LippeBaskets Werne werfen nach Pokal-Krimi einen Favoriten raus

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Werne. Die LippeBaskets Werne stehen im Halbfinale des WBV-Pokals. Nach einem packenden Fight setzten sich die Schützlinge von Coach Christoph Henke nach Verlängerung gegen den favorisierten Erstregionalligisten Citybaskets Recklinghausen durch.

WBV-Pokal, Viertelfinale: LippeBaskets Werne – Citybaskets Recklinghausen 90:87 (22:17, 20:18, 25:21, 13:24, 10:7)

Zu den Matchwinnern avancierten Neuzugang Anthony Hodge, der seine Mannschaft mit einem Wurf aus der Distanz in die Verlängerung rettete, sowie der nervenstarke Louis Barkowski, der am Ende die Punkte zum Sieg setzte.

„Es war für alle, die in der Halle waren, ein tolles Basketballspiel, eine überzeugende Leistung aller Beteiligten“, freute sich Christoph Henke über den Auftritt seines Teams, das zu Beginn der Partie den wacheren und fitteren Eindruck machte. Nach einem 8:10-Rückstand ging Werne mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung in die erste Viertelpause. Recklinghausen kam dann auf 34:33 heran, ehe den LippeBaskets ein guter Lauf zur 42:34-Halbzeitführung gelang.

Anthony Hodge zeigte sein bisher bestes Spiel für die LippeBaskets Werne. Foto: Wagner

Auch im dritten Durchgang hatten die Gastgeber alles im Griff. Anthony Hodge traf zum 63:44. Die Überraschung lag da schon in der Luft, auch wenn die Citybaskets verkürzen konnten (67:56). Im vermeintlichen Schlussabschnitt kam der Favorit immer besser ins Spiel. Acht Punkte in Folge ließen den Vorsprung der LippeBaskets dahinschmelzen. Es dauerte aber bis zur vorletzten Minute, ehe die Gäste wieder einmal in Führung gingen (78:77) und diese leicht ausbauten (79:77). 36 Sekunden standen da nur noch auf die Uhr. Erst traf Böcker nicht, dann ließ Hodge kurz vor der Schlusssirene mit einem „Dreier“ die Ballspielhalle jubeln. Es ging in die Verlängerung.

Die Citybaskets lagen mit 84:80 vorne, Janne Bromisch und Hodge schafften den Ausgleich, Bromisch traf dann zum 87:86 – eine gute halbe Minute vor dem Abpfiff. Dann zog Louis Barkowski kraftvoll zum Korb, verwandelte und bekam einen Freiwurf zugesprochen, den er eiskalt zum 90:87 verwandelte. Das war’s, Recklinghausen fand darauf keine Antwort mehr.

Lukas Wiedey zieht in dieser Szene kraftvoll zum Korb. Foto: Wagner

„Einfach geil, ein gutes Gefühl“, strahlte Barkowski über das ganze Gesicht. Genau wie Coach Henke: „Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Auch der Gegner wollte unbedingt gewinnen, es hätte in beide Richtungen gehen können.“ Der Trainer lobte Anthony Hodge („Seine beste Partie im LippeBaskets-Trikot“), Jan König, Louis Barkowski, aber auch die kollektive Leidenschaft seiner Mannschaft.

LBW: Bode, Most, Wiedey, Hodge, Mersch, König, Barkowski, Brachhaus, Bredt, Keuthen, Böcker, Bromisch

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