Donnerstag, August 11, 2022

PBV Werne I vergeigt „Elfmeterschießen” um Aufstieg

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Wer­ne. Span­nen­der hät­te das Rele­ga­ti­ons­spiel nun wirk­lich nicht ver­lau­fen kön­nen: An einer ver­schos­se­nen Kugel schei­ter­te für den PBV Wer­ne am Ende der Auf­stieg in die Verbandsliga.

Pool­bil­lard, Rele­ga­ti­on: PBV Wer­ne 80 – PBC Schwer­te III 4:4

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Und dabei hat­ten die Spie­ler der Ers­ten (urlaubs­be­dingt geschwächt) gekämpft wie Löwen, als sie gegen den Ver­bands­li­gis­ten Schwer­te antra­ten. Die Gäs­te waren auf dem vor­letz­ten Platz gelan­det, spiel­ten gegen den Abstieg. Wer­ne war am Ende der Sai­son unglück­lich Dritt­plat­zier­ter der Lan­des­li­ga gewor­den. Beim Kampf in Dort­mund (auf neu­tra­lem Grund) fie­ber­ten nur weni­ge Besu­cher mit, doch der gan­ze Ver­ein war per Smart­pho­ne-Chat­grup­pe qua­si live dabei und feu­er­te die Kol­le­gen an.

Im 14.1‑endlos schoss Ben­ny Scholz zwar eine 36er Serie, danach ließ der Geg­ner ihm aber kei­ne Chan­ce mehr: 47:100 in 12 Auf­nah­men. Andre­as Wege­ner hol­te im Ach­ter­ball zwar einen 3:0‑Rückstand auf, muss­te sich am Ende aber mit 4:6 geschla­gen geben. Ähn­lich erging es Bas­ti­an Kra­mer, der trotz star­ker Par­tien beim 7:5 im Neu­ner­ball sei­nem Geg­ner die Hand schüt­teln muss­te. In Best­form aber Mar­kus Kli­me­cki: Im Zeh­ner­ball loch­te er stark, behielt trotz meh­re­ren glück­li­chen Abla­gen sei­nes Geg­ners die Ner­ven – 7:4.

In der Pau­se schwo­ren sich die Sport­ler aus der Pool­fa­brik an der Sto­cku­mer Stra­ße, den Spiel­tag noch nicht auf­zu­ge­ben. Und setz­ten das Ziel nach und nach um. Kli­me­cki, genervt vom Sicher­heits­spiel sei­nes Geg­ners, dreh­te am Ende der 14.1‑endlos-Partie zu Bun­des­li­ga-Niveau auf, schoss mit einer 51-er Serie spek­ta­ku­lär aus. Ähn­lich stark trat Wege­ner auf – 7:0‑Sieg im Neu­ner­ball. Scholz fand auch zu sei­nem kalt­schnäu­zi­gen Stel­lungs­spiel zurück, mach­te mit 7:4 das Unent­schie­den per­fekt. Gegen den bes­ten Spie­ler der Gäs­te hat­te Kra­mer im Ach­ter­ball kaum eine Chan­ce (1:6).

Durch das Unent­schie­den kam es zu einem Shoot-Out – qua­si das Elf­me­ter­schie­ßen im Pool­bil­lard. Dabei müs­sen alle Spie­ler abwech­selnd ver­su­chen, den­sel­ben schwie­ri­gen Ball zu lochen. Ein Tref­fer bringt einen Punkt, ein Fehl­stoß einen für den Geg­ner. Ein Ner­ven­krieg, den Schwer­te mit 8:5 gewann. Spiel­füh­rer Bas­ti­an Kra­mer: „Es wäre toll gewe­sen, wenn die Auf­hol­jagd im zwei­ten Durch­gang mit einem Sieg gekrönt wor­den wäre. Jetzt wer­den wir alles dran set­zen, dass es im nächs­ten Jahr gar nicht erst zu einer sol­chen Ent­schei­dung kommt.“

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