Das Sportamt präsentierte im Ausschuss Pläne für einen Outdoor-Sportpark im Lindert, unmittelbar am Beachvolleyballfeld angrenzend. Plan: Stadt Werne
Das Sportamt präsentierte im Ausschuss erneut Pläne für einen Outdoor-Sportpark im Lindert, unmittelbar am Beachvolleyballfeld angrenzend. Plan: Stadt Werne
Anzeige

Werne. Der von der SPD-Fraktion ins Spiel gebrachte Outdoor-Sportpark für Jedermann stand am Dienstag (1. Juni) erneut auf der Tagesordnung im Schul- und Sportausschuss. Finanziert werden soll dieser nun aus einem neuen Fördertopf. Favorisiert wird der Standort im Sportzentrum Lindert.

„Der Lindert verfügt über die nötige Infrastruktur, ideal auch für Freizeitsportler/innen. Im Trend liegt ein Calisthenics-Park. Dieser ist sicher vor Vandalismus und würde einen Kunststoffboden erhalten. Wir kalkulieren mit Kosten in Höhe von 123.000 Euro“, stellte Norbert Hölscher aus dem Sportamt die Planungen vor. Unter Calisthenics versteht man Eigengewichtsübungen – in der Regel an Stangen verschiedener Höhe und Position, welche Barren und Reck nachempfunden sind.

Anzeige

Alternativ habe man auf einem kleineren Areal (zehn mal zehn Meter) am Gradierwerk zwischen Spielplatz und Boulebahn Pläne entwickelt. „Wir erreichen dort ein anderes Publikum: Erholungssuchende, Spaziergänger, Familie. Wir könnten inklusive Sportgeräte aufstellen. Die Kosten belaufen sich auf 45.000 Euro. Wir empfehlen aber, dieser Überlegungen im Rahmen der Spielplatzentwicklungsplanung zu diskutieren“, so Hölscher abschließend zur Standortfrage.

Die Fraktionen entwickelten sehr schnell eine Einigung über den Standort: Im Sportzentrum Lindert soll der Outdoorpark hin. Zum Knackpunkt der Realisierung entwickelt sich aber die Finanzierung.

Denn: Bekanntlich hat die Stadt Werne in der nächsten Runde um Fördermittel aus dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ die Turnhalle an der Stockumer Straße geschickt. Eine Entscheidung steht noch aus. In der nächsten Bewerbungsrunde wollte die Politik dann entscheiden, ob der Outdoor-Sportpark oder ein anderes Projekt Priorität genießen soll. Doch dieser Topf steht nicht mehr zur Verfügung, teilte die Verwaltung mit.

Anvisiert werde nun eine neue Fördermöglichkeit: 500.000 Euro stehen für den gesamten Kreis Unna im Rahmen von „Moderne Sportstätte 2022 – Projektaufruf II“ zur Verfügung. Jürgen Zielonka, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Werne (SSV), ist Teil der Taskforce, die über die Verteilung der Gelder entscheidet. „Die genauen Vorgaben sind noch nicht bekannt. Am 17. Juni tagen wir wieder. Dann wissen wir mehr“, so Zielonka. Möglich sei ein Eigenanteil in Höhe von 50, im schlechtesten Fall sogar 90 Prozent.

Die Hälfte oder sogar noch mehr von 123.000 Euro – kein Pappenstiel. Diese Tatsache brachte besonders die CDU-Fraktion ins Grübeln. Die Christdemokraten meldeten Beratungsbedarf an. „Wir haben mit der Antragsstellung, die bis zum 30. November 2021 erfolgen muss, zwar keinen Druck auf der Pumpe. Allzu lange sollten wir eine Entscheidung aber nicht aufschieben“, meinte Jürgen Zielonka.

Dezernent Alexander Ruhe schlug vor, die Ergebnisse der Taskforce vom 17. Juni abzuwarten und den Punkt Outdoor-Sportpark dann in der Sitzung des Stadtrats (23. Juni) abschließend zu diskutieren und eine Entscheidung zu treffen. Diesem Aufschub wurde zugestimmt.

Sanierung im Sportzentrum Dahl verzögert sich weiter

Weiterhin nichts Neues gibt es zum Sportzentrum Dahl, wo bekanntlich unter anderem ein neuer Kunstrasenplatz entstehen soll. „Die baurechtliche Genehmigung seitens des Fördergebers liegt immer noch nicht vor. Das bremst uns stark aus, und wir sind erheblich in Verzug“, kommentierte Dezernent Alexander Ruhe den Sachstand.

Anzeige