Der Werner Tennis Club 75 verfügt über elf Ascheplätze. Dank der Förderung werden vier der bisherigen Spielflächen zu Ganzjahresplätzen umgestaltet. Foto: Volkmer
Anzeige

Werne. Mit dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ will das Land NRW seine Stellung als Sportland stärken. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms zur Verfügung, von denen Sportvereine und -verbände profitieren können. Die beiden Werner Tennisvereine dürfen sich über eine Unterstützung von insgesamt mehr als 250.000 Euro freuen. Darauf hat der Westfälischen Tennis-Verband (WTV) jetzt in einer Pressemitteilung hingewiesen.

In einer ersten Auswertung teilte der Landessportbund NRW mit, dass seit dem 1. Oktober 2019 für 108 Tennisvereine im Verbandsgebiet des WTV bisher eine Fördersumme von über 7,5 Millionen Euro für die Modernisierung und Sanierung von Sportstätten, die sich im Eigentum von Sportvereinen befinden beziehungsweise, gepachtet oder langfristig gemietet sind, bewilligt wurde. Mit dem TC Blau-Weiß Werne und dem Werner TC 75 freuen sich auch die beiden heimischen Tennisclubs über eine kräftige Finanzspritze.

Anzeige

„Wir haben uns für dieses Sonderprogramm beworben, dann hat der Stadtsportverband das geprüft und befürwortet und schließlich ist die gute Nachricht der Landesregierung von den Zuschüssen bei uns angekommen“, beschreibt Harald Schauder, Vorsitzender des WTC 75, den Ablauf. Bisher verfügt der Verein über elf Ascheplätze. Das wird sich mit der Förderung ändern, denn vier der bisherigen Plätze werden zu Ganzjahresplätzen umgestaltet. „Dann können wir im Grunde das ganze Jahr über spielen, denn die Umwandlung der Plätze wird von der Erstellung passender Leuchtmasten begleitet, sodass wir beispielsweise künftig in einem warmen November wie jetzt draußen spielen können“, erklärt Schauder.

Für die Maßnahmen erhält der Verein eine Unterstützung von 126.400 Euro. Wann die Arbeiten starten, steht noch nicht genau fest. „Wir fangen an, wenn Handwerksbetriebe und Hersteller uns grünes Licht geben und die Wetterverhältnisse für die Arbeiten geeignet sind. Denn wir möchten die Plätze nicht erst in der kommenden Saison, sondern gern vorher fertig haben“, kündigt Schauder an.

Mit Geld aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ sind auf der Anlage des TC Blau-Weiß Werne bereits drei Ascheplätze erneuert worden, dazu entstehen drei Ganzjahresplätze. Foto: Volkmer

Mit 126.400 Euro kann ebenso der TC Blau-Weiß Werne arbeiten und hat damit bereits begonnen. „Wir haben die komplette Kernsanierung von drei Ascheplätzen beantragt, diese Arbeiten sind bereits erledigt“, teilt der Vorsitzende Willi Kraak auf Anfrage mit. Im kommenden Jahr wird der Verein dann drei bisherige Asche- zu Ganzjahresplätzen umgestalten. „Wir arbeiten mit einer auf Sportbodenbau spezialisierten Firma aus Olfen zusammen, die bei uns einen Boden nach neuestem Standart anbringen wird“, kündigt der erste Vorsitzende an. Da es bei dem Unternehmen jedoch eine lange Warteliste gibt, werden die Arbeiten erst in den Sommerferien 2021 durchgeführt.

Beide Vereine bekommen ihre Maßnahmen nicht komplett gefördert, der verbleibende Eigenanteil wird über Bürgerschaftliches Engagement finanziert. Beim TC Blau-Weiß haben Mitglieder beispielsweise die Baustellenzufahrt selbst eingerichtet und die Asche von den drei Plätzen abgetragen. Kraak erinnert sich noch gut an den Tag, an dem ihn die gute Nachricht erreichte. „Das ist eine gigantische Sache für uns. Ein großer Dank gilt Jürgen Zielonka, dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes, der uns bei der Antragstellung sehr gut unterstützt hat.“

Anzeige