Donnerstag, September 21, 2023

Abstieg besiegelt: Wasserfreunde können NRW-Liga nicht halten

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Werne/Köln. Auch überzeugende Leistungen über 2,5 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Rad und 19 Kilometer Laufen in Köln können den Abstieg aus der dritthöchsten Triathlonliga Deutschlands der 1. Herrenmannschaft nicht verhindern.

Am Sonntag (3. September) stand das entscheidende letzte Rennen für die erste Triathlonmannschaft der TV Werne Wasserfreunde an. Das Verletzungspech blieb der Mannschaft auch im letzten Rennen treu. Thorsten Kräher musste nur drei Tage vor dem Rennen verletzungsbedingt absagen. Als Ersatz ging Ralf Koch ohne die eigentlich erforderliche monatelange Vorbereitungszeit für eine Mitteldistanz an den Start. Und die hatte es in sich.

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Mit dem Kölner Dom, der Kölner Innenstadt und dem Rhein bot sich den Startern – insgesamt mehr als 2.000 – eine spektakuläre Kulisse. Im Rhein fiel morgens der Startschuss. Insgesamt 2,5 Kilometer flussabwärts waren schwimmend zurückzulegen. Die viel befahrene Wasserstraße war dabei nur halbseitig für die Schifffahrt gesperrt.

Hanno Sancken verließ den Fluss als Erster, gefolgt von Stephan Rengelink, James Knowlden und Ralf Koch. Wie immer stand nun eine Aufholjagd auf dem Rad an. Da erstmalig in dieser Saison Windschattenverbot und somit ein Mindestabstand von 12 Metern zum Vorausfahrenden galt, rechneten sich die Werner Chancen in ihrer Paradedisziplin aus. Die für den Verkehr voll gesperrte Radstrecke bot trotz vieler Spitzkehren genug Potenzial für hohe Geschwindigkeiten.

Bereits hier feuerten tausende Zuschauer die Athleten an. Nach 80 Kilometern und einer Durchschnittsgeschwindigkeit mehr als 39 km/h stieg Rengelink als erster Wasserfreund vom Rad, dicht gefolgt von Sancken. Knowlden zeigte eine starke Form und hatte nur wenige Minuten Rückstand auf seine zwei Mitstreiter.

Im abschließenden Lauf über 19 Kilometer war noch einmal Durchhaltevermögen gefordert. Die Strecke führte fast bis vor den Kölner Dom und war gesäumt von abertausenden Zuschauern, die echte Volksfeststimmung aufkommen ließen.

Rengelink erwischte insgesamt einen sehr guten Tag, lief die Strecke in 1 Stunde 18 Minuten und kam nach insgesamt 3 Stunden 52 Minuten ins Ziel. Youngster Sancken lieferte mit 3 Stunden 58 Minuten ein starkes Resultat, ebenso wie die Routiniers Knowlden mit 4 Stunden 44 Minuten und Koch, der ebenfalls unter der 5-Stunden-Marke blieb.

In der NRW-Liga reichten die Resultate an diesem Wettkampftag für Platz 14 von 18 Mannschaften. Schnell wurde klar, dass dies zu wenig für den Klassenerhalt war. In der Abschlusstabelle belegt das Team nach fünf Rennen den 15. und ersten Abstiegsplatz. Somit ist das Abenteuer NRW-Liga nach vier schönen und anstrengenden Jahren – vorerst – beendet.

Stephan Rengelink war jedoch alles andere als enttäuscht: „Der Abstieg geht völlig in Ordnung. Alleine heute war unser Durchschnittsalter deutlich über 40 Jahre. Viele unserer Konkurrenten könnten unsere Söhne sein. Als Kleinstadt ist Werne in dieser Liga noch dazu ein Underdog, der nicht mit Großstädten wie Köln, Dortmund oder Bonn konkurrieren kann. Der personelle Unterbau fehlt bei uns einfach.“ Wenn dann Leistungsträger wie Langerbein, Jablonski, Siemann, Hörsken, Nieberg und Kräher ausfallen, wird es schwer.

„Dass Ralf Koch spontan in ein so langes Rennen einsteigt und sich durchkämpft, zeigt mir aber, dass wir eine tolle Moral, einen guten Teamgeist und sehr starke Athleten in unseren Reihen haben. Der Mann ist immerhin 58 Jahre alt und rennt mit 20-Jährigen um die Wette“, so Rengelink weiter.

Dass die Wasserfreunde starke Athleten sind, beweist auch ein Blick in die Ergebnisliste der NRW-Landesmeisterschaften, die zeitgleich als Wettkampf bei der Kölner Veranstaltung ausgetragen wurden. Mit Platz 15 für Knowlden, Platz 7 für Sancken und Platz 5 für Koch kann zurecht von einem starken Abschneiden in den jeweiligen Altersklassen gesprochen werden. Rengelink gelang mit dem 1. Platz sogar der Sieg in der Altersklasse 40, womit er sich NRW-Landesmeister nennen darf – ein versöhnlicher Abschluss der diesjährigen Triathlonsaison.

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