ge zurückgreifen

Trend zum Sel­ber kochen

Die bei­den Coro­na-Jah­re hät­ten da zusätz­lich das Bewusst­sein geschärft, beob­ach­tet er gera­de auch bei jun­gen Leu­ten den Trend, sorg­fäl­tig aus­zu­wäh­len, was auf den Tisch kommt. Weil auch die Gas­tro­no­mien lan­ge geschlos­sen waren, sei­en vie­le dazu über­ge­gan­gen, sel­ber zu kochen, beob­ach­tet der erfah­re­ne Markt­händ­ler. Mit Rezept­vor­schlä­gen auf der Inter­net­sei­te lie­fert Susan­ne Hub­racht ger­ne auch Anre­gun­gen, die die Kunden/innen selbst aus­pro­bie­ren kön­nen. Hin­ter­her hei­ße es oft: „Hat gut geschmeckt.“

Ältes­tes Markt­ge­schäft in Werne

Auf dem Wer­ner Wochen­markt ist die Fir­ma Hub­racht inzwi­schen das ältes­te Markt­ge­schäft. Seit 1926 ist man auf dem Platz vor dem Alten Rat­haus ver­tre­ten, erzählt Micha­el Hub­racht von sei­nem Groß­va­ter Wil­helm, der den Markt­ver­kauf von Obst und Gemü­se zunächst mit einem klei­nen Hand­kar­ren begrün­de­te. 1963 über­nahm sein Vater Wil­helm und beschick­te neben Wer­ne auch Märk­te in Berg­ka­men, Bönen und Her­rin­gen. Seit 1995 sind Micha­el und Susan­ne Hub­racht auf dem Wer­ner Markt zur Stel­le und haben das Sor­ti­ment kon­ti­nu­ier­lich aus­ge­baut. Rund 100 Arti­kel umfasst die Pro­dukt­pa­let­te an Obst- und Gemü­se­sor­ten, die Hub­racht mit lau­ter Stim­me „unter die Leu­te bringt“. Dabei kommt auf bei­den Sei­ten des Ver­kaufs­stan­des der „Markt-Talk“ nicht zu kurz.

Hof­la­den und Lieferservice

Zum Markt­ge­schäft kam 2007 der Hof­la­den an der Sto­cku­mer Stra­ße hin­zu, der don­ners­tags und frei­tags von 15 bis 18 Uhr und am Sams­tag von 9 bis 12.30 Uhr geöff­net ist. Außer­dem belie­fert Hub­racht Gas­tro­no­mie­be­trie­be mit fri­schem Obst und Gemü­se. Aber auch pri­va­te Kund­schaft, wel­cher der Markt­be­such zu beschwer­lich ist, kön­nen sich jeweils diens­tags, don­ners­tags und sams­tags die tele­fo­nisch bestell­te Ware ins Haus lie­fern las­sen. An der zu Coro­na ins Leben geru­fe­nen Stadt­mar­ke­ting-Akti­on „Wer­ne bringt´s“ betei­ligt er sich.

Apro­pos Stadt­mar­ke­ting: Die Belan­ge der Markt­händ­ler sehen Susan­ne und Micha­el Hub­racht bei Ver­an­stal­tungs­ma­na­ger David Ruschen­baum gut auf­ge­ho­ben. Stand­ort und Atmo­sphä­re des Wer­ner Wochen­markt schätzt der Händ­ler. „Ein schö­ner Markt, es ist von allem noch etwas da“, weist er in die Runde.

Immer frei­tags stellt Ihnen WERN­Eplus die Händler/innen des Wochen­mark­tes vor. Nächs­te Woche: Mari­on van Aart

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