Die neuen und scheidenden Vorstandsmitglieder beim WSC 2000 (von links): Oliver Grewe, Beate Schmidt, Georg Fedeler und Lutz Hammer. Foto: Wagner
Die neuen und scheidenden Vorstandsmitglieder beim WSC 2000 (von links): Oliver Grewe, Beate Schmidt, Georg Fedeler und Lutz Hammer. Foto: Wagner
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Werne. Die Mitgliederversammlung beim Werner SC 2000 wurde dominiert vom Abschied des langjährigen Vorsitzenden Lutz Hammer (WERNEplus berichtete). Gleichzeitig kündigte sein Nachfolger, Oliver Grewe, den verstärkten Kampf um bessere Sportstätten an. Sportdezernent Alexander Ruhe, der anwesend war, nahm das zur Kenntnis und anschließend Stellung.

“Die Sportstätten sind katastrophal, da muss was passieren. Wenn ich sehe, was weggefallen und neu dazu gekommen ist – ein ‘No-Go’. Wir müssen uns auf die Fahnen schreiben, in neue Gespräche zu gehen und gemeinsam vorstellig zu werden”, kündigte Grewe in seiner Antrittsrede an. Der 56-Jährige wurde zuvor einstimmig zum neuen WSC-Chef gewählt. Sein Vorgänger, Lutz Hammer, hatte ihm mit auf den Weg gegeben, “weiter den Finger in die Wunde zu legen und nicht in einen Dornröschenschlaf zu verfallen”.

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Ein besonderer Zankapfel ist der Fürstenhofturm, wo Übungseinheiten der Freizeit- und Breitensportabteilung stattfinden sowie inzwischen auch Gruppen des TV Werne untergebracht sind. “Der Turm ist keine Sportstätte und darf in keinem Sportkonzept mehr auftauchen”, forderte Annette Prömel direkt von Alexander Ruhe, der sich seit seinem Amtsantritt als Dezernent im Jahr 2016 um eine “Sportstättenzielplanung” bemüht. “Wir werden intern mit den Vereinen und dem Stadtsportverband den Bedarf, was Hallen und Sportplätze betrifft, ermitteln”, kündigte Ruhe an. Er brachte mögliche neue Förderprogramme ins Spiel, die auf Sanierungen abzielen. Der Sportdezernent machte aber auch klar: “Mir graut vor dem Jahr 2021. Wir werden Verluste bei den Steuereinnahmen haben. Und letztlich muss ich das nehmen, was mir der Kämmerer gibt. Aber ich muss und werde für den Sport in Werne kämpfen.”

Ein wenig in den Hintergrund geriet bei der Versammlung ein weiterer Abschied: Kassierer Georg Fedeler, der viele Jahre lang die Finanzen des Vereins im Griff hatte, hörte auf. Beate Schmidt wurde auf zwei Jahre zu seiner Nachfolgerin gewählt.

Die einzelnen Abteilungen des zweitgrößten Vereins in Werne zeigten sich trotz der Corona-Herausforderungen zufrieden und dokumentierten alle eine gesunde Kassenlage.

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