Freitag, Oktober 7, 2022

Krankenhaus-Seelsorge neue Aufgabe für Maria Thiemann

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Wer­ne. Mit dem Titel „Ich bin dann mal weg“, ist im Pfingst-Pfarr­brief der Pfarr­ge­mein­de St. Chris­to­pho­rus der Bericht über den Abschied von Maria Thie­mann als Pas­to­ral­re­fe­ren­tin überschrieben. 

Durch­aus tref­fend wohl, denn für die 56-Jäh­ri­ge war der Weg nach Sant­ia­go schon ein­mal Ziel und soll es bald wie­der ein­mal sein. So will sie sich, wenn Ende Juni auch der letz­te Arbeits­tag in Wer­ne been­det ist, zunächst zusam­men mit ihrem Mann und schließ­lich auch ein Stück allein auf den Jakobs­weg machen, bevor sie am 1. Dezem­ber als Kran­ken­haus-Seel­sor­ge­rin im Lüner Mari­en­hos­pi­tal eine neue Her­aus­for­de­rung anneh­men wird. 

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Vor­her will sie aber Sonn­tag, 19. Juni 2022, um 11.15 Uhr einen Got­tes­dienst zu ihrem Abschied begehen.

Nach 23 Jah­ren in und für die Gemein­de dürf­te die­ser allen Betei­lig­ten schwer­fal­len. Und ihr auch, wie sie am Frei­tag, 17. Juni, gemein­sam mit Dechant Jür­gen Schä­fer in der Dechanei, im Gespräch mit der Pres­se ver­si­cher­te. Die Arbeit hat ihr viel Freu­de gemacht, wird schnell klar, denn vie­le ihrer Initia­ti­ven haben sich zu fes­ten Ange­bo­ten im Gemein­de­le­ben entwickelt.

So dürf­te es in der Gemein­de kaum jeman­den wun­dern, dass die vier Sei­ten im Pfarr­brief kaum genü­gen, um ihr viel­fäl­ti­ges Enga­ge­ment beschrei­ben. Ein Schwer­punkt ihrer Arbeit sei­en die Vor­be­rei­tung der Erst­kom­mu­nio­nen und der Pre­digt­dienst, sag­te sie rück­bli­ckend. Dann waren da aber auch noch die Jugend- und Mess­die­ner­ar­beit, die Feri­en­la­ger, die Grün­dung der Frau­en­grup­pe „After Eight“, das „Run­ning Din­ner“ und vie­les mehr. All das wer­de sie ver­mis­sen, räum­te sie ein.

Pastoralreferentin Maria Thiemann (links) plant zusammen mit den Ehrenamtlichen die beliebte Aktion. Foto: A. Thiemann
Pas­to­ral­re­fe­ren­tin Maria Thie­mann (links) plan­te zusam­men mit den Ehren­amt­li­chen oft das Run­ning Din­ner. Foto: A. Thiemann

Ein wich­ti­ger Teil ihrer pas­to­ra­len Tätig­keit war für Maria Thie­mann ins­be­son­de­re der Beer­di­gungs­dienst, den sie zehn Jah­re lang aus­üb­te. Als ers­te Frau im Übri­gen, berich­te­te sie und ergänzt: „Das war eine sehr inten­si­ve Zeit.“ Thie­mann, die 2011 den Mas­ter­stu­di­en­gang im Bereich Ehe‑, Fami­li­en- und Lebens­be­ra­tung absol­vier­te, hat­te damals zusätz­lich zu ihrer hal­ben Stel­le und mit einem Anteil von acht Stun­den ihre Arbeit in der Bera­tungs­stel­le in Lünen aufgenommen.

Immer neue Ver­än­de­run­gen hät­ten das Gemein­de­le­ben in den ver­gan­ge­ne 23 Jah­ren geprägt, nann­te sie vor allem die Fusio­nen der ehe­mals fünf Kir­chen­ge­mein­den in Wer­ne und Sto­ckum. „Das Bild unse­rer Kir­che hat sich mas­siv ver­än­dert. Der sexu­el­le Miss­brauch von Pries­tern hat unse­rer Kir­che in ihren Grund­fes­ten erschüt­tert und mich auch! (…) Längst über­fäl­li­ge Refor­men in unse­rer Kir­che sind not­wen­dig – auch bei uns vor Ort. Die Frau­en­fra­ge muss sich end­lich wei­ter­ent­wi­ckeln“, schreibt Thiemann.

Auf ihre neue Tätig­keit als Kran­ken­haus-Seel­sor­ge­rin freut sie sich. Jür­gen Schä­fer indes, lässt die Thie­mann nur ungern gehen. „Zuerst war ich scho­ckiert“, gab er zu. Gleich­zei­tig habe er aber auch gewusst, „das passt“, ist er von Thie­manns Eig­nung über­zeugt. Als neu­en Pas­to­ral­re­fe­rent kün­dig­te er Mar­tin Grü­nert an, der eine vol­le Stel­le im Diens­te der Gemein­de zum 1. Okto­ber antre­ten wird.

Mit dem Got­tes­dienst am Sonn­tag möch­te sich Maria Thie­mann ver­ab­schie­den: „Ich dan­ke Euch und Ihnen allen, die sich hier vor Ort ein­brin­gen und mit denen ich ger­ne zusam­men gelacht, geglaubt, geplant, gefei­ert, gebe­tet und geteilt habe.“

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