Dritte Pleite im dritten Spiel: Beim Werner SC fehlt die Struktur

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Werne. Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus: Auch im dritten Spiel der neuen Saison blieb Landesligist Werner SC ohne Punkte.

Auf eigenem Platz kassierten die Blau-Roten eine 0:1 (0:1)-Niederlage gegen den SC Altenrheine. Für Trainer Lars Müller, der wegen einer schon länger geplanten Urlaubsreise fehlte, stand sein Co-Trainer, Joel Simon, an der Seitenlinie. Er und die rund 70 Zuschauer im Lindert sahen eine völlig desolate Werner Truppe, die in keiner Phase der Begegnung konstruktive Ansätze zeigte.

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„Was wäre, wenn …?“ möchte man fragen. Was wäre, wenn bereits nach fünf Minuten Oussama Daoudi einen Poggenpohl-Pass aus gut einem Meter im gegnerischen Tor versenkt und nicht den liegenden Keeper angeschossen hätte. Vielleicht hätte das Ruhe ins WSC-Spiel gebracht. Stattdessen kam wie schon gegen Senden kein zusammenhängendes Aufbauspiel zustande. Die Offensivbemühungen blieben meistens beim Gegner hängen, der mit einem Lattentreffer nach zehn Minuten ein erstes Ausrufezeichen setzte.

Mit Elan und frühem Stören startete der WSC die Partie. Doch schon nach wenigen Minuten ebbte der Schwung ab und Altenrheine kam mit gefährlichen Vorstößen vor das Tor von Henrik Pollak. Der war chancenlos, als die Gäste kurz vor der Pause in Führung gingen. Völlig freistehend konnte der Altenrheiner Vadim Schmidt einschießen. Nach einer Ecke von links stimmte die Zuordnung im Werner Strafraum nicht. „Das ist natürlich eine Katastrophe, das hätte so nie passieren dürfen“, ärgerte sich Joel Simon.

Marc Schwerbrock versuchte vergebens, das Spiel seiner Mannschaft zu ordnen. Foto: MSW

Mit Jannik Prinz und Jussef Saado brachte der Interimscoach nach der Pause zwei frische Offensivkräfte. Am Spiel der Heimmannschaft änderte sich nichts. Stattdessen erhöhte Altenrheine den Druck und kam zu zahlreichen Chancen, um auf 2:0 zu erhöhen. Henrik Pollak behielt die Übersicht und klärte mehrfach überragend.

„Wir haben nach vorne einfach zu unsauber gespielt“, kritisierte Joel Simon. „Zur zweiten Halbzeit hatten wir uns einiges vorgenommen, doch da lief spielerisch nichts mehr zusammen. Wir hatten genug Räume und Zeit, um aus den Möglichkeiten mehr zu machen, spielen dann aber die Bälle in den Rücken.“

Nun stehen zwei Auswärtsspiel in Folge an. Am kommenden Sonntag, 4. September, geht es zu Eintracht Ahaus, eine Woche später, am 11. September, ist der Werner SC zu Gast bei der SG Borken.

WSC: Pollak – Martinovic, Poggenpohl (46. Saado), Holtmann, Masic, C. Lachowicz, Gün (65. Abdinghoff), Becker (77. Drücker), Thannheiser, Schwerbrock (63. Sönmez), Daoudi (46. Prinz)

Tore: 0:1 (38.)

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