„Opposition – das soll sich am 13. September 2020 ändern“

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Werne. Am 13. September findet in NRW die Kommunalwahl statt. Dabei fällt auch die Entscheidung, wer die Nachfolge von Michael Makiolla antritt, der seit 2004 als SPD-Politiker der Landrat im Kreis Unna ist. Einer der Kandidaten für die Nachfolge ist Marco Morten Pufke (CDU). WERNEplus hat mit dem 46-Jährigen gesprochen.

Eigentlich müsste der Wahlkampf der Parteien langsam auf Hochtouren laufen, aber durch die Pandemie herrschen auch hier erschwerte Bedingungen. Wie sieht der Plan für die nächsten Wochen aus, denn einen klassischen Straßenwahlkampf wird es nach aktuellem Stand nur unter Corona-Bedingungen geben?

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Der klassische Straßenwahlkampf findet zwar unter erschwerten Bedingungen statt, aber es gibt ihn. Nichts ersetzt das persönliche Gespräch – wenn auch unter Beachtung der geltenden Hygiene und Abstandsregeln. Flankiert wird der Wahlkampf durch den Einsatz von Plakaten, die flächendeckende Verteilung von Broschüren und natürlich eine verstärkte Präsenz in den Sozialen Medien, wie Instagram und Facebook. Eine wichtige Rolle spielen auch Online-Nachrichtenportale.

Wie ärgerlich ist es, dass der direkte Austausch mit den Wählern auf der Straße oder bei öffentlichen Diskussionsrunden zwar möglich ist, aber insgesamt deutlich weniger Menschen als üblich erreicht werden können?

Besonders schade ist, dass es kaum Podiumsdiskussionen gibt. Bei einem direkten Aufeinandertreffen der Kandidaten können sich die Wählerinnen und Wähler am besten eine Meinung bilden. Wer überzeugt als Person? Wer hat die besseren Argumente? Wer ist schlagfertiger? Das findet allenfalls vereinzelt im Internet als Livestream statt. Ich hatte mir gewünscht, möglichst oft auf die anderen Kandidaten zu treffen. Ich hoffe aber, dass es bis zum 13. September noch einige Termine und Veranstaltungen geben wird.

Schon vor über 30 Jahren sind Sie in die Junge Union eingetreten. Haben Sie die Entscheidung, sich politisch zu engagieren, schon einmal bereut?

Nein, absolut nicht. Natürlich ärgert man sich ab und an, wenn man sich trotz der besseren Argumente politisch nicht durchsetzen kann. So ist das mitunter, wenn man Oppositionspolitiker ist. Aber das soll sich ja am 13. September ändern.

Was macht bei der Arbeit als Politiker am meisten Freude?

Wenn ein Projekt für das man sich eingesetzt hat, realisiert wird. Das kann ich an einem Beispiel aus meiner Heimatstadt verdeutlichen. Ich habe mich auf allen politischen Ebenen für den Bau einer Ortsumgehung eingesetzt, um die Ortsteile Oberaden und Weddinghofen vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr zu entlasten. Das erste Teilstück dieser Straße ist jetzt fertiggestellt und man kann bereits einen Kreisverkehr befahren. Das ist ein tolles Gefühl.

Seit zehn Jahren sind Sie für die Geschäftsführung der CDU-Fraktion im Kreistag des Kreises verantwortlich. Was war seit dem das Wichtigste, das Sie politisch erreicht haben?

Das ist zum einen der Kreistagsbeschluss über die Leitsätze für den Kreis Unna. In diesen Leitsätzen wird festgelegt, dass der Kreis Unna der wirtschaftfreundlichste Kreis in ganz NRW werden soll. Zum anderen der Kreistagsbeschluss zur Einführung der wirkungsorientierten Steuerung. Bei der wirkungsorientierten Steuerung geht es um den effizienten und zielgerichteten Einsatz von Geld und Personal. Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass es sich um das Geld der Bürgerinnen und Bürger handelt, das wir als öffentliche Hand ausgeben. Ärgerlich ist, dass diese Beschlüsse zwar mit großer Mehrheit im Kreistag gefasst worden sind, sich aber tatsächlich lediglich CDU und FDP konsequent daran halten.

Teil 2 des Interviews mit Marco Morten Pufke folgt am Dienstag auf WERNEplus.de.

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