Samstag, November 26, 2022

Eintracht Werne verteidigt Platz eins in allerletzter Sekunde

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Wer­ne. Was für eine Dra­ma­tik rund um den neu­en Kunst­ra­sen­platz im Dahl: In der neun­ten Minu­te der Nach­spiel­zeit ver­wan­del­te Sami Sche­bab vor 300 Zuschau­ern einen Foul­elf­me­ter und ret­te­te Ein­tracht Wer­ne damit die Tabel­len­füh­rung in der Kreis­li­ga A1.

Ein­tracht Wer­ne – VfL Mark 2:2 (0:0)

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Das Top­spiel Ers­ter gegen Zwei­ter war von Beginn an nicht das erhoff­te Tor­spek­ta­kel, son­dern ein tak­tisch gepräg­tes Duell auf Augen­hö­he zwei­er gleich­star­ker Mann­schaf­ten. Die Ein­tracht star­te­te bes­ser in die Par­tie, hat­te durch einen Kopf­ball von Abdul­lah Sahin (3.) auch die ers­te Chan­ce. Tuna­han Sari ziel­te per Kopf eben­falls zu unge­nau (12./22.). Den Schuss von Sahin parier­te Marks Schluss­mann stark (35.).

Auf der Gegen­sei­te ließ die Wer­ner Defen­si­ve wenig bis gar nichts anbren­nen. Einen Schuss block­te Saa­do­uni recht­zei­tig, kurz vor dem Pau­sen­pfiff lan­de­te der Ball dann doch in den Ein­tracht-Maschen. Der Schieds­rich­ter ent­schied aber auf Abseits, so dass tor­los die Sei­ten getauscht wurden.

Mirac Kavak­ba­si war Dreh- und Angel­punkt bei Ein­tracht Wer­ne und hol­te in letz­ter Sekun­de einen Elf­me­ter her­aus. Foto: Wagner

In der zwei­ten Halb­zeit ver­ei­tel­te Ein­tracht-Kee­per Dani­el Rafal­ski erst den Rück­stand, im Gegen­zug flank­te Isik­li per­fekt auf Alper Laf­ci, der zum umju­bel­ten 1:0 (47.) einschoss.

Danach drück­ten die Gäs­te aber vehe­ment auf den Aus­gleich. Die Even­käm­per schaff­ten es kaum noch, sich zu befrei­en, geschwei­ge denn einen gefähr­li­chen Kon­ter zu set­zen. Der VfL erspiel­te sich drei rich­tig gute Chan­cen, doch Rafal­ski war auf dem Pos­ten. In der 77. Minu­te war aber auch der Ein­tracht-Schluss­mann macht­los gegen den Kopf­ball von Lucas Röder – 1:1.

In der Schluss­pha­se ent­wi­ckel­te sich ein packen­der Schlag­ab­tausch. Als der Ball nach einem von Marks Tor­wart abge­wehr­ten Schuss bei Abdul­lah Sahin lan­de­te, hat­ten die meis­ten Zuschau­er schon den Tor­schrei auf den Lip­pen. Doch der sonst so abge­brüh­te Angrei­fer schoss die Kugel frei­ste­hend links vorbei.

Abdul­lah Sahin kann es nicht fas­sen: Der Tor­jä­ger hat soeben die Rie­sen­chan­ce zum 2:1 ver­ge­ben. Foto: Wagner

Das räch­te sich, als in der fünf­ten Minu­te der Nach­spiel­zeit die Ein­tracht einen Angriff nicht weg ver­tei­digt krieg­te und Dan­kert das 1:2 mar­kier­te. Mit dem Mut der Ver­zweif­lung schlug Wer­ne noch einen lan­gen Ball in den geg­ne­ri­schen Straf­raum. Mirac Kavak­ba­si stieg mit einem VfL-Ver­tei­di­ger hoch und fiel anschlie­ßend nach dem Zusam­men­prall zu Boden. Der Schieds­rich­ter pfiff Elf­me­ter. Er hat­te einen Ell­bo­gen­schlag gese­hen – eine durch­aus umstrit­te­ne Entscheidung.

Nach einer vier­mi­nü­ti­gen Behand­lungs­pau­se für den sicht­lich benom­me­nen Kavak­ba­si, schnapp­te sich Sche­bab die Kugel und ver­wan­del­te traum­haft sicher zum 2:2‑Endstand. Ein­tracht-Anhän­ger stürm­ten den Kunst­ra­sen, dann war Schluss.

Sami Sche­bab (Nr. 6) ver­wan­del­te den Straf­stoß zum 2:2 sicher. Danach kann­te der Jubel kei­ne Gren­zen mehr. Foto: Wagner

Auf dem Platz wur­de um jeden Zen­ti­me­ter gekämpft, die Par­tie blieb stets sport­lich fair. Eini­ge Zuschau­er hät­ten sich dar­an ein Bei­spiel neh­men können.

„Das war ein Spek­ta­kel! Ich bin froh, dass die Jungs in die­sem Top­spiel ihre Leis­tung abru­fen konn­ten. Das 1:2 war eigent­lich unser Genick­bruch, dann hat­ten wir Glück mit die­sem lan­gen Ball. Einer­seits ärge­re ich mich, dass wir nicht gewon­nen haben, ande­rer­seits haben wir nicht ver­lo­ren. Und das war heu­te sehr wich­tig”, mein­te Ein­tracht-Coach Aykut Kocabas. 

Auf den Tabel­len­füh­rer war­tet am kom­men­den Sonn­tag (6. Novem­ber, Anstoß: 14.30 Uhr) schon das nächs­te Spit­zen­spiel, dann aus­wärts beim nun punkt­glei­chen SVF Her­rin­gen (bei­de 34 Zähler). 

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