Dienstag, Mai 17, 2022

Klausur in Kaiserau: Werner SC macht sich fit für die Zukunft

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Wer­ne. Wie sind wir als Ver­ein auf­ge­stellt? Wie wol­len wir uns wei­ter­ent­wi­ckeln? Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen such­ten acht Mit­glie­der des Wer­ner SC auf einer zwei­tä­gi­gen Klau­sur­ta­gung im Sport­Cen­trum Kaiserau.

Acht WSC-Ver­eins­mit­glie­der aus unter­schied­li­chen Abtei­lun­gen und vom Gesamt­vor­stand setz­ten sich dazu mit Ver­eins­coach Ron­nie Goe­rtz zusam­men und arbei­te­ten sich durch ein straf­fes Auf­ga­ben­feld. Dabei ging es um Ver­eins­ent­wick­lung, Mit­glie­der­ge­win­nung und Aus­bau der Sport­stät­te im Lin­dert. Denn, dar­über waren sich die Ver­eins­ver­tre­ter von vorn­her­ein einig: Der Lin­dert muss die sport­li­che Hei­mat des Wer­ner SC blei­ben und soll das Herz­stück des mit 1.350 Mit­glie­dern zweit­größ­ten Ver­eins der Lip­pe­stadt werden. 

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Auf Initia­ti­ve des Gesamt­vor­stan­des kam die Klau­sur­sit­zung zustan­de. „Es ist ja nicht erst seit ges­tern bekannt, dass wir auf dem Trai­nings­ge­län­de im Lin­dert rest­los aus­ge­bucht sind und drin­gend neue Trai­nings­plät­ze brau­chen“, nann­te Vor­sit­zen­der Oli­ver Grewe das zen­tra­le Pro­blem. Mit Pla­nun­gen zur Erwei­te­rung des Trai­nings­ge­län­des beschäf­tigt sich seit eini­gen Wochen eine Arbeits­grup­pe, bestehend aus Ver­tre­tern der vier Abtei­lun­gen Tisch­ten­nis, Vol­ley­ball, Frei­zeit- und Brei­ten­sport sowie Fuß­ball. Eine Mög­lich­keit ist die Anpach­tung der nörd­lich des Lin­dert gele­ge­nen Acker­flä­che. Hier wäre Platz für einen Rasen­platz, aber auch für eine Frei­luft­hal­le und Gebäu­de mit Mehrzweckräumen.

Doch es gibt aus Sicht des Wer­ner SC wei­te­re Bau­stel­len, die drin­gend ange­gan­gen wer­den müs­sen. Der Kunst­rasenplatz sei in die Jah­re gekom­men und müs­se erneu­ert wer­den ­- und hin­sicht­lich der Nut­zung durch die Lan­des­li­ga-Fuß­bal­ler mit einem geeig­ne­ten Floor belegt wer­den. Besu­cher eines Fuß­ball­spiels im Lin­dert wür­den wort­wört­lich im Regen ste­hen gelas­sen, denn es feh­le eine Unter­stell­mög­lich­keit, die Schutz bie­tet vor Wind, Regen und Schnee, heißt es sei­tens des Ver­eins. Auch bei den Umklei­de­ka­bi­nen sei eine Nach­bes­se­rung erfor­der­lich, denn die Gast­mann­schaf­ten müs­sen sich in der Lin­dert-Sport­hal­le umziehen.

Tra­fen sich zur Klau­sur­ta­gung im Sport­Cen­trum Kai­serau: (v.l.) Jugend­vor­sit­zen­der Cars­ten Drü­cker, Ver­eins­vor­sit­zen­der Oli­ver Grewe, F&B‑Beisitzer Achim Piel­ke, F&B‑Vorsitzende Son­ja Piel­ke, F&B‑Schatzmeisterin Karin Ackers, Haupt­kas­sie­rern Bea­te Schmidt, F&B‑Beisitzerin Sakia Kami­niarz und Ver­eins­coach Rob­bie Goe­rtz. Foto: WSC

„Im Frei­zeit- und Brei­ten­sport ist der Bedarf an neu­en Räu­men defi­ni­tiv vor­han­den“, berich­te­te Son­ja Piel­ke, Vor­sit­zen­de der Frei­zeit- und Brei­ten­sport-Abtei­lung (F&B), und ver­wies auf die aktu­ell vom Ver­ein vor­ge­nom­me­ne Abfra­ge aller vier Abtei­lun­gen. „Vie­le Übungs­räu­me sind in einem erbärm­li­chen Zustand.“ So frie­ren die Teil­neh­mer der Hul­a­hopp- und Wir­bel­säu­len­kur­se in der Wienb­re­de-Turn­hal­le, weil dort die Hei­zungs­an­la­ge defekt ist. Die Kraft­sport­ler haben nach den schweiß­trei­ben­den Übun­gen kei­ne Mög­lich­keit, im Turm am Fürs­ten­hof zu duschen. Vie­le wün­schen sich vereins­eigene Sport­räu­me zur dau­er­haf­ten und siche­ren Nut­zung, teilt der Ver­ein fer­ner mit. 

An dem Klau­sur­wo­chen­de durf­ten Wün­sche und Visio­nen geäu­ßert wer­den. Vor der Umset­zung kon­kre­ter Pro­jek­te stand die Bestands­auf­nah­me. In Arbeits­grup­pen auf­ge­teilt, nah­men die Teil­neh­men­den eine Ana­ly­se der Aus­gangs­si­tua­ti­on vor. Das Ergeb­nis: Der Wer­ner SC ist rich­tig gut auf­ge­stellt. Zahl­rei­che enga­gier­te ehren­amt­li­che Mit­glie­der sor­gen für den rei­bungs­lo­sen Ablauf in den Abtei­lun­gen. Durch sys­te­ma­ti­sches Manage­ment soll das Ehren­amt im Ver­ein attrak­ti­ver gestal­tet wer­den, der Aus­tausch inten­si­viert und die Wei­ter­bil­dung ver­stärkt aus­ge­baut wer­den. Durch die Arbeit im Ver­ein erhal­ten Men­schen die Mög­lich­keit, sich aktiv ein­zu­brin­gen und Ideen gemein­sam im und mit dem Ver­ein umzusetzen.

WSC-Vor­sit­zen­der Oli­ver Grewe: „Der Lin­dert soll Hei­mat für den gesam­ten Wer­ner SC werden.”

Zen­tra­les The­ma am zwei­ten Tag der Klau­sur­ta­gung war der Aus­bau des Sport­zen­trums Lin­dert zu einer gemein­sa­men Hei­mat für den gesam­ten Ver­ein. Einig waren sich alle, dass als ers­te Maß­nah­me der Lin­dert zu einer Begeg­nungs­stät­te für Genera­tio­nen und zu einem Ort des genera­ti­ons­über­grei­fen­den Mit­ein­an­ders wer­den soll. Dazu gehört der Bau einer funk­tio­nel­len Sport- und Begeg­nungs­stät­te und der Aus­bau der Sport­an­la­ge eben­so wie die Ver­la­ge­rung der WSC-Akti­vi­tä­ten hier­hin und die Ent­wick­lung neu­er Ange­bo­te, die über Bewe­gungs- und Trainings­angebote hin­aus­ge­hen. In der geplan­ten Begeg­nungs­stät­te wäre Platz für die Geschäfts­stel­le des Ver­eins, in Mul­ti­funk­ti­ons­räu­men könn­ten Kur­se aus dem F&B‑Bereich statt­fin­den, es gäbe Ver­an­stal­tungs­räu­me für alle vier Abtei­lun­gen des Wer­ner SC. 

Nach Bestands­auf­nah­me und Fest­le­gung von Zie­len geht es für die Teil­neh­men­den der Klau­sur­ta­gung nun dar­um, Stra­te­gien zur Umset­zung der Maß­nah­men fest­zu­le­gen. „Das Wochen­en­de in Kai­serau war eine gute Gele­gen­heit, um uns zu sen­si­bi­li­sie­ren für die Punk­te, die wir vor­her nicht im Blick hat­ten“, fass­te Bea­te Schmidt zusam­men. Nun müs­sen wir das pas­sen­de Kon­zept zur Ver­eins­ent­wick­lung erar­bei­ten, die Abtei­lun­gen mit ihren Mitarbeiter/innen und Mit­glie­dern dar­über infor­mie­ren und alle bei der Umset­zung mit­neh­men. -Jörg Stengl-

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