Mittwoch, Dezember 7, 2022

Dirk Pohl finisht Berlin-Marathon – genauso schnell wie vor 35 Jahren

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Wer­ne. Wenn Dirk Pohl heu­te Abend (28.09.2022) wie­der für die SPD im Stadt­rat sitzt, ste­cken ihm 42,195 Kilo­me­ter in den Bei­nen. Denn der 61-Jäh­ri­ge war einer von über 45.000 Teil­neh­men­den beim Ber­lin-Mara­thon 2022 am ver­gan­ge­nen Wochenende.

Als Sie­ger Eliud Kip­cho­ge (Kenia) in 2:01:09 Stun­den mit neu­er Welt­re­kord­zeit ins Ziel kam, hat­te Dirk Pohl schon mehr als die Hälf­te der Stre­cke geschafft. Für ihn stopp­ten die Uhren bei 3:36:21 Stun­den. „Auf den letz­ten fünf Kilo­me­tern muss­te ich ganz schön bei­ßen”, sagt der SPD-Poli­ti­ker, der vor genau 35 Jah­ren erst­mals einen Mara­thon in Angriff nahm – eben­falls in Ber­lin. „Damals stand die Mau­er noch”, erin­nert sich Pohl, der seit­dem cir­ca 15 Wett­be­wer­be die­ser Art absol­viert hat.

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1987 kam Die­ter Sar­em­ba, der damals eine Work-out-Grup­pe beim TV Wer­ne gelei­tet hat, auf die Mara­thon-Idee. „ ‚Machen wir es doch ein­fach mal’, hat er damals zu uns gesagt”, berich­tet Dirk Pohl. Ger­hard Tolz war mit 2:52 Stun­den der schnells­te Wer­ner. Pohl finish­te in der fast iden­ti­schen Zeit wie am ver­gan­ge­nen Wochenende. 

„Es waren Tromm­ler, Rock- und Jazz­bands und sogar Alp­horn-Blä­ser an der Stre­cke. Ber­lin ist das Größ­te im Lauf­sport, die Atmo­sphä­re ein­ma­lig. Ich bin nun fast jedes Jahr dort am Start”, erzählt der Rechts­an­walt aus Wer­ne, der nach sei­ner Pre­mie­re 1987 aber erst ein­mal den Fokus auf sein Stu­di­um in Müns­ter gelegt hat­te. Erst ab 2015 sam­mel­te er die Marathon-Urkunden. 

Bes­tens vor­be­rei­tet ging Dirk Pohl ins Ren­nen. Foto: privat

In sei­ner Alters­klas­se M60 erreich­te Dirk Pohl schließ­lich den 169. Platz von über 1.200 Teil­neh­mern – ein beacht­li­ches Ergeb­nis. „Die Schnells­ten in mei­ner Alters­klas­se lau­fen 2:42 Stun­den. Die sind schon rich­tig gut drauf. Ich hege dage­gen kei­ne gro­ße Ambi­tio­nen, lau­fe als Brei­ten­sport­ler eher um die ‚gol­de­ne Ana­nas’. Das Ren­nen an sich ist dann Beloh­nung für das har­te Trai­ning im Vor­feld”, meint das Wer­ner Ratsmitglied.

In gut fünf Wochen, am 6. Novem­ber 2022, steht Dirk Pohl, der auch beim Rad­sport-Club Wer­ne aktiv ist, wie­der an der Start­li­nie eines Mara­thon­lau­fes – dann in Istan­bul. „Dort geht es mir aber mehr um das Sight­see­ing anstatt um den sport­li­chen Wett­kampf”, so der 61-Jäh­ri­ge abschließend.

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