Da Vielseitigkeitsreiterin Josephine Wilms vom Reit- und Fahrverein St. Georg Werne im Januar bei der Sportlerehrung verhindert war, wurde coronabedingt die Verleihung der Sportplakette jetzt im Stadthaus von Bürgermeister Lothar Christ nachgeholt. Foto: Volkmer
Da Vielseitigkeitsreiterin Josephine Wilms vom Reit- und Fahrverein St. Georg Werne im Januar bei der Sportlerehrung verhindert war, wurde coronabedingt die Verleihung der Sportplakette jetzt im Stadthaus von Bürgermeister Lothar Christ nachgeholt. Foto: Volkmer
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Werne. Vor fast genau einem Jahr bewies Josephine Wilms, dass sie zu einer der besten Vielseitigkeitsreiterinnen Westfalens gehört. Beim von ihrem Reit- und Fahrverein St. Georg ausgerichteten Provinzialturnier in Werne siegte sie in der Einzelwertung der westfälischen Mannschaftsmeisterschaft. Jetzt gab es dafür verspätet eine besondere Auszeichnung von der Stadt Werne.

Schon im Januar sollte der Overbergerin für den Erfolg im feierlichen Rahmen des Sportlerballs im Werner Kolpingsaal die Sportplakette der Stadt Werne überreicht werden. Da musste die Vielseitigkeitsreiterin vom Reit- und Fahrverein St. Georg Werne jedoch berufsbedingt absagen. Auch aus Plan B, einer besonderen Ehrung bei den Lenklarer Reitertagen, wurde coronabedingt nichts. Daher ist die Übergabe nun im kleinen Rahmen im Bürgermeisterbüro nachgeholt worden.

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„Reitsporttechnisch war in den vergangenen Monaten wenig los“, sagte die 26-Jährige dabei rückblickend. Die letzte Turnierteilnahme war im Februar in Warendorf, dann folgten im April die Absagen aller Veranstaltungen. „In diesem Jahr bin ich insgesamt erst bei drei Turnieren, in Kamen, Halver und Rhynern, geritten. Das ist bisher alles sehr überschaubar, wenn man überlegt, dass ich jetzt eigentlich jedes Wochenende unterwegs wäre“, sagt Wilms, die als Sozialpädagogin für die Jugendhilfe Werne tätig ist.

Corona-Auswirkungen auf den Reitsport

Eingeschränkt waren in den zurückliegenden Monaten zudem die Trainingszeiten. „Lange war es nur erlaubt, die Pferde lediglich zu bewegen. Da fand gar kein Unterricht statt und das Springen an den Anlagen war verboten. Das war wirklich nur ein Minimal-Programm“, so die vielseitige Reiterin. Immerhin profitierte sie davon, dass ihre drei Pferde auf dem Hof der Familie stehen, sodass sie immerhin regelmäßig reiten konnte.

Den Erfolg, für den sie nun die Sportplakette der Stadt Werne erhielt, war für die Reiterin mit ihrem westfälischen Schimmel Crawley keine Premiere, denn schon 2017 gelang in Rhynern der Sieg beim Provinzialturnier. Aufmerksamkeit hatte sie schon Jahre zuvor als Teenager erlangt, als sie 2010 mit den deutschen Junioren die Goldmedaille bei den Europameisterschaften gewann.

„Wir sind stolz darauf, dass wir so hochkarätigen Sport hier in der Stadt haben und freuen uns, mit der Sportplakette unsere Anerkennung zu zeigen“, sagte Lothar Christ bei der Verleihung, bei der das Stadtoberhaupt neben Medaille, Urkunde und Blumenstrauß auch noch einen Gutschein für einen Einkauf in Werne überreichte.

Nächster Start schon am Wochenende

Schon an diesem Wochenende möchte Wilms in Ahaus wieder an einem Turnier teilnehmen. „Momentan kommt man da nur zum Reiten hin und ist dann schnell wieder weg. Siegerehrungen oder der gewohnte Austausch mit anderen sind kaum möglich“, bedauert Wilms. Zudem sei es derzeit schwierig, einen Startplatz zu ergattern, weil die Nachfrage der Reiter nach den wenigen angebotenen Turnieren dementsprechend hoch sei. Die Vielseitigkeitssaison endet in der nächsten Zeit, aber Wilms hofft, dass sie im Winter an einigen Hallenturnieren teilnehmen kann und sich die Situation bis zur nächsten Freiluftsaison in so weit bessert, dass Wettbewerbe wieder unter den gewohnten Bedingungen möglich sind.

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