Umgestürzten Bäumen musste die Feuerwehr Werne infolge des Unwetters gestern im Stadtgebiet entfernen. Foto: Feuerwehr Werne
Umgestürzten Bäumen musste die Feuerwehr Werne infolge des Unwetters gestern im Stadtgebiet entfernen. Foto: Feuerwehr Werne
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Werne (ots) – Der Löschzug 1 Stadtmitte, der Löschzug 3 Stockum und die Löschgruppe 4 aus Holthausen der Freiwilligen Feuerwehr Werne wurden leicht zeitversetzt ab 17.23 Uhr am Sonntagabend per digitalem Meldeempfänger zu 14 unwetterbedingten Einsätzen im Werner Stadtgebiet alarmiert.

Da das Unwetter punktuell den Stadtteil Stockum stärker getroffen hatte, wurde dort der Löschzug 3 bereits um 17.23 Uhr mit dem Stichwort „TH1 – LZ3 – Wasser im Keller“ in die Straße Forstweide in Stockum alarmiert. Dort sowie in einem Nachbarhaus mussten jedoch die ehrenamtlichen Kräfte nicht tätig werden. Ganz anders sah es an den Einsatzstellen am Temmenhof in Stockum aus. Dort stand das Wasser bis zu 30 Zentimeter hoch in den Kellern von drei Wohnhäusern. Der gesamte Löschzug 3 mit allen vier Fahrzeugen teilten sich im Stockumer Stadtgebiet auf. Mittels der auf den Löschfahrzeugen mitgeführten mobilen Tauchpumpen wurde im Temmenhof das Wasser aus den Kellern gepumpt.

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Weitere Einsätze gab es in Stockum im Tannenweg sowie in der Knüvenstraße. An der dortigen Kindertageseinrichtung wurde durch die Einsatzkräfte ein kleiner Damm errichtet, um das Regenwasser umzuleiten. Um 17.31 Uhr wurde dann zusätzlich auch der Löschzug 1 Stadtmitte alarmiert.

Das Stichwort auf den Meldeempfängern lautete „TH_1 – LZ1 – Wasser im Keller“ an der Stockumer Straße in Werne. Dort war durch den Starkregen Wasser in den Keller eines Hauses gelaufen. Das Hilfeleistungsfahrzeug des Löschzug 1 fuhr diese Einsatzstelle an. Aufgrund der geringen Wasserhöhe dort von weniger als 5 Zentimeter, konnten bauartbedingt die Pumpen der Feuerwehr jedoch nicht eingesetzt werden.

Parallel zu dieser Einsatzstelle wurden Einsätze mit umgestürzten Bäumen an der Horster Straße bearbeitet. Der Rüstwagen sowie das Tanklöschfahrzeug vom LZ 1 fuhren diese Einsatzstelle an. Der stellvertretende Leiter der Wehr, Stadtbrandinspektor Jörg Mehringskötter, sichtete mit dem Kommandowagen [KDOW] im Stadtgebiet die verschiedenen Einsatzstellen und koordinierte diese mit den lokalen Einsatzleitern. An der Horster Straße waren an einem Spielplatz mehrere armdicke Äste bzw. ganze Bäume durch das Unwetter umgestürzt. Hier wurde der Bereich großflächig abgesperrt und der Bauhof der Stadt Werne zwecks Begutachtung der Schäden und eventueller weiterer Maßnahmen angefordert.

Als die Einsatzstelle an der Horster Straße gesichert war, löste ein Blitzeinschlag in einem Großhandelsunternehmen an der Capeller Straße die dort verbaute Brandmeldeanlage aus. Nachdem keine Feststellung auf Feuer und Rauch erkundet werden konnte, wurden die Einsatzkräfte zur nächsten Einsatzstelle in die Letterhausstraße in Werne disponiert.

Dort sollte ein Baum auf der Straße liegen. Nur der Einsatzleitwagen verblieb an der Capeller Straße, bis dort ein Techniker eintraf um das erneute auslösen der Brandmeldeanlage zu beheben. Die restlichen Einsatzkräfte fuhren die Letterhausstraße an und beseitigten dort den Baum mittels Kettensäge.

Um ca. 19.10 Uhr hatte ein Blitzeinschlag in eine große Eiche an der Zollstraße in Werne Holthausen stattgefunden. Der ca. 14 Meter hohe und 40 cm dicke Baum wurde durch die enorme Kraft des Blitzes komplett zerstört und die Reste versperrte dort die Fahrbahn. Im Umkreis von circa 30 Metern um den Baum verteilten sich mehr oder weniger große Äste und Holzreste. Mittels Kettensäge und Muskelkraft wurde der Baum zerkleinert und die Straße so frei geräumt. Die Straße wurde für die Dauer der Arbeiten komplett gesperrt und im Anschluss der Sägearbeiten mittels Besen gesäubert.

Bereits zu Beginn der Einsatzhäufungen wurde aufgrund der Unwetterwarnung für dem Kreis Unna der so genannte Unwetterclient in der Feuerwache am Konrad-Adenauer-Platz besetzt. Bei solchen Flächenlagen wie sie am Sonntag auch die Stadt Werne heimgesucht hat, kann das Einsatzaufkommen kurzfristig enorm steigen. Durch den Unwetterclient im Funkraum der Feuerwache können Einsätze disponiert werden und so die Kreisleitstelle in Unna entlasten werden.

Der Löschzug 1 (LZ1) bearbeitete sechs Einsätze mit vier Fahrzeugen und 30 Kameraden/innen. Der Löschzug 3 Stockum (LZ3) absolvierte sieben Einsätze mit vier Fahrzeugen und 20 Kameraden/innen. Und die Löschgruppe 4 aus Holthausen (LG4) rückte einmal mit einem Fahrzeug und fünf Kameraden aus.

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