Sonntag, April 2, 2023

Wegen Corona: FLVW bricht die Fußballsaison 2020/21 ab

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Wer­ne. Der Fuß­ball- und Leicht­ath­le­tik­ver­band West­fa­len (FLVW) hat soeben die der­zeit wegen der Coro­na-Pan­de­mie unter­bro­che­ne Sai­son 2020/21 annul­liert. Die Spiel­zeit bis Ende Juni 2021 zum Abschluss zu brin­gen, sei ange­sichts der Umstän­de nicht mehr erreich­bar, heißt es. Auf- und Abstei­ger wer­de es nicht geben, die abge­bro­che­ne Sai­son 2021/22 neu gestartet.

Der Wort­laut der Pressemitteilung

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Der Fuß­ball- und Leicht­ath­le­tik-Ver­band West­fa­len (FLVW) wird die aktu­el­le Spiel­zeit 2020/21 ohne Wer­tung been­den. Dies betrifft sowohl die lau­fen­den Meis­ter­schafts­wett­be­wer­be der Män­ner und Frau­en inklu­si­ve des Ü‑Bereichs und Fut­sal-Liga­spiel­be­triebs als auch die der Jugend. Dar­auf ver­stän­dig­ten sich das FLVW-Prä­si­di­um und die spiel­lei­ten­den Stel­len des Ver­bands-Fuß­ball-Aus­schus­ses (VFA) und des Ver­bands-Jugend-Aus­schus­ses (VJA). Die Vor­sit­zen­den der 29 FLVW-Krei­se bekräf­tig­ten am Sams­tag im Rah­men der tur­nus­ge­mäß Stän­di­gen Kon­fe­renz eben­falls, sich dem Vor­ge­hen des Ver­ban­des anschlie­ßen zu wol­len und ent­spre­chen­de for­ma­le Schrit­te ein­zu­lei­ten. Die Vor­sit­zen­den der Kreis-Jugend-Aus­schüs­se (KJA) stimm­ten dem gemein­sa­men Vor­ge­hen am Sonn­tag in einer kurz­fris­tig ein­be­ru­fe­nen vir­tu­el­len Kon­fe­renz des Jugend­bei­rats zu.

Da die für eine sport­li­che Wer­tung erfor­der­li­che Anzahl an Spie­len nicht mehr erreicht wer­den kann, wird die Spiel­zeit annul­liert. Das heißt, es gibt weder Meis­ter noch Auf- und Abstei­ger. Gemäß der vor der Sai­son geän­der­ten Spiel­ord­nung bezie­hungs­wei­se Jugend­spiel­ord­nung des West­deut­schen Fuß­ball­ver­ban­des (WDFV) hät­ten min­des­tens 50 Pro­zent der Spie­le einer Staf­fel aus­ge­tra­gen wer­den müs­sen, um eine Wer­tung des Wett­be­werbs zu erreichen.

„Spä­tes­tens jetzt ist der Zeit­punkt gekom­men, an dem wir einen Schluss­strich zie­hen müs­sen. Ange­sichts der bun­des­wei­ten Not­brem­sen-Rege­lung sowie wei­ter stark stei­gen­den Infek­ti­ons- und Inzi­denz­zah­len ist ein rea­lis­ti­scher Zeit­punkt für die flä­chen­de­cken­de Wie­der­auf­nah­me des Spiel­be­trie­bes nicht abseh­bar. Nach einer Ein­zel­be­trach­tung der jewei­li­gen Staf­feln ist es unter Berück­sich­ti­gung einer ange­mes­se­nen Vor­be­rei­tungs­zeit auch rech­ne­risch nicht mehr mög­lich, die für eine Wer­tung erfor­der­li­che Anzahl an Par­tien zu errei­chen”, erklärt der für den Ama­teur­fuß­ball ver­ant­wort­li­che FLVW-Vize­prä­si­dent Man­fred Schnie­ders, der zusam­men mit dem VFA die Staf­feln der über­kreis­li­chen Spiel­klas­sen (Bezirks­li­ga bis Ober­li­ga West­fa­len) ein­zeln aus­ge­wer­tet hat.

Auch im Jugend­fuß­ball ist eine Sai­son­fort­füh­rung nach einer inten­si­ven Ein­zel­be­trach­tung der Staf­feln und unter Ein­be­zie­hung der pan­de­mi­schen Lage nach Ansicht des Ver­bands-Jugend-Aus­schus­ses (VJA) aus­ge­schlos­sen. „Wir hof­fen zunächst auf einen ein­heit­li­chen Rah­men, der unse­ren Kin­dern und Jugend­li­chen zu Bewe­gung an der fri­schen Luft ver­hilft und einen geord­ne­ten Trai­nings­be­trieb ermög­licht”, legen Hol­ger Bel­ling­hoff (FLVW-Vize­prä­si­dent Jugend) und der VJA den Fokus auf die Gesund­heit der jüngs­ten Mitglieder.

Prä­si­dent Gun­dolf Wala­schew­ski sagt: „Uns und vor allem den Ver­ei­nen – das haben zahl­rei­che Gesprä­che und Nach­rich­ten gezeigt – ist das viel­zi­tier­te Ende mit Schre­cken weit­aus lie­ber, als sich Woche für Woche ver­trös­ten zu las­sen und an den letz­ten Stroh­halm einer Sai­son­fort­füh­rung zu klam­mern. Mir tut es vor allem für die­je­ni­gen Mann­schaf­ten leid, die gut in die Sai­son gestar­tet sind und womög­lich auf einen Auf­stieg gehofft hatten”.

Nor­bert Kre­vert, Vor­sit­zen­der des FLVW-Krei­ses Müns­ter, ergänzt: „Wir haben in unse­rem Kreis vor der Sai­son die Staf­fel­grö­ßen redu­ziert. Lei­der müs­sen wir fest­stel­len, dass auch in die­sen klei­nen Staf­feln eine Wer­tung der Spiel­zeit aus­sichts­los erscheint. Da wir die Sai­son nicht auf Bie­gen und Bre­chen durch­drü­cken möch­ten, wer­den wir uns dem Vor­ge­hen des Ver­ban­des anschließen.”

Noch offen ist die Ent­schei­dung bei den Pokal­wett­be­wer­ben der Män­ner (Krom­ba­cher West­fa­len­po­kal) und Frau­en auf FLVW-Ebe­ne. Die Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der spiel­lei­ten­den Stel­len füh­ren in den nächs­ten Tagen Gesprä­che mit allen betei­lig­ten Ver­ei­nen. Ziel bleibt es, west­fä­li­sche Teil­neh­mer für den DFB-Pokal der Frau­en und Män­ner zu melden.

Reak­tio­nen aus den Wer­ner Fußballvereinen

Lars Mül­ler, Trai­ner des Lan­des­li­gis­ten Wer­ner SC: „Das schockt uns jetzt nicht, weil wir alle damit gerech­net haben. Es ist scha­de und trau­rig, weil wir ger­ne gespielt hät­ten. Den­noch sehen wir es ent­spann­ter als viel­leicht Ver­ei­ne, die gro­ße Zie­le hat­ten und nun ein Jahr ver­lo­ren haben. Ich den­ke dabei an die IG Bönen.”

Tho­mas Over­mann, Fuß­ball­chef des Wer­ner SC 2000: „Es war die rich­ti­ge Ent­schei­dung. Die Gesund­heit steht an ers­ter Stel­le ohne wenn und aber. Sport­lich natür­lich scha­de, da wir schon die letz­ten zwei Spiel­zei­ten einen super Lauf hat­ten. Von ins­ge­samt 23 Spiel­ta­gen in bei­den Spiel­zei­ten waren wir 15 Spiel­ta­ge auf Platz 1. Dann ver­su­chen wir es halt in der nächs­ten Sai­son, wie­der oben mitzuspielen.”

Rai­ner Fie­big, Sport­li­cher Lei­ter von Ein­tracht Wer­ne: „Die Ent­schei­dung war zu erwar­ten und nur eine Fra­ge der Zeit, da die Sai­son zeit­lich gar nicht mehr zuen­de gespielt wer­den kann. Wir bekom­men die Infek­ti­ons­zah­len so schnell gar nicht her­un­ter, dann müss­te es noch eine drei­wö­chi­ge Vor­be­rei­tungs­zeit geben, um Ver­let­zun­gen zu ver­mei­den. Wir wären schon zufrie­den, wenn die neue Spiel­zeit 2021/22 pünkt­lich star­ten könnte.”

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