Pater Tobias kommt bei seinem Ultralauf von Duisburg nach Münster durch seine Heimatstadt Werne. Der
Pater Tobias kommt bei einem Ultralauf durch seine Heimatstadt Werne. Der "Marathon-Mann" sammelt dabei Spenden für den guten Zweck. Foto: Daniel Elke
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Werne. Ursprünglich wollte der in Werne geborene und aufgewachsene Pater Tobias den Ultramarathon bei den „Bieler Lauftagen“ in der Schweiz absolvieren. Wegen der Corona-Pandemie fällt das Event in diesem Jahr jedoch aus. Jetzt läuft der „Marathon-Pater“ am kommenden Freitag (5. Juni) – und das alleine.

Genau 111 Kilometer geht es durch das Ruhrgebiet und das Münsterland. So will er Spenden für arme Kinder sammeln. Einen Zwischenstopp legt er in Werne ein. “Ich freue mich besonders auf meine Familie und alte Freunde. Sie haben das erste Mal die Gelegenheit, mich bei einem Lauf anzufeuern”, sagt der 57-Jährige, der die Marienschule besucht hat und später zunächst eine Ausbildung bei einem Autohaus in Lünen absolviert hat.

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„Ein Ultramarathon ist immer eine Herausforderung“, sagt Pater Tobias, „aber ihn allein zu absolvieren, das erfordert noch mehr mentale Stärke, Ausdauer und hohe Motivation. Autogenes Training ist da sehr wichtig.“ Der Lauf beginnt am Gemeindebüro Herz-Jesu in Duisburg-Neumühl . Von dort aus läuft Pater Tobias zu seiner Geburtsstadt Werne und weiter bis nach Münster. Für den Extremlauf hat Pater Tobias in den vergangenen Monaten viel trainiert. „Bewegung macht den Kopf frei. Ich bin dann ganz nah bei Gott und bete während des Laufens“, sagt der Geistliche, der gerne morgens seine Runden dreht. 13 Marathonläufe hat er seit Januar hinter sich, Freitag steht der 100. an. Für Pater Tobias ist es zudem der sechste Ultralauf, also 100 Kilometer und mehr. Erst 2006 hat er seine Leidenschaft für das Laufen entdeckt.

Etwa 15 Minuten wird sich der Pater in Werne aufhalten können, wo auch Bürgermeister Lothar Christ seinen Besuch angekündigt hat. Anschließend muss Pater Tobias noch das letzte Teilstück nach Münster bewältigen. Wenn er am Rathaus der westfälischen Stadt ankommt, hat er es geschafft. “In meiner Heimatstadt habe ich schon rund 70 Kilometer hinter mir. Da stoße ich schon an meine Grenzen. Es wird hart. Ich hoffe, dass die Menschen in Werne mir noch einmal einen Schub geben, damit ich es bis nach Münster schaffe”, sagt er.

Aktuell sucht Pater Tobias noch Sponsoren, die seinen Lauf unterstützen wollen. „Bislang haben wir mehr als 14.000 Euro an Spendengeldern zusammen“, sagt Pater Tobias. „Jetzt wollen wir die Marke von 20.000 Euro knacken.“ Aber auch private Spenden sind willkommen. Mit den Spenden werden unter anderem Schwimmkurse für Kinder über Pater Tobias‘ gemeinnütziges „Projekt LebensWert“ finanziert. Infos können unter info@projekt-lebenswert.de erfragt werden.

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