Samstag, Januar 28, 2023

Franz Stüer: Ein Erfolg, der „so schnell nicht wieder vorkommt“

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Wer­ne. Nach zwei­jäh­ri­ger Coro­na­pau­se läuft aktu­ell die Wahl zum Sport­ler des Jah­res. Einer der Nomi­nier­ten ist Franz Stüer, dem gleich zwei außer­ge­wöhn­li­che Erfol­ge gelangen.

Es war schon außer­ge­wöhn­lich, was Franz Stüer in die­sem Jahr erreicht hat – dem ist er sich auch selbst bewusst. Der 80-Jäh­ri­ge stieg mit der Ü80-Mann­schaft des TC Blau-Weiß Wer­ne in die West­fa­len­li­ga auf­ge­stie­gen, die höchs­te Liga im West­fä­li­schen Ten­nis­ver­band in die­ser Alters­klas­se. Dazu wur­de er auch als Ein­zel­spie­ler West­fä­li­scher Hallenmeister.

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„Das wird wohl so schnell nicht wie­der vor­kom­men“, sagt Franz Stüer selbst und lacht. „Es war ein rich­tig gutes Jahr, das hat Spaß gemacht.“ Nach den tol­len Erfol­gen ist der Ten­nis­spie­ler mit sei­ner Mann­schaft das Aus­hän­ge­schild des TC Blau-Weiß Werne.

Aber Stüer hat nicht immer Ten­nis gespielt. „Ich war frü­her Fuß­bal­ler in der Lan­des- und Ver­bands­li­ga und habe links außen gespielt bis zu mei­nen Drei­ßi­gern“, sagt er. „Jetzt spie­le ich aber schon seit 50 Jah­ren Ten­nis beim TC Blau-Weiß.“

Seit der Alters­klas­se Ü50 etwa hat er auch regel­mä­ßig bei den West­fä­li­schen Hal­len­stadt­meis­ter­schaf­ten mit­ge­spielt. Mit dem Titel hat es aber erst in die­sem Jahr geklappt. Sein Final­geg­ner aus Espel­kamp war zum Final­match gar nicht erst angetreten.

„Der hat geknif­fen, habe ich gehört“, sagt Franz Stüer und schiebt schmun­zelnd hin­ter­her: „Er hat gese­hen, wie ich sei­nen Geg­ner weg­ge­putzt habe, gegen den er im Match­tie­break ver­lo­ren hat.“ So reich­te der Halb­fi­nal­sieg für Franz Stüer für den West­fä­li­schen Hal­len­meis­ter­ti­tel, der ein i‑Tüpfelchen auf dem tol­len Jahr des 80-Jäh­ri­gen war.

Min­des­tens eben­so beson­ders war für ihn auch der Auf­stieg mit sei­ner Mann­schaft. „Das ist eine ganz tol­le Ras­sel­ban­de“, sagt Franz Stüer. „Zwi­schen uns passt kein Blatt dazwi­schen. Auch wenn wir in der Liga tak­tisch auf­ge­stellt haben, hat das immer alles har­mo­nisch funktioniert.“

Ursprüng­lich hat­te Stüer die Mann­schaft aus Soest für den Auf­stieg aus der Ver­bands­li­ga favo­ri­siert. „Als wir die dann aber geschla­gen haben, hat es sich abge­zeich­net, dass wir ganz gute Chan­cen auf den Auf­stieg haben wer­den“, so der 80-Jäh­ri­ge, der stets ein Leis­tungs­trä­ger in sei­nem Team war.

Die star­ken Leis­tun­gen blie­ben in Wer­ne alles ande­re als unbe­merkt. Stüer ist sowohl für den Sport­ler als auch mit der Ü80 des TCBW für die Mann­schaft des Jah­res nomi­niert, dazu erhält die Mann­schaft auch die Sport­pla­ket­te der Stadt Wer­ne für beson­de­re Leistungen.

Für das kom­men­de Jahr will Stüer vor allem mit der Mann­schaft erfolg­reich sein, unter ande­rem auch mit zwei Neu­zu­gän­gen. „Die wer­den uns sicher­lich hel­fen und eine gute Ver­stär­kung für uns sein“, sagt der 80-Jäh­ri­ge. Auch bei den West­fä­li­schen Hal­len­meis­ter­schaf­ten wird er mit Sicher­heit wie­der mit von der Par­tie sein und ver­su­chen, sei­nen Titel zu verteidigen.

Abge­stimmt wer­den kann ab sofort, jeweils für einen Sport­ler oder eine Sport­le­rin und eine Mann­schaft. Der Stadt­sport­ver­band nimmt die Ein­sen­dun­gen per Mail an ssv@werne.de oder per Post an den Stadt­sport­ver­band; Altes Amts­ge­richt / Zim­mer 217; Bahn­hof­stra­ße 8; 59368 Wer­ne an. Ein­sen­de­schluss ist der 16. Janu­ar 2023. 

Die Mails zur Wahl müs­sen ent­hal­ten: Name, Vor­na­me, Mail­adres­se und den jewei­lig Nomi­nier­ten Sportler/ Mann­schaft des Jah­res. Dop­pel­mel­dun­gen (Name und/oder Mail) wer­den erkannt und müs­sen aus­sor­tiert werden.

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