Nur selten konnte sich die Eintracht, wie hier Abdullah Sahin, gegen die cleveren Bönener durchsetzen. Foto: Wagner
Nur selten konnte sich die Eintracht, wie hier Abdullah Sahin, gegen die cleveren Bönener durchsetzen. Foto: Wagner
Anzeige

Werne. Im Kreispokal-Halbfinale der Saison 2019/20 hatte Eintracht Werne am Samstagabend den zwei Klassen höher spielenden Landesligisten IG Bönen zu Gast – und verkaufte sich teuer. Erst durch einen unglücklichen Handelfmeter mussten sich die Evenkämper geschlagen geben.

“Ich bin stolz auf die Jungs. Eine tolle Pokalsaison geht für uns zu Ende”, meinte Trainer Mario Martinovic nach dem Schlusspfiff, kurz nachdem die Emotionen noch einmal auf beiden Seiten hochgekocht waren. Der Eintracht-Ordnungsdienst hatte die Lage aber schnell wieder unter Kontrolle. Knapp über 200 Zuschauer sahen die Partie im Sportzentrum Dahl, die Gastgeber setzten die Corona-Schutzverordnung souverän durch.

Anzeige

Die spielentscheidende Szene der munteren Begegnung ereignete sich in der 67. Minute: Bönens Gün flankte scharf von links und aus kurzer Distanz landete der Ball am Arm von Marko Martinovic. Schiedsrichter Jan Maßmann entschied auf Strafstoß. Arif Et, früher in Diensten von Borussia Dortmund II, trat an, scheiterte im ersten Versuch an Eintracht-Keeper Rafalski, netzte im Nachschuss aber zum 0:1 ein.

“Für mich war der Elfmeter sehr umstritten. Der Schuss war stramm, er versucht sogar noch, den Arm wegzudrehen. Leider wird in letzter Zeit sehr oft auf den Punkt gezeigt. Dann ist Bönen abgezockt”, analysierte Coach Mario Martinovic die Entscheidung des Spiels. Denn in der Folgezeit kam sein Team nur noch zu einem gefährlichen Abschluss. Damir Kurtovics Schuss wurde im Nachfassen von IG-Schlussmann Klemmer pariert.

Versöhnliche Szenen gab es nach der hitzigen Schlussphase. Foto: Wagner
Versöhnliche Szenen gab es nach der hitzigen Schlussphase. Foto: Wagner

In der hitzigen Schlussphase handelte sich Serkan Adas noch eine Rote Karte ein. Nach einem Gerangel mit seinem Gegenspieler müssen wohl ein paar deftige Worte gefallen sein, so dass es den Platzverweis gab. In der sechsten Minute der Nachspielzeit machte der ambitionierte Landesligist durch Yasin Acar alles klar. Nach dem Schlusspfiff zückte der Unparteiische erneut “rot” – diesmal für einen Bönener.

“Der Sieg für die IG ist natürlich verdient, keine Frage. Aber ohne den Elfmeterpfiff hätten wir bis zum Ende kämpfen und hoffen dürfen”, ärgerte sich Mario Martinovic, ohne aber dabei die engagierte Vorstellung seiner Schützlinge zu vergessen.

Im Finale trifft die IG Bönen auf die Hammer SpVgg, die mit 5:4 im Elfmeterschießen Westfalia Rhynern niederringen konnte.

Nach dem Schlusspfiff kochten die Emotionen auf beiden Seiten kurzzeitig hoch. Foto: Wagner
Nach dem Schlusspfiff kochten die Emotionen auf beiden Seiten kurzzeitig hoch. Foto: Wagner

 

Anzeige