Donnerstag, Mai 19, 2022

KSB Unna und FLVW beschließen Kooperation zur Gewaltprävention

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Kreis Unna. Auf­grund von Gewalt und Aggres­sio­nen auf Fuß­ball­plät­zen hat der Fuß­ball- und Leicht­ath­le­tik-Ver­band West­fa­len (FLVW) das The­ma „Dees­ka­la­ti­on“ als ein Mit­tel der Gewalt­prä­ven­ti­on in den Fokus sei­ner Arbeit gestellt.

Der Kreis­Sport­Bund Unna hat in Schu­len und Jugend­zen­tren bereits gute Erfah­run­gen mit Dees­ka­la­ti­ons­maß­nah­men gemacht. Die­se sol­len nun auch auf den Sport über­tra­gen wer­den, mit Dees­ka­la­ti­ons­trai­ning für Schieds­rich­te­rin­nen und Schieds­rich­ter in West­fa­len. Bei­de Par­tei­en haben am Diens­tag einen Koope­ra­ti­ons­ver­trag im Sport­Cen­trum Kai­serau unter­schrie­ben, um die zukünf­ti­ge Zusam­men­ar­beit zu besiegeln.

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Es gibt sie lei­der immer wie­der: Vor­fäl­le von Gewalt auf Fuß­ball­plät­zen. Danach heißt es han­deln, für die Schieds­rich­ter, die Ver­ei­ne, die Krei­se und den Ver­band. Mit ihrer Koope­ra­ti­on wol­len der FLVW und der KSB Unna die­sen Vor­fäl­len nun prä­ven­tiv ent­ge­gen­wir­ken und brenz­li­che Situa­tio­nen früh­zei­tig ent­schär­fen. „Indem wir unser Know-how zusam­men­füh­ren und unse­re Schieds­rich­te­rin­nen und Schieds­rich­ter auf den Plät­zen stär­ken, gehen wir ein Pro­jekt an, das Zukunft hat“, sagt And­ree Kru­p­höl­ter, Bei­sit­zer des FLVW-Präsidiums.

Wich­ti­ges Präventionssignal

Ers­te Semi­na­re haben im ver­gan­ge­nen Jahr bereits statt­ge­fun­den. Wei­te­re muss­ten auf­grund der Pan­de­mie-Lage ver­scho­ben wer­den, sol­len aber bald fol­gen. „Die ers­ten Fort­bil­dun­gen kamen wirk­lich gut an. Und wir set­zen damit das ers­te wich­ti­ge Prä­ven­ti­ons­si­gnal, mit dem wir vor das gewalt­vol­le Han­deln auf dem Platz kom­men wol­len“, sagt Alex­an­der Lüg­gert, Fach­kraft Gewalt­prä­ven­ti­on beim FVLW.

Neben der Orga­ni­sa­ti­on von Schu­lun­gen, die auf Sei­ten des FLVW lie­gen, bedarf ein sol­ches Pro­jekt vor allem auch guter Coa­ches. Und genau die kom­men vom KSB Unna. „Unse­re Fach­kräf­te sind ehe­ma­li­ge Lehr­trai­ner der Poli­zei und Exper­ten beim The­ma Dees­ka­la­ti­on. Natür­lich haben wir im Bereich des Schieds­rich­ter­we­sens noch ein­mal ande­re Ansprü­che als in ande­ren Berei­chen. Zusam­men mit dem FLVW haben wir dahin­ge­hend gute Kon­zep­te ent­wi­ckelt“, sagt der KSB-Unna-Vor­sit­zen­de Klaus Stindt.

15 Dees­ka­la­ti­ons­trai­nings sind für eine ers­te Test­pha­se fest­ge­schrie­ben. Danach erstel­len die Koope­ra­ti­ons­part­ner einen Abschluss­be­richt, der auch das Feed­back der Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer wider­spie­geln soll. Im Anschluss wird gemein­sam über die Art und den Umfang der Wei­ter­füh­rung der Fort­bil­dun­gen ent­schie­den. „Ich bin davon über­zeugt, dass die­ses Pro­jekt Zukunft hat und es nicht das letz­te Pro­jekt ist, dass der FLVW und der KSB gemein­sam umset­zen“, fass­te FLVW-Prä­si­dent Gun­dolf Walaschew­ski die Unter­zeich­nung der Ver­trä­ge zusammen. 

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