Dienstag, Mai 17, 2022

Rolf Bock ist tot: Fußball in Werne trauert um verdienten Trainer

Anzeige

Werne/Stockum. Sein Fach­wis­sen rund um den Fuß­ball war geschätzt und gefragt, er küm­mer­te sich bei Borus­sia Dort­mund um die Jugend­ar­beit und war auch in der Sai­son 1980/81 für drei Spie­le Trai­ner des Fuß­ball-Bun­des­li­gis­ten: Rolf Bock ist am 17. Janu­ar im Alter von 84 Jah­ren gestor­ben. Er erlag einem Krebsleiden.

Sei­ne Wur­zeln hat­te Bock im nörd­li­chen Müns­ter­land. Gebo­ren in Rhei­ne, spiel­te der offen­si­ve Mit­tel­feld­spie­ler bei Rhei­ne 09 und SG Gro­nau. Ende der 1970er Jah­re kam er nach Wer­ne. Zuvor wur­de der gelern­te Ein­zel­han­dels­kauf­mann an der Sport­hoch­schu­le in Köln zum Sport­leh­rer ausgebildet. 

- Advertisement -

Über den Fuß­ball- und Leicht­ath­le­tik­ver­band West­fa­len (FLVW) kam er zum BVB. Hier ver­schrieb sich Bock der Jugend­ar­beit, för­der­te Talen­te wie Ralf Loo­se, Micha­el Zorc, Theo Schnei­der, Nor­bert Run­ge und den spä­te­ren Natio­nal­tor­hü­ter Eike Immel. Als Udo Lat­tek in der Sai­son 1980/81 vor­zei­tig aus sei­nem Ver­trag aus­stei­gen muss­te, rück­te Rolf Bock für acht Wochen auf den Trai­ner­pos­ten beim Bundesligisten.

Der Fuß­ball stand auch nach sei­ner akti­ven Lauf­bahn als Trai­ner im Mit­tel­punkt. Die Arbeit mit jun­gen Fuß­bal­lern setz­te Rolf Bock spä­ter fort, grün­de­te 2001 sei­ne Fuß­ball­schu­le und fand mit dem SV Sto­ckum einen Koope­ra­ti­ons­part­ner. Aus Ver­bun­den­heit mit dem Ver­ein über­nahm er dann die sport­li­che Leitung.

Ver­diens­te erwarb sich Bock auch beim Wer­ner SC. Dort trai­nier­te er die Ü50-Senio­ren, war jah­re­lang Vor­sit­zen­der der Ü50-Senio­ren und spiel­te in der Ü60 aktiv mit. Für sei­nen Ein­satz wur­de Bock zum Ehren­spiel­füh­rer der WSC-Alt­her­ren ernannt. 

Rolf Bock (links) in einer frü­he­ren Auf­nah­me zusam­men mit Fuß­ball-Lege­ne Sepp Her­ber­ger (3.v.r.). Foto: Archiv Rolf Bock

Stets hat­te der ruhig und zurück­hal­tend auf­tre­ten­de Fuß­ball­fach­mann die sport­li­che Situa­ti­on in Wer­ne im Blick. „Jedes Kind soll­te die Mög­lich­keit erhal­ten, in Wer­ne Fuß­ball zu spie­len. Dabei dür­fen wir aber nicht den Leis­tungs­ge­dan­ken ver­ges­sen“, sag­te Bock in einem Interview. 

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Randalierer schlägt in Bergkamen auf Autos ein: Polizei nimmt ihn fest

Bergkamen. Ein alkoholisierter Randalierer hat am frühen Sonntagmorgen (15.05.2022) für einen Polizeieinsatz in Bergkamen gesorgt. Das berichtet die Kreispolizeibehörde Unna. Der 24-Jährige aus Nordwalde schlug...

Werner Judoka erfolgreich in Lünen

Werne. Zum Kreiseinzelturnier in Lünen machten sich die Judoka des TV Werne am vergangenen Sonntag mit einer zwar kleinen, aber letztlich erfolgreichen Mannschaft auf...

Zensus 2022: Das große Zählen hat begonnen

Kreis Unna. Die Erhebung des Zensus steht an. Alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind dazu verpflichtet, den Zensus durchzuführen. Für den Kreis Unna übernimmt...

Kein „Wernutopia“, aber KIJUFE 2022 verspricht Spiel und Spaß

Werne. Natur erleben, Sportarten ausprobieren, Zirkuspädagogik oder Aktionen im Solebad: Das Kinder- und Jugendferienprogramm (KIJUFE) verspricht ein interessantes und abwechslungsreiches Programm für alle Kinder...