Mittwoch, August 10, 2022

Klare Ansage von WSC-Coach Lars Müller: „Wir wollen aufsteigen!“

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Wer­ne. 13., 11., 6., 2. und 3. – das sind die Tabel­len­plät­ze des Lan­des­li­gis­ten Wer­ner SC in den ver­gan­ge­nen fünf Spiel­zei­ten. Jetzt sei der Auf­stieg fäl­lig, heißt es im Lager der Blau-Roten.

Die­ses Ziel hat Trai­ner Lars Mül­ler vor Augen. „Wir wür­den ger­ne auf­stei­gen“, for­mu­liert er zunächst noch vor­sich­tig. Doch die Marsch­rou­te ist klar. Im sechs­ten Jahr als Coach will er den nächs­ten Schritt machen und den Auf­stieg in die West­fa­len­li­ga. „Ich weiß, dass es schwie­rig ist, das vor der Sai­son aus­zu­ru­fen.“ Schließ­lich hän­gen vie­le Fak­to­ren davon ab. Zum Bei­spiel die Spiel­stär­ke der neu­en Mann­schaf­ten in der Grup­pe 4 der Lan­des­li­ga. Neu im 18er-Feld sind Abstei­ger SuS Neu­en­kir­chen, SpVg Beckum aus der Lan­des­li­ga 1 sowie die Auf­stei­ger FC Epe, TSG Dül­men, SV Con­cordia Albach­ten und nicht zuletzt Orts­nach­bar FC Nord­kir­chen. Ein­schät­zen kann Mül­ler die Teams noch nicht.

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Ein wei­te­rer Fak­tor ist, wie sich die Neu­zu­gän­ge ein­fü­gen. Zehn neue Spie­ler hat der WSC ver­pflich­tet, fast alle mit Erfah­rung aus höhe­ren Ligen. Neu im Kader sind Kubi­lay Kanar (19) vom TSC Kamen, Luis Kram­pe (25) vom SV Her­bern, Ser­had Gün (22) von IG Bönen, Jan Tra­he (21), Bri­an Wolff (21), Ous­sa­ma Daou­di (21) alle von West­fa­lia Rhy­nern, Domi­nic Hen­nes (29) von BW Als­ted­de, Amer Masic (20) vom Lüner SV, Leon Becker (19) vom FC Gie­ven­beck sowie Jor­ma Hop­pe (23). Hin­zu kommt mit Marc Schwer­b­rock ein Rou­ti­nier aus der zwei­ten Mann­schaft. Der 31-Jäh­ri­ge will sich noch­mals rich­tig rein­hän­gen und mit sei­ner Erfah­rung der Mann­schaft helfen.

Einen har­ten Kon­kur­ren­ten sieht Mül­ler im SV Bockum-Hövel. Hin­ter Über­flie­ger IG Bönen kam das Team aus dem Ham­mer Vor­ort auf den zwei­ten Platz, ver­lor aber bei­de Par­tien gegen Wer­ne. Der gro­ße Abstand von 14 Punk­ten zwi­schen Bockum-Hövel auf Platz 2 und dem WSC auf Platz 3 zeigt aller­dings, „dass wir Punk­te lie­gen­ge­las­sen haben gegen Mann­schaf­ten, die wir eigent­lich hät­ten schla­gen müs­sen.“ Das lag nicht nur an den Kader­pro­ble­men durch die Coro­na-Aus­fäl­le, räumt Mül­ler ein. Er ist aber zuver­sicht­lich, dass sich mit dem auf­ge­stock­ten Kader sol­che Pro­ble­me in Zukunft bes­ser lösen las­sen. Zudem habe das Team hohe Qua­li­tät dazu bekommen. 

Der ver­stärk­te Kon­kur­renz­kampf führt dann im bes­ten Fall zu einer Leis­tungs­stei­ge­rung auf dem Platz. So wer­den dann auch die Punk­te ein­ge­fah­ren, die in der ver­gan­ge­nen Sai­son ver­lo­ren gin­gen, „weil wir zu wenig Druck hat­ten oder weil wir uns eine Halb­zeit gegönnt hat­ten, in der wir wirk­lich schlecht waren.“

Der Coach ist zuver­sicht­lich, das aus­ge­ru­fe­ne Ziel „Auf­stieg“ zu errei­chen. Das gro­ße Plus sieht er vor allem im Zusam­men­halt der Mann­schaft. „Der har­te Kern besteht aus Jungs, die aus Wer­ne kom­men. Die­ser Kern wird eher grö­ßer als klei­ner“, so Mül­ler. Auch nach Spiel und Trai­ning trifft man sich und unter­nimmt was mit­ein­an­der. Die Stim­mung ist super. Das wis­sen auch die Neu­zu­gän­ge und kom­men ger­ne zum WSC. „Dann darf man nicht unter­schät­zen, dass wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eine ordent­li­che Ent­wick­lung gezeigt haben und dass bei uns vie­le jun­ge Spie­le ihre Ein­satz­zei­ten bekom­men. So etwas spricht sich rum. Gera­de Spie­ler, die wie Leon Becker gera­de aus der Jugend kom­men, sehen eine rea­lis­ti­sche Chan­ce, ein­ge­setzt zu werden.“

An die­sem Mann­schafts­geist arbei­ten Trai­ner­team und Spie­ler in der Vor­be­rei­tungs­zeit auf die nächs­te Sai­son. Nach dem ganz­tä­gi­gen Trai­nings­la­ger am ver­gan­ge­nen Sams­tag im Sport­zen­trum Lin­dert stand einen Tag spä­ter ein Test­spiel beim Kamener SC auf dem Pro­gramm. Vor allem in der Anfangs­pha­se merk­te man dem Mül­ler-Team die Stra­pa­zen des Vor­ta­ges noch an. Das gast­ge­ben­de Team, immer­hin Meis­ter der Kreis­li­ga A2, stand kom­pakt und ging nach 34 Minu­ten in Füh­rung. Der WSC erhöh­te den Druck und kam über die Flü­gel zu Tor­chan­cen. Jus­sef Saa­do und Hen­ry Pog­genpohl dreh­ten das Ergeb­nis noch vor dem Seitenwechsel.

Neu­zu­gang Ser­had Gün spiel­te über 90 Minu­ten und erziel­te zwei Tref­fer.­ Foto: MSW

Im zwei­ten Durch­gang bestimm­ten die Wer­ner das Spiel­ge­sche­hen. Im Tor mach­te Manu­el Lin­ke Platz für Hen­rik Pollak, der aller­dings nur sel­ten ein­grei­fen muss­te. Alle Hän­de voll zu tun hat­te aller­dings der KSC-Schluss­mann, der noch sechs­mal hin­ter sich grei­fen muss­te. Man habe das Trai­ning vom Vor­tag schon gemerkt, mein­te Lars Mül­ler nach der 8:1‑Torgala. „Umso schö­ner ist es, dass kon­zen­triert und mit viel Bereit­schaft und Freu­de gespielt wur­de. Ich bin sehr zufrieden.“

Bis zum ers­ten Meis­ter­schafts­spiel am 14. August war­tet noch ein straf­fes Trai­nings­pro­gramm auf das Team. Am kom­men­den Sonn­tag, 24. Juli, ist der WSC zu einem Test­spiel beim Königs­bor­ner SV zu Gast. Anstoß ist um 15 Uhr in Unna.

WSC: Lin­ke (46. Pollak) – Mar­ti­no­vic, Masic, Pog­genpohl (46. Kanar), Drews, Sön­mez, Y. Lachowicz, Thann­hei­ser (46. Drü­cker), C. Lachowicz (46. Abding­hoff), Saa­do, Gün.

Tore: 1:0 Zebrow­ski (34.), 1:1 Saa­do (41.); 1:2 Pog­genpohl (45.), 1:3 Drü­cker (51.), 1:4 Saa­do (59.), 1:5 Gün (70.), 1:6 Drü­cker (80.), 1:7 Gün (87.), 1:8 Yan­nick Lachowicz (89.).

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