Heute im Ausschuss: Förderung soll „schlafende“ Solarpotenziale wecken

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Werne. Mit gezielter Förderung und Beratung soll die Nutzung von privaten Photovoltaikanlagen in Werne verbessert werden. Denn noch schlummern Potenziale zur Energiebedarfsdeckung auf vielen Dächern der Stadt.

Vor diesem Hintergrund hat Klimaschutzmanager Dr. Tobias Gehrke im Auftrag des Ausschusses für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz die Förderung der Stadt Werne diesbezüglich neugestaltet. In der heutigen Sitzung des Gremiums (17.30 Uhr, großer Sitzungsraum EG, Stadthaus) werden die drei wesentlichen Säulen des Förderprogramms erläutert:

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1. Identifikation von ungenutzten PV-Potenzialen

Trotz gestiegener Energiekosten blieben demnach auf vielen Dächern in Werne die Möglichkeiten zur erneuerbaren Energiegewinnung mit PV-Anlagen ungenutzt. „Zu den möglichen Gründen zählt auch das fehlende Bewusstsein für das Potenzial der eigenen Dachfläche“, so Gehrke in seiner Analyse. Deshalb solle das bisher unspezifische Beratungsangebot künftig durch passgenaue Informationen ersetzt werden.

Durch eine GIS-gestützte Auswertung sollen ungenutzte Dachflächen identifiziert und die jeweiligen Eigentümer/innen auf dem Postweg informiert werden. Neben einem Anschreiben soll ein orientierendes Angebot für die Installation einer Solaranlage enthalten sein. Das Angebot werde über eine neutrale Plattform anhand der Eckdaten des jeweiligen Objektes erstellt. Ziel der Förderung sei es, „schlafende“ Solarpotenziale zu heben. Kosten der Förderung: rund 8.000 Euro.

2. Bereitstellung von Beratungsangeboten

Angesichts vieler Fragen und Unsicherheiten, die die Energiewende für die Bürger/innen mit sich bringe, stellten die hohe Zahl von Handlungsvarianten für diese eine Herausforderung dar. Zur Unterstützung solle mithilfe der Förderung eine energetische Beratung angeboten werden.

Die Schwerpunkte der Beratung lägen in der Verringerung des eigenen Energiebedarfs, der Nutzung von erneuerbaren Energien und der Deckung des eignen Wärmebedarfes. Auch der Umgang mit Bestandsanlagen (Dachsolar, Heizung usw.) sei Teil der Beratung. Die Förderung erfolge in Form eines Beratungsgutscheins, der beantragt und bei einer Beratungsstelle eingelöst werden könne. Kosten der Förderung: Beratungsleistungen von insgesamt rund 37.000 Euro.

3. Förderung von Steckersolaranlagen

Stecker- bzw. Balkonsolaranlagen ermöglichten einen relativ einfachen Einstieg in die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, schildert Tobias Gehrke. Die Installation sei mit geringem Aufwand verbunden und ermögliche auch jenen, die über keine geeignete Dachfläche verfügen, eine Solaranlage zu betreiben. Die Kosten einer Anlage (600 Wp) liege zwischen 400 und 500 Euro. Die angestrebte Förderung von 100 Euro pro Anlage und Haushalt decke somit etwa 20 bis 25 Prozent der Kosten ab. Insgesamt sollen 50 Förderungen zu je 100 Euro vergeben werden. Kosten der Förderung: 5.000 Euro.

Die finanziellen Mittel zur Durchführung der Förderungen, so heißt es in der Sitzungsvorlage ferner, sollen aus dem Budget des Klimaschutzmanagements und dem ehemaligen Programm „Jung kauft Alt“ kommen.

Stimmt der Ausschuss dem Förderprogramm zu, soll die Verwaltung beauftragt werden, eine Beschlussvorlage für die Sitzung des Stadtrates (27. September 2023) zu erstellen.

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