Die Stockumer Kicker haben sich nach einer Pause wieder zu einer Mannschaft zusammengeschlossen. Foto: Wagner
Die Stockumer Kicker haben sich nach einer Pause wieder zu einer Mannschaft zusammengeschlossen. Foto: Wagner
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Stockum. Jeden Montag treffen sich junge Fußballer auf dem Fußballplatz des SV Stockum. Eigenlich nichts Besonderes. Doch Issa, Johannes, Philipp (alle 13 Jahre alt) und Co. erzählen eine bemerkenswerte Geschichte, die sich um Trainer Mohammed „Mo“ Amer und um Freundschaft dreht.

„Wir haben meinen Papa quasi gezwungen, uns wieder zu trainieren“, schmunzelt Issa Amer. Sein Vater betreibt einen Imbiss in Stockum. Und am Montag, die Trainingszeit, ist Ruhetag. Acht Jahre lang betreute der Libanese, der einst als Flüchtling nach Werne kam, die Mannschaft – von den Mini-Kickern bis zur E1-Jugend. Dann löste sich das Team auf. Die einen gingen zu anderen Vereinen, die anderen hörten ganz auf.

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Doch der Kontakt riss nicht ab. „Viele von uns haben uns auf dem Bolzplatz getroffen und sind danach in Mos Imbiss gegangen, haben gequatscht“, berichtet Philipp. „In der alten Truppe hat es immer Spaß gemacht. Unser Wunsch war es, die Mannschaft wieder zusammen zu führen“, so Johannes, der im Alter von drei Jahren mit dem Fußball angefangen hat. Die drei Freunde schmieden also diesen Plan und haben Erfolg.

„Die Jungs haben das alles selbst organisiert. Jetzt sind fast alle wieder dabei und zwei, drei Neue sind noch dazu gekommen“, sagt der stolze Coach zur „Reunion“ nach fast drei Jahren. Eine Co-Trainerin soll noch verpflichtet werden, damit das Stockumer Team zweimal die Woche üben kann. Das Ziel sei die Teilnahme am Spielbetrieb, wenn auch außer Konkurrenz, verrät Mohammed Amer. Denn in der Mannschaft tummeln sich Kids der Jahrgänge 2006 bis 2009.

„Über Verstärkung würden sich die Jungs freuen. Jeder, der Spaß am Fußball hat, ist willkommen“, sagt Amer. Getreu der etwas abgewandelten Fußball-Weisheit von Sepp Herberger: Elf oder mehr Freunde müsst ihr sein.

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