Donnerstag, September 29, 2022

Sportlegende Hansi Schmitt feiert seinen 95. Geburtstag

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Wer­ne. Eine Sport-Legen­de wird 95! Hans Schmitt, ehe­ma­li­ger Top-Tur­ner und „Urge­stein“ des TV Wer­ne, fei­ert heu­te (24. März) sei­nen 95. Geburts­tag im klei­nen fami­liä­ren Kreis. Die lang­jäh­ri­gen Weg­ge­fähr­ten, Die­ter Torz und Rai­ner Schulz, gra­tu­lier­ten per­sön­lich. Kurz nach dem 2. Welt­krieg trat Schmitt dem TV Wer­ne bei und schwang sich zu einem der bes­ten Kunst­tur­ner im Müns­ter­land auf.

Doch nicht nur am Reck, Bar­ren oder Pferd fand Hans Schmitt sein Glück. Bei einem Turn­fest lern­te der gebür­ti­ge Rün­ther auch sei­ne Ehe­frau Eri­ka ken­nen. Das Paar ist seit 68 Jah­ren ver­hei­ra­tet, hat Toch­ter Kor­ne­lia und Enkel­sohn Timm. Für den rast- und ruhe­lo­sen Schmitt ein wah­rer Segen, teil­te sei­ne Frau doch sei­ne unge­bro­che­ne Sport­lei­den­schaft. „Egal ob Ten­nis, Rad­fah­ren, Ski­fah­ren, Schwim­men oder Tur­nen – wir waren immer zusam­men. Das hat uns glück­lich gemacht”, sagt Ehe­frau Eri­ka am Ehren­tag ihres Mannes.

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Doch damit nicht genug. Noch bis zu sei­nem 91. Lebens­jahr lei­te­te „Han­si“ Schmitt jeden Mitt­woch in der Fami­li­en-Bil­dungs­stät­te einen Gym­nas­tik-Kurs, war auch sehr lan­ge im Vor­stand der TV-Turn­ab­tei­lung als Sport­wart enga­giert. Sein Gesund­heits-Geheim­nis? „Nicht ärgern, mit Freu­de den Tag begin­nen, viel Bewe­gung und natür­lich eine tol­le Frau“, ver­rät die Wer­ner Sport­le­gen­de. Auch in der Prell­ball-Mann­schaft und in der TV-Vol­ley­ball­ab­tei­lung, um die sich Schmitt als Grün­dungs­mit­glied ver­dient gemacht hat­te, war er nie­mals wegzudenken.

Hansi Schmitt feiert seinen 95. Geburtstag - natürlich mit Ehefrau Erika und Tochter Kornelia. Foto: Wagner
Han­si Schmitt fei­ert sei­nen 95. Geburts­tag – natür­lich mit Ehe­frau Eri­ka und Toch­ter Kor­ne­lia. Foto: Wagner

Frü­her stand der gelern­te Elek­tro-Aus­bil­der in sei­ner Funk­ti­on als Sport­ab­zei­chen-Obmann der Stadt Wer­ne im Som­mer fast täg­lich auf dem Sport­platz. „Lan­ge­wei­le kam bei uns eigent­lich nie auf“, bringt es Eri­ka Schmitt auf den Punkt. Heu­te läuft der Tag geruh­sa­mer ab, ein Spa­zier­gang ist aber fast immer noch Pflicht.

Ange­fan­gen hat alles 1946 als Tur­ner in der Zechen­turn­hal­le. Unter „Leh­rer“ Erich Lücke ging es mit Schmitts Kar­rie­re steil berg­auf. In den fünf­zi­ger Jah­ren gehör­te er zur Kern­mann­schaft der West­fa­len­rie­ge und reis­te mit sei­nen Freun­den Egon Baur und Frie­del Herr­mann von Turn­fest zu Turn­fest. „Wir haben frü­her hart trai­nie­ren müs­sen, drei Mal in der Woche“, erzählt Schmitt, der viel dem bereits ver­stor­be­nen Erich Lücke zu ver­dan­ken hat: „Er hat uns nach dem Krieg zum Tur­nen ani­miert.“ Von 1948 bis 1997 nahm Schmitt an allen Deut­schen Turn­fes­ten – egal in wel­cher Alters­klas­se – teil. 1973 wur­de er in Stutt­gart sogar Turnfestsieger.

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