Mittwoch, August 17, 2022

Für Ukraine-Geflüchtete sind Sportangebote des WSC beitragsfrei

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Wer­ne. Seit der rus­si­schen Inva­si­on in der Ukrai­ne sind Mil­lio­nen Men­schen auf der Flucht. Der Krieg zwingt vor allem Kin­der und Frau­en, ihre Hei­mat zu ver­las­sen. Immer mehr Fami­li­en kom­men auch in Wer­ne an. Die­sen Men­schen will der Wer­ner Sport-Club 2000 nun unbü­ro­kra­tisch hel­fen, teilt der Ver­ein in einer Pres­se­mit­tei­lung mit. 

„Vor allem für die Kin­der ist es wich­tig, dass sie ein wenig von ihrer Unbe­schwert­heit zurück­be­kom­men und am ‚nor­ma­len Leben´ teil­neh­men kön­nen“, betont Bea­te Schmidt, Vor­stands­mit­glied des Wer­ner SC. „Alle Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne, die aus der Ukrai­ne flüch­ten muss­ten, kön­nen bei­trags­frei bis Ende 2022 als Mit­glied an allen Sport­an­ge­bo­ten des Ver­eins teil­neh­men“, sagt der WSC-Vor­sit­zen­de Oli­ver Grewe. Mit einer sol­chen Gast­mit­glied­schaft leis­te­te der WSC schon wäh­rend der euro­päi­schen Flücht­lings­kri­se im Jahr 2015 Inte­gra­ti­ons­hil­fe. „Die enga­gier­te Arbeit in unse­rem Ver­ein bringt unter­schied­li­che Men­schen aus unse­rer Gesell­schaft zusam­men. Für die Flücht­lin­ge ist der Sport oft der ers­te Schritt zurück zur Nor­ma­li­tät”, weiß Grewe. Sol­che Hil­fe bie­tet der Ver­ein allen Flücht­lin­gen, die nach Wer­ne kommen.

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Bei den WSC-Fuß­bal­lern sei­en die ers­ten Anfra­gen nach einer Teil­nah­me von ukrai­ni­schen Flücht­lings­kin­dern ein­ge­gan­gen. „Sie kön­nen ein­fach bei uns mit­ma­chen“, laden die Trai­ner ein.

Oft sind die Kin­der ohne etwas nach Wer­ne gekom­men und besit­zen gera­de das Aller­nö­tigs­te. So wie Nazar (11) und Vlad (14), bei­de sind begeis­ter­te Fuß­bal­ler. Mit ihrer Mut­ter Luda muss­ten die Jungs ihr Zuhau­se 50 Kilo­me­ter vor Kiew ver­las­sen und fan­den bei einer Fami­lie in Wer­ne eine Unter­kunft. Über eine Chat­grup­pe kamen sie in Kon­takt mit einem WSC-Fuß­ball­trai­ner. Schnell waren hilf­rei­che Hän­de da und stell­ten Fuß­ball­schu­he und Tri­kots zur Ver­fü­gung. Inzwi­schen haben die bei­den ihre ers­ten Trai­nings­spie­le im Lin­dert hin­ter sich und freu­en sich über neue Freunde.

Nicht nur bei den Nach­wuchs­fuß­bal­lern ist die Teil­nah­me pro­blem­los mög­lich. Auch in den Abtei­lun­gen Tisch­ten­nis, Vol­ley­ball und im Frei­zeit- und Brei­ten­sport mit einem umfang­rei­chen Kurs­an­ge­bot kön­nen ukrai­ni­sche Flücht­lin­ge mit­ma­chen. „Aus ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Grün­den müs­sen sie zwar Ver­eins­mit­glied wer­den, kön­nen aber bei uns bei­trags­frei Sport trei­ben“, sagt Grewe.

Inter­es­sier­te kön­nen sich in der WSC-Geschäfts­stel­le, Süd­mau­er 26, infor­mie­ren (Tel. 02389/6971, E‑Mail info@wernersc.de) oder sich direkt bei den Übungs­lei­tern und Trai­nern melden.

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