Gefreut hatte sich die große Werner Hockey-Gemeinschaft auf packende Spiele in der Halle. Nun wurde die Saison wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Foto: Wagner
Gefreut hatte sich die große Werner Hockey-Gemeinschaft auf packende Spiele in der Halle. Nun wurde die Saison wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Foto: Wagner
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Werne. Als in der vergangenen Woche die Hallenhockey-Bundesliga ihre Saison 2020/21 absagte, war klar, dass auch in den Ligen des Westdeutschen Hockey-Verbandes (WHV) kein Spielbetrieb mehr möglich ist – nach dem auch für Dezember verlängerten Sportlockdown aufgrund der Corona-Pandemie gibt es nicht mehr ausreichend Termine, selbst wenn im Januar der dynamische  Sport unter dem Hallendach wieder möglich sein sollte.

„Nachdem der Deutsche Hockey-Bund sich entschieden hat, die Hallensaison in den Bundesligen abzusagen, haben auch wir uns entschlossen, unsere Hallensaison endgültig abzusagen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Einschränkungen halten wir die Dürchführung der Hallensaison ab Januar 2021 für nicht realistisch“, schrieb WHV-Vizepräsident Sport, Matthias Hecker, kurz und knapp auf der Internetpräsenz whv-hockey.de.

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Besonders in Werne ist Hallenhockey seit Jahrzehnten sehr beliebt, weil das Feldhockey erst vor zehn Jahren durch den Bau des Kunstrasenplatzes im Lindert an Bedeutung gewann. Zuvor spielte der TV Werne mit seinen Teams fast ausschließlich unter dem Hallendach, avanchierte mit seinen Herren zum „Urgestein“ der 2. Verbandsliga. In der eigentlich vorgesehenen Hallensaison 2020/21 wäre der größte Erfolg der Vereinsgeschichte möglich gewesen – der Sprung in die 1. Verbandsliga. Durch die Top-Neuzugänge des inzwischen aufgelösten SSC Lünen, Patrick Schnieder, Tim Wleklik, Bastian Zaremba und Julian Schrage, galt der TVW unter Experten der Liga als großer Meisterschaftsfavorit.

Auch der erst vor zwei Jahren gegründete Integrations-Sportverein Hockey United Werne schaffte schon den Sprung in die 3. Verbandsliga und hatte Ambitionen auf den Durchmarsch in die nächsthöhere Liga – dank talentierter Geflüchteter wie Hasan Mohammad und Souleymane Balde sowie erfahrener Kräfte wie Julian Moschkau, Hendrik Linnemann oder Henrik Grotefels und Yannik Paulus (ehemals SSC Lünen).

Hätte, wenn und aber. Fakt ist, die Hockeyteams in Werne müssen weiter die Füße hochlegen und bis (wahrscheinlich) November 2021 warten, bis man wieder um Punkte und Titel auf dem schnellen Hallenparkett spielen darf. Im April 2021 geht es zumindest für den TV Werne auf dem Feld weiter.

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